Kloster Ebstorf
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Das Kloster Ebstorf wurde um 1160 als Kloster St. Mauritius als Prämonstratenser Chorherrenstift gegründet. Es ist eines von mehreren Klöstern, die von der Klosterkammer Hannover verwaltet werden.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Kloster wurde von Volrad von Bodwede, Graf von Dannenberg und einem Neffe von Heinrich dem Löwen, gestiftet. Im Jahre 1197 wurde es das erste Mal urkundlich erwähnt. Es gehört zu den sechs Lüneklöstern, die nach der Reformation evangelische Konvente wurden.
Nach einem Brand im 12. Jahrhundert kamen Benediktinerinnen aus dem Kloster Walsrode nach Ebstorf, und Ebstorf entwickelte sich zu einem Marienwallfahrtsort. Die Klostergebäude aus dem 14. Jahrhundert, im Stil der norddeutschen Backsteingotik, sind bis heute noch vollständig erhalten, ebenso wie die Hallenkirche mit der Nonnenempore. Die Probstei ist aus dem 15. Jahrhundert.
Im 15. Jahrhundert veränderte sich das Leben der Nonnen nach der Bursfelder Kloster-Reform, die ein sittenstrengeres Leben forderte.
Im Jahre 1529 wandelte der Celler Welfenherzog Ernst der Bekenner das Kloster in ein evangelisches Frauenkloster um, aber erst 1565 hatte sich die Reformation im Kloster vollständig durchgesetzt. Bis heute leben hier evangelische Frauen unter der Leitung einer evangelischen Äbtissin.
Berühmt wurde das Kloster durch seine Ebstorfer Weltkarte aus dem 13. Jahrhundert. Das Original ist 1943 in Hannover durch einen Bombenanschlag verbrannt. Im Kloster kann man eine originalgetreue Kopie besichtigen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die mittelalterlichen Glasfenster im Nonnenchor, die Madonnenstatuen im Kreuzgang aus dem 13. bis 15. Jahrhundert, eine Figur des Heiligen Mauritius, das Taufbecken von 1310, und eine Renaissancekanzel von 1615. Außerdem verschiedene mittelalterliche Truhen und Schränke.
[Bearbeiten] Weblinks
- Beschreibung des Klosters inclusive Video-Dokumentation
- www.ebstorf.de
- www.bad-bevensen-tourismus.de
- cms.heidekirchen.de
[Bearbeiten] Literatur
- Ein Rundgang durch Kloster Ebstorf. Einführender Text von Michael Wolfson, Aufnahmen von Jutta Brüdern. Mit Literaturhinweisen. Königstein i. Ts. 2002 (= Die Blauen Bücher). ISBN 3-7845-2403-6
- Sibylle Appuhn-Radtke, Kloster Ebstorf, DKV-Kunstführer Nr. 176, 12. Auflage, München/Berlin: Deutscher Kunstverlag [2002]
- "Die mittelalterliche Baugeschichte des Langen Schlafhauses im Kloster Ebstorf." Volker Hemmerich. Schwerin: T. Helms, 2002
Koordinaten: 53° 1′ 50,2″ N, 10° 24′ 44″ O

