Klinikum rechts der Isar

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Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
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Trägerschaft Freistaat Bayern
Ort München
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Leitung Reiner Gradinger, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor
Versorgungsstufe Maximalversorgung
Betten 1.091
Mitarbeiter ca. 4.500
Zugehörigkeit Technische Universität München
Gründung 1834 als Haidhauser Armen- und Krankenanstalt, 1967 als Universitätsklinikum
Website www.mri.tum.de
Klinikum rechts der Isar, Außenansicht
Logografie am Hörsaal

Das Klinikum rechts der Isar ist das Universitätsklinikum der Technischen Universität München TUM im Münchener Stadtteil Haidhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Klinikum wurde 1834 als Haidhauser Armen- und Krankenanstalt mit 36 Betten in einem ehemaligen Kaffeehaus gegründet und 1840 vom Orden der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul übernommen und 130 Jahre lang geführt. Mit der Eingemeindung nach München kam die Umbenennung in Krankenhaus rechts der Isar – darauf verweist das noch heute gebräuchliche Kürzel MRI, das für (Krankenhaus) München rechts der Isar steht.[1] Man war nun in der Lage bis zu 159 Patienten zu versorgen, die man ab 1866 erstmals in Angehörige der chirurgischen und internen Abteilung trennte. Bis 1902 wurde unter dem starken Druck der Bevölkerungszunahme auf 736 Betten aufgestockt, von denen am Ende des Zweiten Weltkrieges nur noch 200 belegbar waren. Im März 1954 wurde im Rahmen eines umfassenden Krankenhausentwicklungsplanes der Stadt München das Krankenhaus rechts der Isar wieder auf- und ausgebaut.

1967 wurde das Krankenhaus schließlich unter anderem dank Georg Maurer zu einem Universitätsklinikum. Es erhielt den Status Universitätsklinikum der Technischen Hochschule München, der späteren Technischen Universität München (TUM) und wurde um einen Hörsaaltrakt erweitert. Seitdem wird das Klinikum kontinuierlich ausgebaut und modernisiert.

Seit Juli 2003 ist das Klinikum eine rechtlich selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts.

Für weltweit großes Aufsehen sorgte die erfolgreiche Transplantation von zwei kompletten Armen im Juni 2008, bei der etwa 40 Ärzte beteiligt waren.[2] Zwei Jahre später ist der Heilungsprozess beim Patienten so weit fortgeschritten, dass Hände und Finger wieder bewegt und benutzt werden können.[3]

Im Jahr 2009 feierte das Klinikum sein 175-jähriges Bestehen.

Kliniken und Abteilungen[Bearbeiten]

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Heute besteht das Klinikum rechts der Isar aus 33 Kliniken und Abteilungen, hinzu kommen 17 Institute und mehrere Interdisziplinäre Zentren. Das Roman-Herzog-Krebszentrum (RHCCC)[4] widmet sich der verbesserten Versorgung von Patienten mit allen Arten von Krebserkrankungen. Jährlich werden etwa 58.000 Patienten stationär und 220.000 Patienten ambulant behandelt.[5] Das Klinikum wird von einem vierköpfigen Vorstand geleitet, in dem der Ärztliche Direktor, der Kaufmännische Direktor, der Dekan der Medizinischen Fakultät und die Pflegedirektorin vertreten sind. Vorstandsvorsitzender ist der Ärztliche Direktor.

Klinik für Anaesthesiologie[Bearbeiten]

Die Klinik für Anästhesiologie (Direktor Eberhard Kochs) umfasst folgende Abteilungen:

  • Anästhesie (perioperative Versorgung durch 120 Ärzte und 50 Pflegekräfte), Anästhesien für interventionelle und diagnostische Prozeduren, Notfalltätigkeit und Schockraummanagement
  • Intensivmedizin in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kliniken für Chirurgie, Gefäßchirurgie, Plastischer Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Urologie, Hals-, Nasen- und Ohren-Heilkunde, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der neurochirurgischen Klinik, der neurologischen Klinik, der Frauenklinik und der Augenklinik
  • Schmerztherapie (Akutschmerzzentrum und Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin (ZIS)

