Kloster Lehnin (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kloster Lehnin
Kloster Lehnin (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kloster Lehnin hervorgehoben
52.32138888888912.71972222222256Koordinaten: 52° 19′ N, 12° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 199,3 km²
Einwohner: 10.669 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14797
Vorwahlen: 03382, 033835, 033207 (Göhlsdorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 306
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Friedensstraße 3
14797 Kloster Lehnin
Webpräsenz: www.klosterlehnin.de
Bürgermeister: Bernd Kreykenbohm
Lage der Gemeinde Kloster Lehnin im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild
Posthalterei Lehnin
Historischer Backofen in Emstal
Torfstichsee Emstaler Schlauch

Kloster Lehnin [ləˈniːn] ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Kloster Lehnin liegt im Westen des Landes Brandenburg, 20 Kilometer südöstlich der Stadt Brandenburg an der Havel und rund 30 Kilometer südwestlich von Potsdam sowie rund 60 Kilometer von Berlin entfernt. Sie liegt beidseitig der Bundesautobahn 2 zwischen den Ortsteilen Göhlsdorf (an der Bundesautobahn 10 (Berliner Ring)) und Reckahn.

Landschaften, Flüsse[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst den größten Teil der Zauche sowie Teile der Havelniederung und des Planetales. Im Gemeindegebiet entspringt der meist kanalisierte Havelnebenfluss Emster.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kloster Lehnin besteht laut Hauptsatzung aus 14 Ortsteilen (mit jeweils einem Ortsvorsteher), zwei Gemeindeteilen[2] und weiteren Wohnplätzen[3].

  1. Damsdorf mit dem Wohnplatz Bochower Plan. Kirche von 1777, Weidenpalast über 450 m² am Rande des idyllischen Fenn-Sees.
  2. Emstal (bis 1937: Schwina). Frei stehende, funktionstüchtige historische Backöfen (um 1870), Backofenmuseum, mehrfach im Jahr Backofenfest. Torfstichsee Emstaler Schlauch im Naturschutzgebiet.
  3. Göhlsdorf mit dem Wohnplatz Ausbau. Barocke Grabsteine von 1789
  4. Grebs. Ausstellung Leben unserer Großeltern in einem historischen Dreiseitenhof (Museumshof). Landwirtschaftliche Kultur und Lebensweise zwischen 1870 und 1950.
  5. Krahne mit dem bewohnten Gemeindeteil Rotscherlinde. Rechteckige Backsteinkirche mit Westturm von 1767. Rochow-Grab von 1914. Naturdenkmal Blauer Stein. NSG Krahner Busch mit Elsbrüchen und Feuchtwiesen. Storchenwanderweg.
  6. Lehnin mit den Wohnplätzen Forsthaus Rädel, Großheide, Heidehaus, Kaltenhausen und Mittelheide, ist der Hauptort, und mit 3.106 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014) größter Ortsteil der Gemeinde Kloster Lehnin. Neben dem berühmten Kloster, mit romanisch-gotischer Backsteinkirche und vielen weiteren Bauten, sind erwähnenswert: der Skulpturenpark am Klostersee, die "Alte Posthalterei" (heute Altenhof des Luise-Henrietten-Stifts), das Willibald-Alexis-Denkmal von 1914, Klostersee, Mühlenteich und Wanderwege zu weiteren Seen.
  7. Michelsdorf. Spätromanische Feldsteinkirche, im 18. Jahrhundert verändert.
  8. Nahmitz mit den Wohnplätzen Akazienhof, Doberow und Heidehof. Kirche aus dem 18. Jahrhundert, ein rechteckiger Putzbau mit hölzernem Dachstuhl.
  9. Netzen mit dem Wohnplatz Am See. Spätgotische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Pfarrhof (Backstein) von 1893. Beobachtungsturm im Naturschutzgebiet Rietzer See. Naturlehrpfad (2 km).
  10. Prützke. Kirche von 1747, rechteckiger Putzbau. Der Ort mit heute 590 Einwohnern wurde 1346 erstmals urkundlich erwähnt, als prutzken. Die Bedeutung des Namens ist nicht eindeutig. Sie könnte sich vom slawischen Wort Prusek für Preuße oder vom urslawischen prus für Pferd ableiten.[4]
  11. Rädel mit dem Wohnplatz Gohlitzhof. Barockkirche aus dem 18. Jahrhundert. Alte Ziegelei (um 1870).
  12. Reckahn mit dem Wohnplatz Meßdunk. Schloss (Gutshaus) mit Rochow-Museum von 1605, Barockkirche von 1741. Steinpyramide von 1790 zum Heerlager Friedrich des Großen. Rochow-Grab. Denkmal für den Schulmeister Heinrich Julius Bruns. Schulmuseum mit komplettem Klassenraum aus der Zeit um 1900. Reckahner Schloss mit Park. Fischteiche.
  13. Rietz mit dem Wohnplatz Rietzer Berg. Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Europäisches Vogelschutzgebiet Rietzer See, über 250 Vogelarten, 1134 ha. Beobachtungsturm von der Prützker Straße aus zugänglich.
  14. Trechwitz mit dem bewohnten Gemeindeteil Trechwitz Siedlung. Kirche von 1750 mit Glocke von 1288 und prächtiger Innenausstattung: u. a. Empore auf toskanischen Säulen und im Kirchenschiff schwebender Taufengel mit Taufschale.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf Lehnin als Kern der heutigen Gemeinde sieht als sein Gründungsdatum das Jahr 1180 an, als der Askanier Otto. I, der zweite Markgraf der Mark Brandenburg, das den Namen gebende Zisterzienser-Kloster Lehnin gründete. Deshalb wurde 2005 das 825-jährige Jubiläum gefeiert. Allerdings bestand 1180 und lange Zeit danach nur das Kloster. Die eigentliche Gründung des Dorfes oder Fleckens Lehnin vollzog sich 1415 aus einem Markt, den die Mönche vor den Klostermauern einrichteten. Eine größere Ausdehnung erfuhr der Ort 1667 durch die Ansiedlung von 13 Handwerkern mit ihren Familien. Der Grund dafür war vermutlich der häufige Aufenthalt des Kurfürsten. 1750 sind 104, 1800 152 Feuerstellen belegt. Allerdings verlor der Flecken Lehnin 1733 das Marktrecht an Werder (Havel) und konnte es erst 1855 wiedererlangen.

