Kloster Fockenfeld

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Kloster Fockenfeld

Kloster Fockenfeld ist ein Kloster der Oblaten des hl. Franz von Sales in Fockenfeld bei Konnersreuth (Landkreis Tirschenreuth) in der Diözese Regensburg. Im Kloster befindet sich die Spätberufenenschule St. Josef (Humanistisches Gymnasium) mit angeschlossenem Spätberufenenseminar.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1362 bis 1556 gehörte Gut Fockenfeld zum ausgedehnten Grundbesitz des Zisterzienser- Kloster Waldsassen, bis es von Kurfürst Ottheinrich von Wittelsbach, welcher sich dem evangelischen Glauben angeschlossen hatte, säkularisiert wurde. Teilverkäufe reduzierten den Umfang des dazugehörigen Grundbesitzes. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Gebäude 1645 von schwedisch-evangelischen Truppen geplündert und in Brand gesetzt. Um 1680, zur Zeit der Gegenreformation, kam der desolate Gebäudekomplex und die brach liegenden Felder wieder in das Eigentum des Klosters Waldsassen. Abt Alexander Vogl ließ Fockenfeld seit 1750 als Sommersitz zu einem Schloss ausbauen. 1768 unter Abt Wigand Deltsch wurde der Festsaal mit dem von Elias Dollhopf gestalteten Letzten Abendmahl vollendet. Nach der Säkularisation in Bayern wurden Schloss und Gut Fockenfeld 1803 versteigert und kam in wechselnden Privatbesitz. Auf Initiative und mit finanziellem Beitrag der Therese Neumann wurden vor ihrem Tod Schloss und Gut Fockenfeld von den Fabrikanten Karl und Louis Bahner aus Oberlungwitz in Sachsen gekauft. Der römisch-katholische Orden der Sales-Oblaten ließ das Schloss renovieren, Nebengebäude anbauen, richtete 1955 ein privates humanistisches Gymnasium für Jungen und eine Spätberufenenschule für den Priesterberuf ein und gründete das Kloster Fockenfeld.

Im April 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum der Spätberufenenschule feierlich begangen. Aus diesem Anlass kam am Sonntag, dem 2. April 2006 der Regensburger Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller, um mit den Schülern, Mitarbeitern und Freunden des Hauses einen Pontifikalgottesdienst zu feiern. Am Montag, dem 3. April 2006 kamen viele ehemalige Schüler nach Fockenfeld, um zusammen mit Regionaldekan Msgr. Johann Schober einen Gottesdienst zu feiern.

Aus der Spätberufenenschule sind bis zum 60. Jubiläumstag etwa 350 Priesterberufungen hervorgegangen. [1] Zu den bekanntesten Absolventen der Schule zählen der emeritierte Augsburger Diözesanbischof und ehemalige deutsche Militärbischof, Walter Mixa (Abitur 1964) sowie der Regensburger Weihbischof Reinhard Pappenberger (Abitur 1979).

Derzeit besuchen rund 50 Schüler die Spätberufenenschule Fockenfeld, die seit der Umstellung auf das achtjährige Gymnasium in vier Klassen von rund zehn Lehrern unterrichtet werden. Geleitet wird die Schule seit 2002 von P. Friedhelm Czinczoll OSFS. Ständiger Stellvertreter des Schulleiters ist OStR i.K. Josef Siller.

Kernfächer im Schulbetrieb sind katholische Religionslehre und die Sprachen Latein und Altgriechisch. Doch die schulische Ausbildung schließt auch neue Sprachen sowie Naturwissenschaften ein. Arbeitsgemeinschaften wie Chor, Schola, Theater, Linguistik oder Hebräisch ergänzen das Angebot.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. lt. Grußwort von Bischof Gerhard Ludwig Müller in der Jubiläumsbroschüre Fockenfeld

49.998912.237Koordinaten: 49° 59′ 56″ N, 12° 14′ 13″ O