Seit 1954 existierte am Klinikum Rechts der Isar eine Abteilung für Anästhesie, im Jahr 1972 erfolgte dann die Gründung des Lehrstuhls und Instituts für Anaesthesiologie der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar. Ziel war nun nicht mehr alleine die Patientenversorgung, sondern auch die Forschung und Lehre in diesem Fachbereich. Im Jahr 1980 erfolgte die Anerkennung als Weiterbildungsstätte für Schwestern und Pfleger in Anästhesie und Intensivbehandlung durch die Deutschen Krankenhausgesellschaft.[6]

Klinik für Augenheilkunde[Bearbeiten]

Die Klinik für Augenheilkunde (Leitung: Chris Patrick Lohmann) verfügt über 25 Betten in zwei Stationen. Nach der Renovierung der Ambulanz und dem Neubau des Augen OP im Jahre 2009 wurde auch die Stationen neu gestaltet.

Klinische Schwerpunkte[Bearbeiten]

  • Tränenwegserkrankungen
  • Traumatologie
  • Erkrankungen der Augenoberfläche (inklusive trockenes Auge)
  • refraktive Chirurgie (Behandlung von Fehlsichtigkeiten)
  • Hornhauttransplantation
  • grauer Star (Katarakt)
  • grüner Star (Glaukom)
  • altersbedingte Makuladegeneration
  • diabetische Netzhautveränderungen
  • Netzhautablösung
  • Kinder- und Neuroophthalmologie
  • Orthoptik
  • Liderkrankungen
  • plastische Lidchirurgie[7]

Aktuelle Forschungsprojekte[Bearbeiten]

  • Entwicklung eines durch Roboter unterstützten Mikromanipulationssystems für die vitreo-retinale Chirurgie
  • Entwicklung einer Biosynthetischen Hornhaut als Alternative zu Spenderhornhäuten
  • Ersatz des Glaskörpers durch thermosensitive Hydrogele
  • Entwicklung eines Hydrogel-Retina-Patches zum Verschluss und zur Behandlung von Netzhautdefekten und deren Komplikationen[8]

Chirurgische Klinik[Bearbeiten]

Die Chirurgische Klinik (kommissarischer Leiter Jörg Kleeff) dient der chirurgischen Versorgung, ausgenommen die Herzchirurgie. Im Rahmen der Herzchirurgie besteht eine Kooperation im dem Deutschen Herzzentrum.[9] Schwerpunkte bilden die Allgemeine Chirurgie und die Viszeralchirurgie, die chirurgische Endoskopie und Proktologie, die navigierte nuklearmedizinische Chirurgie und die minimal-invasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie).[10] In der Allgemein- und Viszeralchirurgie liegt der Fokus der Chirurgischen Klinik auf der Speiseröhren-, Magen-, Leber- und Bauchspeicheldrüsenchirurgie. Bei Krebserkrankungen steht hier insbesondere die Behandlung durch eine Kombination von Operationen mit Chemo- und Strahlentherapie im Fokus. In Form des Tumortherapiezentrums (TTZ) ist die Chirurgische Klinik zur Behandlung von Krebserkrankungen mit der III. Medizinischen Klinik, der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und der Psychoonkologie des Roman-Herzog-Krebszentrums (RHCCC) vernetzt. Im Rahmen der Transplantationschirurgie werden Nieren- und Bauchspeicheldrüsenverpflanzungen durchgeführt.[11]

Bereiche sind:

  • Ösophagus- und Magenchirurgie
  • Pankreaschirurgie
  • Leberchirurgie
  • Transplantation
  • Kolorektale Chirurgie
  • Endoskopie und Proktologie
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)
  • Minimal-invasive Chirurgie
  • Endokrine Chirurgie
  • Thoraxchirurgie
  • Sarkomchirurgie
  • Ernährung & Sport
  • Chemotherapie[12]

Zu den Forschungsschwerpunkten der Chirurgischen Klinik zählen unter anderem:

  • Chirurgische Onkologie
  • German Barrett Cancer Project
  • Sonderforschungsbereich 576 "Fakultative mikrobielle Pathogenität und angeborene Immunität"
  • Cancercenter - Modellprojekt für interdisziplinäre Tumortherapiezentren
  • MITI - Arbeitsgruppe für Minimalinvasive Interdisziplinäre Therapeutische Intervention
  • Transplantationsforschung[13]

Klinik für Dermatologie und Allergologie[Bearbeiten]

Die Klinik für Dermatologie und Allergologie unter der Leitung von Tilo Biedermann deckt dermatologische und allergische Erkrankungen ab. Die Klinik gehört zwar zum Klinikum rechts der Isar, ihren Standort hat sie jedoch "am Biederstein" in Schwabing (Biedersteiner Straße 29) neben dem Englischen Garten. 40 Ärzte betreuen auf vier Stationen bis zu 75 Patienten. An die Klinik angegliedert ist außerdem das Zentrum Allergie und Umwelt (ZAUM), in dem die Einflüsse von Umweltfaktoren auf Entstehung, Auslösung und Unterhaltung von Allergien erforscht werden.

Zu den Spezialbereichen der Klinik für Dermatologie und Allergologie zählen:

  • Allergologie
  • Hauttumoren
  • Kinderdermatologie
  • Operative Dermatologie
  • Andrologie
  • Röntgentherapie
  • Photodermatologie
  • Laser
  • Kosmetische Dermatologie

Zu verschiedenen Erkrankungen bietet die Klinik außerdem Spezialsprechstunden an:

  • Geschlechtskrankheiten einschließlich HIV-Infektion und AIDS
  • Proktologie und Phlebologie
  • Akne
  • Autoimmunerkrankungen
  • Berufsdermatologische Erkrankungen
  • Borrelien-Infektion
  • Mastozytose
  • Haarprobleme
  • Vitiligo
  • Umweltbezogene Gesundheitsstörungen

Die Forschungsschwerpunkte der Klinik für Dermatologie und Allergologie sind:

  • Allergologie
  • Photodermatologie
  • Hautphysiologie
  • Onkologie
  • Andrologie
  • Mikrobiologie, sexuell übertragbare Krankheiten (STD) und HIV
  • Noxenkatalog (Der Noxenkatalog ist eine Datenbank zum Thema Erkrankungen des Menschen durch Schadenskontakte in Umwelt und Beruf)[14]

Ernährungsmedizin am Klinikum rechts der Isar[Bearbeiten]

Dem Bereich der Ernährungsmedizin widmen sich am Klinikum rechts der Isar zwei Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten: das Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin und das Institut für Ernährungsmedizin. Im Zentrum der Behandlung stehen hier Übergewicht und damit verbundene Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Herz- und Gefäßerkrankungen sowie Patienten mit Krebserkrankungen.[15]

Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin[Bearbeiten]

Die Ernährungsmedizin unter der Leitung von V. Schusdziarra ist in das Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin (Direktor Martin Halle) eingegliedert. Hier arbeiten Fachärzte aus den Abteilungen Innere Medizin, Gastroenterologie, Kardiologie, Angiologie, Ernährungsmedizin und Sportmedizin zusammen.

Das Leistungsspektrum der Ernährungsmedizin im Zentrum für Prävention, Ernährung und Sportmedizin umfasst:

  • Allgemeine Ernährungsmedizinische Beratung
  • Programme bei Übergewicht
  • Beratung bei Krebserkrankungen
  • Diagnostik (Grundumsatzmessung, Spiroergometrie, Belastungstest mit Laktattestung, Ultraschalluntersuchungen von Herz, Gefäßen, Schilddrüse und Bauchorganen)
  • Prävention und Behandlung von Erkrankungen wie Bluthochdruck , Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diagnostik und Beratung bei Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten[16]

Institut für Ernährungsmedizin[Bearbeiten]

Das Institut für Ernährungsmedizin unter der Leitung von Hans Hauner ist Teil des Else Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin (EKFZ) und wurde im Jahr 2003 eingerichtet. Neben dem Institut für Ernährungsmedizin des Klinikums rechts der Isar gehört das Wissenschaftszentrum Weihenstephan (WZW) zum EKFZ. Zu den Schwerpunktthemen des Instituts für Ernährungsmedizin zählen die klinische, die molekulare und die pädiatrische Ernährungsmedizin.