1943 bezog der sogenannte Generalbevollmächtigte Chemie (Gebechem) mehrere Gebäude des heutigen Luise-Henrietten-Stifts und ließ auf dem Gelände für seine Behörde sieben weitere Baracken errichten. Die Behörde koordinierte die Interessen der Kriegswirtschaft mit denen der Wehrmacht und SS und verteilte von hier aus KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter auf die Chemieindustrie.[5] Das Stift ist eine diakonische Einrichtung der Evangelischen Kirche, die 1911 das Klostergelände bezog und in den alten Klostergemäuern sowie verschiedenen Neubauten eine weit verzweigte, heute vorbildliche helfende und heilende Einrichtung aufgebaut hat.

Am 23. April 1945 besetzten sowjetische Truppen der Roten Armee im Zusammenhang mit der Schlacht um Berlin auch Lehnin.

Bei Lehnin waren von 1982 bis 1990 die etwa 500 Fallschirmjäger der NVA stationiert. Ihr vorrangiges Ziel im Kriegs- oder Interventionsfall waren die Flughäfen von West-Berlin. Mitte Oktober 1989 wurde der Verband auf Anordnung Erich Honeckers, der als Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrats der DDR die formelle Befugnis dazu hatte, zum Einsatz gegen die Demonstranten nach Leipzig verlegt, blieb jedoch in den Kasernen.[6] Heute unterhält die Bundeswehr dort einen Truppenübungsplatz.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Gutshaus und Feuerwehrhaus in Krahne

Die Gemeinde Kloster Lehnin entstand am 1. April 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Emstal, Göhlsdorf, Grebs, Krahne, Lehnin, Michelsdorf, Nahmitz, Netzen, Prützke, Rädel, Reckahn und Rietz des damaligen Amtes Lehnin und der Gemeinde Damsdorf des Amtes Emster-Havel.[7] Am 26. Oktober 2003 wurde mittels Landesgesetz die bis dahin selbstständige Gemeinde Trechwitz (damaliges Amt Emster-Havel) ebenfalls eingegliedert.[8]

Sitz der Gemeindeverwaltung ist im Ortsteil Lehnin, Friedensstraße 3.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die beiden folgenden Grafiken zeigen, wie sich die Bevölkerung von Kloster Lehnin in seinen heutigen Grenzen entwickelt hat und voraussichtlich entwickeln wird. In der historischen Entwicklung sieht man deutlich, dass die Einwohnerzahl Kloster Lehnins von der Reichsgründung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts nur wenig gestiegen ist. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es durch den Zustrom von Flüchtlingen aus den Ostgebieten einen erheblichen Bevölkerungsschub. Wegen der Randlage der Gemeinde und da sich der Wohnungsbau der DDR auf die Hauptstadt, die Bezirksstädte und einige Industriezentren konzentrierte, ging die Bevölkerung der Stadt danach kontinuierlich zurück. Nach dem Ende der DDR stabilisierte sich die Bevölkerungszahl zunächst, fällt aber seit Beginn des 21. Jahrhunderts wieder.

