Klobouky u Brna

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Klobouky u Brna
Wappen von Klobouky u Brna
Klobouky u Brna (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Břeclav
Fläche: 3133 ha
Geographische Lage: 49° 0′ N, 16° 52′ O48.99501388888916.859513888889228Koordinaten: 48° 59′ 42″ N, 16° 51′ 34″ O
Höhe: 228 m n.m.
Einwohner: 2.414 (1. Jan. 2013) [1]
Postleitzahl: 691 72
Kfz-Kennzeichen: B
Verkehr
Straße: Brno - Hodonín
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Zdeněk Bobek (Stand: 2007)
Adresse: Náměstí Míru 1
691 72 Klobouky u Brna
Gemeindenummer: 584550
Website: www.kloboukyubrna.cz

Klobouky u Brna (deutsch Klobouk) ist eine Stadt in Tschechien. Sie liegt 28 Kilometer südwestlich des Stadtzentrums von Brno und gehört zum Okres Břeclav.

Geographie[Bearbeiten]

Die südmährische Weinstadt befindet sich in den südwestlichen Ausläufern des Steinitzer Waldes (Ždánický les) am Übergang der Boleradická vrchovina zur Dambořická vrchovina. Klobouky liegt in der Quellmulde des Kloboucký potok. Südwestlich erhebt sich der Nedánov (368 m).

Nachbarorte sind Časkovec und Velké Hostěrádky im Norden, Bohumilice im Nordosten, Kašnice im Osten, Krumvíř und Brumovice im Südosten, Augustinov und Morkůvky im Süden, Boleradice im Südwesten, Diváky und Martinice im Westen sowie Šitbořice und Borkovany im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde belegen eine Besiedlung des Stadtgebietes seit der Altsteinzeit. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Klobauk im Jahre 1207. Der Besitzer des Ortes und der Feste war von 1209 bis 1222 Lev von Klobouk, Richter der Burgherrschaft Brünn und Kammerherr in Olmütz, der das Kloster Obrowitz (Zábrdovice) bei Brünn stiftete. Wenzel II. erhob Klobouky 1298 zum Städtchen und verlieh ihm Marktprivilegien. Während der Hussitenkriege ging die Feste unter. 1589 ließ der Obrowitzer Abt Ambrosius von Teltsch an Stelle der wüsten Feste das Renaissanceschloss errichten.

Klobouky gehörte bis zur Säkularisation des Klosters Obrowitz im Jahre 1784 zu den klösterlichen Gütern. Diese erwarb 1789 der Hofrat Dornfeld vom Religionsfond. Ab 1820 wurde Klobouky zum Sitz der Brüder Augustin und Ignatz, Ritter von Neuwall. Im Jahre 1850 lebten in dem Ort 2170 Menschen.

1881 erwarb Josef Duffek von Schwarzkirchen das Schloss. Im Jahre 1903 wurde das Volkskundliche Museum gegründet. 1908 wurde die Bahnstrecke Čejč–Ždánice fertiggestellt. Damit erhielt Klobouky einen Bahnhof, der jedoch im nahen Kašnice lag. Nach dem Tode Duffeks kaufte 1922 Marie Freifrau von Mitis das Schloss. 1932 erwarb die Gemeinde das inzwischen baufällige Objekt. Nach einer Sanierung wurde 1935 darin das Museum untergebracht.

1998 erfolgte die Einstellung des Personenverkehrs auf der Eisenbahnstrecke.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Klobouky u Brna besteht aus den Ortsteilen Bohumilice (Bohumielitz) und Klobouky (Klobouk) sowie der Ansiedlung Martinice.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • hölzerne Windmühle aus dem Jahre 1748. Bis 1896 standen südlich der Stadt noch vier Windmühlen, seit 1906 bildete die letzte Mühle das Wahrzeichen der Stadt. Diese brannte 1945 nieder. Im Jahre 1982 wurde die Windmühle von Pacetluky erworben und nach dreijähriger Renovierung 1985 am Standort der letzten alten Windmühle eingeweiht.
  • Katholische Kirche St. Laurentius, erbaut 1655
  • Evangelische Kirche, erbaut 1882-1883
  • Kapelle St. Barbara am Markt, erbaut 1669
  • Schloss Klobouky, erbaut 1589 und später mehrfach umgestaltet

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Tomáš Garrigue Masaryk, dessen Eltern ab 1870 auf dem Schloss Klobouk arbeiteten, kam als Student in die Stadt und schloss eine Freundschaft mit dem evangelischen Pfarrer und späteren mährischen Superintendenten Ferdinand Císař. Später weilte er mit seiner Frau Charlotte zu Privatbesuchen bei Císař.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klobouky u Brna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)