Das Leistungsspektrum des Instituts für Ernährungsmedizin umfasst:

  • Abklärung von Diabetes mellitus
  • Prävention von Diabetes mellitus
  • Ernährungsmedizinische Beratung
  • Gruppenprogramme zur Gewichtsreduktion
  • Kochkurse zu aktuellen Ernährungsthemen (Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen/KHK, Krebs etc.)[17]

Frauenklinik[Bearbeiten]

Die Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar unter der Leitung von Marion Kiechle besteht aus einer Klinik für Frauenheilkunde und einem Mutter-Kind-Zentrum. Das Mutter-Kind-Zentrum gliedert sich in eine Abteilung für Pränatalmedizin (Schwangerenbetreuung) und eine Abteilung für Geburtshilfe mit einer Neugeborenen-Intensivstation.

Die klinischen Schwerpunkte der Frauenklinik sind:

  • Brustkrebsdiagnostik
  • Genetische Beratung und Testung bei familiären Krebserkrankungen
  • Gynäkologische Endokrinologie (Hormontherapie, Osteoporose, Zyklusstörungen, Verhütung, Essstörungen)
  • Behandlung von Brustkrebs und anderen Krebserkrankungen der weiblichen Organe (Eierstockskrebs, Gebärmutter- und Gebärmutterhalskrebs, Vulva- und Vaginalkarzinom)
  • Operative gynäkologische Onkologie
  • Plastisch rekonstruktive Operationen an der Brust
  • Onkologische medikamentöse Therapie (Chemotherapie, endokrine Therapie, Antikörpertherapie)
  • Onkologische Nachsorge
  • Operative Gynäkologie
  • Uro-Gynäkologie
  • Geburtshilfe und Schwangerenbetreuung (Risikogeburtshilfe, Prä- und Perinatalmedizin, Pränataldiagnostik)
  • Versorgung von Notfallsituationen infolge von Nachblutungen, Gerinnungsstörungen und septischen Komplikationen[18]

Neurochirurgische Klinik[Bearbeiten]

Die Neurochirurgische Klinik (Direktor Bernhard Meyer) ist seit März 2007 Bestandteil des im gleichen Jahr neu eingerichteten Neuro-Kopf-Zentrums. Klinische Schwerpunkte sind:

  • Neuroonkologie
  • Schädelbasischirurgie
  • Gefäßerkrankungen des Gehirns
  • Wirbelsäulenchirurgie
  • funktionelle Neurochirurgie

Sie verfügt über drei Bettenstationen mit zusammen 58 Betten und zusätzlich 6 Intensivbetten sowie einer variablen Anzahl an Poolbetten und eine Aufwachstation.[19]

Im Bereich Forschung liegen die Schwerpunkte im Bereich der genannten Klinikschwerpunkte, zum anderen unterhält das Neuro-Kopf-Zentrum eine eigene Forschungssektion für die Grundlagenforschung im Bereich der experimentellen Neurochirurgie und arbeitet dazu auch mit anderen Forschungsbereichen fachübergreifend zusammen.[20] Angeboten werden Lehrveranstaltungen im Rahmen der vorklinischen Ausbildung, das chirurgische Blockpraktikum sowie chirurgische bzw. neurochirurgische Vorlesungsreihen.[21]

Abteilung für klinische Toxikologie[Bearbeiten]

Die Abteilung für klinische Toxikologie (Leitung Florian Eyer) verfügt insgesamt über 28 Betten und betreut Patienten mit allen Arten von Vergiftungen. Sie gehört zur II. Medizinischen Klinik und war die erste Einrichtung auf diesem Spezialgebiet in Deutschland.

