Klinikum Bremen-Ost
| Klinikum Bremen-Ost | |
|---|---|
| Trägerschaft | Gesundheit Nord gGmbH |
| Ort | Osterholz (Bremen) |
| Koordinaten | 53° 3′ 52″ N, 8° 56′ 25″ O53.0644444444448.9402777777778Koordinaten: 53° 3′ 52″ N, 8° 56′ 25″ O |
| Ärztlicher Bereich | Prof. Dr. Thomas Carus |
| Betten | 905 (2011)[1] |
| Mitarbeiter | 1.794 (2011)[1] |
| Gründung | 1904 |
| Website | Offizielle Website |
Das Klinikum Bremen-Ost ist ein Krankenhaus der Stadt Bremen in Bremen-Osterholz, Züricher Straße 40, mit 905 Betten und rund 1.794 Beschäftigten.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgabe und Lage [Bearbeiten]
Das Klinikum Bremen-Ost ist ein Krankenhaus mit zwölf Fachkliniken. Es dient im Bremer Osten als regionaler Versorger sowie für Patienten aus anderen Regionen für spezielle klinische Behandlungen. Es stehen insgesamt 905 Betten zur Verfügung davon 410 für die Akutmedizin und 318 für die Psychiatrie.[1]
Das Klinikum - sowie die drei weiteren Kliniken Bremen-Mitte, Bremen-Nord und Links der Weser - gehört dem Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord gGmbH an. Es ist ein Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen.
Das Klinikum liegt im Bremer Stadtteil Osterholz und erstreckt sich über eine Fläche von 11 Hektar. Es ist erreichbar mit den Buslinien 25, 33, 34 und 37 der Bremer Straßenbahn AG (nächstgelegene Haltestellen Krankenhaus Ost, Oewerweg, Poggenburg und Am Hallacker) sowie über die Autobahn A 27, Abfahrt HB-Sebaldsbrück.
Geschichte [Bearbeiten]
Nachdem die Stadt Bremen vom Bremer Dom das Gelände erworben hatte bewilligte die Bremer Bürgerschaft 1900 für den Bau der Anstalt rund 2 Millionen Mark. 1904 wurde sie als St.-Jürgen-Asyl mit 300 Betten in Betrieb genommen. Weitere Bauten folgten bald.
Zum Beginn des Ersten Weltkriegs belief sich der Patientenbestand bereits auf 633 und 1939 waren es 968 Patienten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Bereiche Neurologie, Neurochirurgie, Neurophysiologie und Psychotherapie geschaffen.
Zusätzliche Abteilungen wurden in Horn (mit 110 Betten) in Oberneuland (89), St. Magnus (18) und in Blankenburg bei Oldenburg (350) geschaffen, so dass die Nervenklinik im Jahr 1965 über 1.300 Betten verfügte.
1970 beschloss die Bremer Bürgerschaft eine Reform der psychiatrischen Versorgung. Um 1977 wurde ein Neubau geplant. Es erfolgte die Aufnahme der im Sebaldsbrücker Krankenhaus untergebrachten Inneren Medizin und der Chirurgie. In Sebaldsbrück wurde eine Abteilung der Psychiatrischen Klinik untergebracht. Bis 1988 wurden die Außenstellen Horn, Oberneuland, St. Magnus und Blankenburg aufgegeben und die Klinik Holdheim mit den Disziplinen Lungenmedizin und Thoraxchirurgie integriert.
St.-Jürgen-Asyl [Bearbeiten]
Das Gebäudeensemble des früheren St.-Jürgen-Asyls im heutigen Klinikum Ost mit seinen Stationen, Pensionshäusern, Verwaltungs- und Betriebsgebäuden, Wohnhäusern sowie dem früheren Anstaltsgarten und heutigen Park stehen seit 2004/05 unter Bremer Denkmalschutz (Siehe dazu Liste der Kulturdenkmäler in Osterholz).
Die Gebäude entstanden von 1900 bis 1904, und in der zweiten Phase von 1907 bis 1915, im Reformstil der Jahrhundertwende, nach Plänen von Hugo Weber und Hugo Wagner und unter Bauleitung von Hans Ohnesorge.