Während die Statistiker des Landesamtes von einem deutlichen Bevölkerungsrückgang bis 2030 ausgehen, prognostiziert Bertelsmann-Stiftung nur eine geringe Bevölkerungsabnahme.

Kloster Lehnin:
Bevölkerungsentwicklung in den Grenzen von 2013
Jahr Einwohner
1875 8 142
1890 9 562
1910 10 153
1925 9 924
1933 10 996
1939 11 651
1946 14 181
1950 13 891
1964 11 800
1971 11 504
Jahr Einwohner
1981 10 921
1985 11 173
1989 11 055
1990 10 864
1991 10 678
1992 10 728
1993 10 751
1994 10 913
1995 10 996
1996 11 191
Jahr Einwohner
1997 11 287
1998 11 442
1999 11 544
2000 11 586
2001 11 703
2002 11 745
2003 11 863
2004 11 815
2005 11 700
2006 11 566
Jahr Einwohner
2007 11 398
2008 11 195
2009 11 129
2010 11 089
2011 10 732
2012 10 724
2013 10 669

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[9].

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeindevertretung besteht aus 28 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Nach der Kommunalwahl am 28. September 2008 ergab sich folgende Sitzverteilung:

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 8 Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 6 Sitze
Bauernverband PM (BV) 5 Sitze
Die Linke 4 Sitze
Bürgernähe 3 Sitze
Freizeit- und Jugendverein (FJV) Trechwitz e. V. 1 Sitz
Wählergemeinschaft Nahmitz 1 Sitz
Eiche und Hirsch

Bürgermeister[Bearbeiten]

Zum hauptamtlichen Bürgermeister wurde der bisherige Amtsdirektor Bernd Kreykenbohm für die restliche Dauer seiner Amtszeit durch die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 23. April 2002 gewählt. Die Amtszeit endete am 2. Juli 2008. Am 16. März 2008 wurde Bernd Kreykenbohm als Bürgermeister wiedergewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 21. Februar 2003 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau eine bewurzelte elfblättrige goldene Eiche überdeckt von einem springenden silbernen Hirsch.“[10]

Das heutige Wappen der Gemeinde – goldene Eiche auf blauem Grund, davor springender Hirsch in Silber – ist die Stilisierung einer Zeichnung in der Klosterkirche, die auf die Gründungslegende des Klosters zurückgeht, einen Traum von Otto I., in dem Hirsch und Eiche eine Rolle spielen. Näheres dazu hier.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge besteht – bei Aufhängung an einem Querholz – aus drei Längsstreifen im Verhältnis 1:2:1 in den Farben Blau - Weiß - Blau mit dem Gemeindewappen im Mittelstreifen.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 2003 besteht eine Partnerschaft zwischen Kloster Lehnin und der belgischen Stadt Tervuren in Flandern.

Kreuzgang des Klosters Lehnin

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Kloster Lehnin und in der Liste der Bodendenkmale in Kloster Lehnin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Kirche in Damsdorf
  • Hauptsehenswürdigkeit ist die Klosterkirche St. Marien und das Kloster in Lehnin, siehe Kloster Lehnin
  • Willibald Alexis (1798-1871), dem großen Romancier der Mark Brandenburg vor Theodor Fontane, setzte der Ortsteil Lehnin 1914 ein Denkmal vor dem Friedhof an der Puschkinstraße. Die Bronzeplakette mit dem Reliefmedaillon des Schriftstellers schuf der brandenburgische Bildhauer Paul Matzdorf. Der große Gedenkstein mit Tafel ist Ausgangspunkt für den Willibald-Alexis-Weg. Er wurde errichtet, weil Lehnin örtlicher Hintergrund für Die Hosen des Herrn von Bredow ist, einem der bekanntesten Romane von Alexis.
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs im Ortsteil Netzen vor der Kirche
  • Sowjetisches Ehrenmal von 1971 im Ortsteil Kaltenhausen Nr.75/77, daneben ein Gedenkstein der VVN, der zur Verteidigung des Friedens aufruft