Die Abteilung besteht aus den Bereichen:

  • Giftnotruf
  • Toxikologisches Labor
  • Toxikologische Intensivstation
  • Geschlossene Station (Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenentzug, Suizidgefährdung)
  • Offene Station und Ambulanz
  • Umweltambulanz

Die Schwerpunkte der toxikologischen Abteilung sind:

  • Intensivmedizinische Behandlung von Vergiftungen
  • Entgiftung (Alkohol, Drogen, Medikamente)
  • Psychiatrische und sozialpädagogische Betreuung
  • Vermittlung von Entwöhnungsbehandlungen
  • Ambulanz für umwelttoxikologische Fragestellungen
  • Toxikologischer Notarztdienst für Gefahrgutunfälle und Massenvergiftungen
  • Toxikologisch-analytische Laboruntersuchungen einschließlich Drogenfreiheitskontrollen
  • Telefonische Beratung bei Vergiftungen
  • Vorrat von Antidoten und Schlangenseren[22]

Der Giftnotruf wurde 1963 von Max von Clarmann begründet und berät vor allem Privatpersonen, Kliniken und niedergelassene Ärtze sowie die Presse, Apotheken, die Polizei und andere staatliche Institutionen.[23] Auch im Bereich der Forschung in der toxikologischen Abteilung liegt der Fokus auf der Auswertung des Giftnotrufs zur Erstellung einer Falldatenbank und einer Pilzdatenbank. Weitere Forschungsprojekte sind unter anderem die Antidot- und Anticalin-Forschung, die toxikologische Intensivmedizin, die suchtmedizinische Forschung sowie Suizidforschung und -prävention.[24]

Aufbau[Bearbeiten]

Das Klinikum wurde kontinuierlich durch Neubauten erweitert. So entstanden seit der Jahrtausendwende u.a. folgende neue Gebäude:

  • Forschungsgebäude Frauenklinik und 3. Med. Klinik (2005)
  • Institut für Mikrobiologie und Virologie (2005)
  • Neuro-Kopf-Zentrum (2006)
  • Interdisziplinäres Forschungsgebäude (2007)
  • OP-Zentrum Nord (2010)
  • Gebäude der Klinik für Psychosomatik (2010)
  • Neues Gebäude für Sportorthopädie (2013)

Das Stammgelände des Klinikums, die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie[25], das Kompetenzzentrum für Komplementärmedizin und Naturheilkunde (KoKoNat) [26] und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin[27] sind auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt.

Lagepläne [28]

Forschung und Lehre[Bearbeiten]

An der medizinischen Fakultät der TU studieren im Jahr 2013 rund 1.350 Studenten.[29] Um die kontinuierliche Verbesserung der Lehre voranzutreiben, wurde mit TUM MeDiCAL ein Zentrum für Ausbildungsforschung und Lehre gegründet. Die medizinische Fakultät nimmt jedes Jahr über 200 Doktorprüfungen und etwa 40 Habilitationen ab. Die Forschungsschwerpunkte am Klinikum sind Tumorentwicklung und individualisierte Therapie, Infektion und Immunität, Molekulare Bildgebung sowie Allergie, Umwelt und Ernährung. Dabei arbeitet das Klinikum rechts der Isar eng mit anderen Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz Zentrum oder den Max-Planck-Instituten zusammen. Das Klinikum und Forscher der Fakultät der TU München sind an folgenden Forschungsverbünden beteiligt:

• SFB 824: Bildgebung zur Selektion, Überwachung und Individualisierung der Krebstherapie, Laufzeit: 07/2009 – 06/2013[30]

• SFB 684: Molekulare Mechanismen der normalen und malignen Hämatopoese, Laufzeit: 01/2011 – 12/2014 [31]

• SFB 870: Bildung und Funktion neuronaler Schaltkreise in sensorischen Systemen, Laufzeit: 01/2010 – 12/2013 [32]

• Transregio-SFB 22: Allergische Immunantworten der Lunge, Laufzeit: 07/2005 - 06/2013[33]

• Transregio-SFB 36: Grundlagen und Anwendung adoptiver T-Zelltherapie, Laufzeit: 07/2006 - 06/2014[34]


Der Wissenschaftsrat hat den Antrag „TranslaTUM – Forschungszentrum für Translationale Onkologie“ bewilligt.[35]

Ausbildung[Bearbeiten]

Der Pflegedirektion ist eine Schule für Pflegeberufe angegliedert, in der die Ausbildung zur/m Anästhesietechnischen Assistent/in (ATA) oder zur/m Operationstechnischen Assistenten/in (OTA) absolviert werden kann.