Die Bestandteile der Denkmalgruppe sind:
Bauphase 1900 bis 1904 [Bearbeiten]
- Parkanlage, 1900-1904 (Siehe hier)
- Überwachungs-Station für Männer (Haus 1), 1900-1904 (Siehe hier)
- Pflege-Station für Männer (Haus 12), 1900-1904 (Siehe hier)
- Geschlossene Station für Männer (Haus 13), 1900-1904 (Siehe hier)
- Pensionshaus für Männer (Haus 16), 1900-1904 (Siehe hier)
- Pflege-Station für Frauen (Haus 2), 1900-1904 (Siehe hier)
- Geschlossene Station für Frauen (Haus 3), 1900-1904 (Siehe hier)
- Pensionshaus für Frauen (Haus 6), 1900-1904 (Siehe hier)
- Küchengebäude (Haus 21), 1900-190) (Siehe hier)
- Wäscherei (Haus 20), 1900-1904 (Siehe hier)
- Maschinenhaus und Wasserturm (Haus 24), 1900-1904 (Siehe hier)
- Verwaltungsgebäude (Haus 9), 1900-1904 (Siehe hier)
- Bäckerei und Werkstätten (Haus 10), 1900-1904 (Siehe hier)
- Direktorwohnhaus (Haus 17), 1900-1904 (Siehe hier)
- Wärterwohnung/Beamtenwohnhaus (Haus 30), 1900-1904 (Siehe hier)
- Nebengebäude einer Wärterwohnung (Haus 31), 1900-1904 (Siehe hier)
- Wärterwohnung/Beamtenwohnhaus (Haus 7), 1900-1904 (Siehe hier)
- Wärterwohnung/Beamtenwohnhaus (Haus 8), 1900-1904 (Siehe hier)
- Hofmeierhaus/Kuhstall (Haus 43) (Siehe hier)
- Gutshof/Pferdestall (Haus 40) (Siehe hier)
- Wagenschuppen (Haus 41) (Siehe hier)
- Kegelhäuschen (Haus 61), 1900-1904 (Siehe hier)
Bauphase 1907 bis 1915 [Bearbeiten]
- Offene Station für Männer (Haus 11), 1907-1915 (Siehe hier)
- Pflegestation für Männer (Haus 14), 1907-1915 (Siehe hier)
- Offene Station für Frauen (Haus 5), 1907-1915 (Siehe hier)
- Pflegestation für Frauen (Haus 4), 1907-1915 (Siehe hier)
Kliniken und Zentren [Bearbeiten]
Das Klinikum-Ost gliedert sich in folgende einzelne Kliniken und Zentren:
- Allgemein-, Visceral- und Unfallchirurgie
- Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
- Aufnahmezentrum
- Bildgebende Diagnostik
- Darmzentrum
- Geriatrie
- Innere Medizin
- Neurologie
- Pneumologie und Beatmungsmedizin
- Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
- Tagesmedizin
- Thoraxchirurgie
Institute [Bearbeiten]
- Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin
- Institut für Klinische Neurophysiologie
Leistungsdaten 2011 [Bearbeiten]
(Auswahl aus 2011)
- Vollbetten: 905
- Vollstationäre und teilstationäre Patienten: 22.624
- Mitarbeiter: 1.794
- Auslastung: 85,7 %
- Durchschnittliche Verweildauer
- Allgemein: 7,7 Tage
- Psychiatrie: 23,3 Tage
Zertifizierung [Bearbeiten]
In 2008 wurde das Klinikum nach dem KTQ-Verfahren zertifiziert. Überprüft wurde in den Kategorien Patientenversorgung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Krankenhausführung, Qualitätsmanagement und Informationswesen. Positiv wurde auch der ganzheitliche Ansatz in der Patientenbehandlung bewertet.[2]
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c Geschäftsbericht 2011 (PDF; 7,7 MB)
- ↑ Weser-Kurier vom 6. Dezember 2008