Klimow TW3-117

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Klimow TW3-117

Das Klimow TW3-117 (auch Isotow TW3-117) ist eine Hubschrauberturbine des russischen Triebwerksherstellers Klimow. Seit der Entwicklung im Jahr 1972 wurden bisher mehr als 25.000 Stück hergestellt, das Triebwerk wurde in 95 % aller russischen Hubschrauber verwendet.

Das Unternehmen Klimow in Sankt Petersburg, Russland wurde nach seinem ehemaligen, 1960 verstorbenen Chefkonstrukteur Wladimir Klimow benannt. Sein Stellvertreter und Nachfolger, Sergei Petrowitsch Isotow, konstruierte dieses dem TW2-117 folgende Triebwerk und das zugehörige Untersetzungsgetriebe.

Ursprünglich entwickelt für die Mil OKB-Hubschraubertypen Mi-24A und Mi-14, wurde das TW3-117 später auch in Mi-17, Mi-28 und Mi-35 sowie in die Kamow-Hubschraubertypen Ka-27, Ka-28, Ka-29, Ka-31, Ka-32, Ka-50 und Ka-52 eingebaut. Die Startleistung beträgt je nach Version 2.000–2.400 PS.

Basierend auf dem TW3-117 entstanden Anfang dieses Jahrzehntes weitere Triebwerke wie Klimow WK-2500 oder Klimow WK-1500.

Die Triebwerksfamilie TW7-117 ist trotz ihres ähnlichen Namens eine vollständige Neukonstruktion und nicht mit dem TW3-117 verwandt.

Versionen[Bearbeiten]

  • TW3-117 – für Mi-24A (1972)
  • TW3-117M („M“ für Marine) – für Mi-14 (1976)
  • TW3-117MT („MT“ für Modernisiert, Transport) – für Mi-8MT/Mi-17 (1977)
  • TW3-117KM („KM“ für Kamov, Marine) – für Ka-27
  • TW3-117W („W“ für russ. Höhe) – für die im Afghanistankrieg eingesetzten Mi-24 (1980)
  • TW3-117WK („WK“ für russ. Höhe, Kamow) – für Ka-27, Ka-29 und Ka-32 (1985)
  • TW3-117WM („WM“ für russ. Höhe, Modernisiert) – für Mi-28 (1986)
  • TW3-117WMA – für Ka-50, sowie Ka-27, Ka-29, Ka-31, Mi-24, Mi-28A/H, Ka-32 Hubschrauber. (1986)
  • TW3-117WMA Serie 02 – für Ka-32 (1993)
  • Als Turboprop TW3-117WMA-SBM1 für das Regionalverkehrsflugzeug Antonow An-140
  • Als Turbojet TW3-117(A) – für unbemannte Aufklärungsflugzeuge (Drohnen)

Einsatz[Bearbeiten]

„M“ für Marine weist drauf hin, dass die Rotoren und Statoren der ersten Verdichterstufen mit einer Speziallegierung versehen sind, die das Ansetzen von Salz verhindert. Zur Erklärung: bei der Standschwebe über See oder Flügen in geringer Höhe über See saugen die Triebwerke Seewasser an, welches in den Triebwerken verdampft, zurück bleibt das Salz aus dem Seewasser, welches sich an den Schaufeln der Triebwerke absetzt und die Oberflächenstruktur und somit die Luftzirkulation beeinflusst. Das führt zu nicht unerheblichen Leistungsverlusten. Die Speziallegierung erschwert das Ansetzen des Salzes. Das angesetzte Salz kann durch einen „Waschvorgang“ entfernt werden. Der Leistungsverlust durch angesetztes Salz war derart hoch, dass es notwendig war, die Triebwerke nach jedem Flug über See zu reinigen. Dafür wurde nach der Landung am Boden im Leerlauf der Triebwerke ein Alkohol-Wasser-Gemisch in die Lufteinläufe der Triebwerke eingespritzt. Dadurch wurden die Salzablagerungen abgespült, gelangten in die Brennkammer und wurden hier durch den Alkoholzusatz mit verbrannt oder liefen als Flüssigkeitsrest einfach aus dem Abgastrakt aus. Das Problem der Ablagerungen an den Rotoren und Statoren der Verdichterstufen des TW3-117 mit erheblichen Leistungsverlusten trat auch durch Umweltverschmutzung auf, z. B. hatten die Mil-Mi-24-, aber auch die Mil-Mi-8-Geschwader in der DDR, die über Mitteldeutschland zum Einsatz kamen, dieselben Probleme durch Ablagerung durch Kohlestaub und Abgase aus den Braunkohlekraftwerken. Sie übernahmen in der Folge die Technologie des „Waschens“ der Triebwerke nach dem Flug vom Marinehubschraubergeschwader 18.

Technische Daten[Bearbeiten]

Die Triebwerke besitzen einen zwölfstufigen axialen Verdichter der durch eine zweistufige Turbine angetrieben wird. Die Arbeitswelle wird ebenfalls von einer zweistufigen Turbine angetrieben.

Name TW3-117WM
Serie 02
TW3-117WMA
Serie 02
Notleistung 2200 PS 2400 PS
Startleistung 2000 PS 2200 PS
Spez. Verbrauch 299 g/kWh 292 g/kWh
Dauerleistung 1500 PS
Länge 2055 mm
Breite 660 mm
Höhe 728 mm
Gewicht 295 kg

Weblinks[Bearbeiten]