Organspende-Skandal[Bearbeiten]

Im Rahmen des Organspende-Skandals ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Spenderlebern im Klinikum rechts der Isar.[36][37] Am 21. Februar 2013 bestätigte die Klinik, dass das Beschäftigungsverhältnis mit dem Chefarzt der Chirurgischen Klinik aufgelöst wurde.[38] Am 15. Mai 2013 verkündete die bayrische Staatsregierung, dass das Klinikum die Zulassung für Lebertransplantationen voraussichtlich Anfang Juni verlieren werde.[39]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klinikum rechts der Isar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. MRI: Medizin rechts der Isar
  2. http://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news_article.2008-10-07.5447605886?searchterm=armtransplantation
  3. Armtransplantation - zwei Jahre später
  4. http://www.rhccc.med.tum.de/
  5. http://www.mri.tum.de/inhalt/klinikprofil
  6. Website der Klinik für Anästhesiologie
  7. http://www.augenklinik.med.tum.de/inhalt/augenklinik
  8. http://www.augenklinik.med.tum.de/inhalt/forschungsprojekte
  9. http://www.mri.tum.de/chirurgie
  10. http://www.chir.med.tum.de/
  11. http://www.mri.tum.de/chirurgie
  12. http://www.chir.med.tum.de/personal/teams
  13. http://www.chir.med.tum.de/wissenschaft
  14. http://www.mri.tum.de/dermatologie
  15. http://www.mri.tum.de/bereiche_ernaehrungsmedizin
  16. http://www.mri.tum.de/klin_ernaehrungsmedizin
  17. http://www.mri.tum.de/ernaehrungsmedizin
  18. http://www.mri.tum.de/frauenklinik
  19. Website der Neurochirurgischen Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar
  20. http://www.neurokopfzentrum.med.tum.de/neurochirurgie/22.html
  21. http://www.neurokopfzentrum.med.tum.de/neurochirurgie/23.html
  22. http://www.mri.tum.de/toxikologie
  23. http://www.toxinfo.med.tum.de/inhalt/giftnotrufmuenchen
  24. http://www.toxinfo.med.tum.de/inhalt/forschungsprojekte
  25. http://www.derma-allergie.med.tu-muenchen.de/
  26. http://www.mri.tum.de/kokonat
  27. http://www.kind.med.tu-muenchen.de/cms/front_content.php
  28. http://www.mri.tum.de/inhalt/lageplaene
  29. http://www.med.tu-muenchen.de/die-fakult%C3%A4t-f%C3%BCr-medizin
  30. http://www.sfb824.de/de/
  31. http://www.sfb684.med.uni-muenchen.de/index.html
  32. http://www.sfb870.mcn.uni-muenchen.de/index.html
  33. http://www.allergie-lunge.de/
  34. http://www.sfb-tr36.com/
  35. http://www.mri.tum.de/pressemeldungen/neues-forschungszentrum-soll-krebsforschung-bef%C3%B6rdern
  36. Organspende-Skandal: Jetzt weitere Verdachtsfälle in München Stiftung Warentest abgerufen am 24. Februar 2013
  37. Leberspezialist reicht Rücktritt ein Bayerischer Rundfunk abgerufen am 24. Februar 2013
  38. Organspende-Skandal: Klinikum trennt sich von Chefarzt Sueddeutsche.de abgerufen am 24. Februar 2013
  39. Organspende-Skandal: Bayern schließt Transplantationszentren Sueddeutsche.de abgerufen am 16. Mai 2013

48.13583333333311.599166666667Koordinaten: 48° 8′ 9″ N, 11° 35′ 57″ O