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Die wald- und wasserreiche Gemeinde ist Mittelpunkt des Landschaftsgebietes Zauche und bietet auf vielen gut ausgeschilderten Wander- und Radwegen eine Vielzahl an teilweise ruhigen, nicht überlaufenen Naturschönheiten. Das Baden ist in vielen Naturseen der Gemeinde erlaubt. Besonderes sauberes Wasser nebst FKK-Strand bietet der Colpinsee in der Klosterheide. Klares Wasser hat auch der Klostersee, an dessen Ostufer ein Strandbad am Hang angelegt ist. Weitere Badestellen sind: Gohlitzsee, Schampsee, Netzener See, Görnsee, Emstaler Schlauch, Autobahnsee Reckahn.

Kürbisarrangement im Skulpturenpark, 2004

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Jährlich am letzten September-Wochenende wird im Ortsteil Lehnin über zwei Tage ein internationales Kürbisfest mit bunten und teils kuriosen Kürbisdekorationen gefeiert. Dazu gibt es: Umzug, Markt, Stände, Lesung, Konzert, Wettbewerbe, Ausstellung – die Ausstellung 2003 zeigte 120 Kürbissorten. Gastdelegationen aus Kürbismetropolen wie Walhain-Saint-Paul in Belgien oder Preding in der Weststeiermark in Österreich waren 2003 zu Besuch.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Neben der Landwirtschaft spielte die Schifffahrt auf Emster, Emsterkanal und Havel wirtschaftlich eine Rolle. Durch den Aufschluss von Lehm- und Tonvorkommen konnten im 19. Jahrhundert Ziegeleien errichtet werden, die Tagelöhner beschäftigten. Verschifft wurde der Backstein, wie auch in Glindow und Deetz, über die Havelgewässer nach Berlin, Potsdam, Brandenburg (Havel) bis nach Hamburg. Ab 1878 wurde durch die örtliche Wirtschaft, vorerst ergebnislos, angestrebt, die geplante Eisenbahnstrecke von Brandenburg nach Jüterbog über Lehnin zu führen. 1899 erfolgte dann der Kleinbahnanschluss der Lehniner Kleinbahn AG über Nahmitz und Damsdorf nach Groß Kreutz.

In den 1960er Jahren wurden die Ziegeleien geschlossen und 1967 der Betrieb der Kleinbahn eingestellt. Im Rahmen des Jugendobjektes „Havelobst“ der FDJ wurde ab 1982 der Obstbau im Lehniner Gebiet ausgedehnt. Seit der deutschen Wiedervereinigung wird der Tourismus zunehmend bestimmender Wirtschaftsfaktor; Anziehungspunkt ist neben dem Kloster die landschaftlich reizvolle Umgebung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Rochows Herrenhaus in Reckahn (sogenanntes Schloss Reckahn)

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten]

  • Arnold von Monnickendam, Abt von Lehnin von 1456 bis 1467
  • Friedrich Eberhard von Rochow (1734–1805), aufgeklärter Gutsherr in Reckahn, Bildungs- und Agrarreformer, Autor des Volksschullesebuches Der Kinderfreund
  • Robert von Loebell (1815-1905), Vater von Friedrich Wilhelm von Loebell, von 1846 bis 1870 Rittergutsbesitzer von Lehnin, sorgte für die Beendigung der Verwüstung des Klosters und setzte in Verbindung mit dem preußischen Königshaus seine Rekonstruktion in Gang.
  • Andreas Kuhnert (*1951 in Chemnitz), Pfarrer in Netzen, Landtagsabgeordneter (SPD)
  • Oskar Schwartz (1886-1943) war ein deutscher Offizier, Generalmajor im Zweiten Weltkrieg.
  • Manfred Ewald (1926-2002) war Sportfunktionär der DDR.

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung für die amtsfreie Gemeinde Kloster Lehnin vom 29. Oktober 2008 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung - Gemeinde Kloster Lehnin
  4. Märkische Oderzeitung/Frankfurter Stadtbote, 5. August 2005, S. 9
  5. Evangelisches Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin Geschichte des Klosters Lehnin.
  6. Honeckers Elitetruppe - Die Fallschirmjäger. mdr, 28. April 2009
  7. Bildung einer neuen amtsfreien Gemeinde Kloster Lehnin. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 15. März 2002. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, 2002, Nummer 13, Potsdam, 27. März 2002, S.403 PDF
  8. Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.73
  9. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  10. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster Lehnin (Gemeinde) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien