Kloster Kalenić

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Klosterkirche
Meister Radoslav, der Maler der Fresken von Kalenić, ist Autor des Radoslav-Evangeliums

Das Kloster Kalenić ist ein serbisch-orthodoxes Kloster in Serbien, südlich von Kragujevac nahe Jagodina auf dem Gebiet der Gemeinde Rekovac. Die Klosterkirche ist ein Hauptwerk der Morava-Schule der Serbisch-byzantinischen- wie spätbyzantinischen Kunst. Zur Zeit des Despoten Stefan Lazarević (1404–1427) vom Kämmerer Bogdan errichtet ist der Bau eine fürstliche Stiftung einer Dreikonchenanlage mit hoher schmaler Kuppel auf hohem Tambour und einer niedrigen Blendkuppel über dem Narthex.

Die Verwendung von wechselnden Reihen von Ziegeln und Haustein, sowie breite Mörtelfugen und der reiche bauplastische Dekor mit in Flachrelieftechnik verzierte Fenster und Rosetten ergeben eine harmonische Verbindungen westlicher und östlicher Architekturtradition, die in der spätbyzantinischen Kunstepoche in Serbien wirksam ist. Die Ausgewogenheit der architektonischen Lösung und die Qualität des Fassadenschmucks, die zusammen ein harmonisches Ganzes bilden, reihen Kalenić in die herausragenden spätmittelalterlichen Kirchenbauten in Europa ein.

Fresken[Bearbeiten]

Auch die Fresken im Inneren gehören zu den herausragendsten der serbischen Kunst. Sie nähern sich durch ihre Eleganz, realistische Darstellung und Monumentalität dem internationalen Stil der Gotik. Die Hochzeit zu Kanaa ist hier die bekannteste Darstellungen.

Die vier Miniaturen des Radoslav-Evangeliums ähneln einem dem Hauptwerk der Freskenmalerei der Morava-Schule im Kloster Kalenić in solchem Maße, dass ein Mitwirken von Radoslav dem Maler der Miniaturen und seiner Gehilfen bei der Ausmalung der Kirche angenommen wird.

Literatur[Bearbeiten]

  • Vojislav J. Djuric: Slikar Radoslav i freske Kalenića / Le peintre Radoslav et les fresques de Kalenic. Zograf 2, 1967, ISSN 0350-1361, S. 21–29.

43.7721820.990747Koordinaten: 43° 46′ 20″ N, 20° 59′ 27″ O