Kloster Moreruela

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Kloster Moreruela
Ansicht von Süden
Ansicht von Süden
Lage SpanienSpanien Spanien
Provinz Zamora
Koordinaten: 41° 49′ N, 5° 47′ W41.812222222222-5.7769444444444Koordinaten: 41° 48′ 44″ N, 5° 46′ 37″ W
Ordnungsnummer
nach Janauschek
54
zisterziensisch seit 1131/33 oder 1143
Mutterkloster Kloster Clairvaux
Primarabtei Kloster Clairvaux

Tochterklöster

Kloster Nogales (1164)
Kloster Aguiar

Das Kloster Moreruela (Santa María de Moreruela) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Provinz Zamora in Kastilien-León in Spanien. Es liegt etwas westlich von Granja de Moreruela, rund 35 km nördlich der Stadt Zamora nicht weit vom linken Ufer des Esla, eines Zuflusses des Duero.

Geschichte[Bearbeiten]

Konvent von Norden

An der Stelle des heutigen Klosters stand schon in vorzisterziensischer Zeit ein Kloster, das der asturische König Alfons III. oder der Heilige Froilan für Benediktiner gegründet haben soll. Die Zisterzienser übernahmen das Kloster entweder 1131/1133 oder 1143, wobei das frühere Datum (mit dem das Kloster das erste Zisterzienserkloster in Spanien wäre) angezweifelt wird. Das Kloster ist ein Tochterkloster der Primarabtei Clairvaux. Es gründete seinerseits Kloster Aguiar in Portugal und Kloster Nogales. Es wurde 1931 zum Nationaldenkmal erklärt.

Bauten und Anlage[Bearbeiten]

Chorhaupt von Osten
Inneres
Kapitelsaal

Vom Kloster sind große Teile ruinös erhalten, insbesondere die Ruine der romanischen, 63 m langen Klosterkirche in Form eines lateinischen Kreuzes, mit deren Bau gegen 1170 begonnen und die im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. Der vollständig erhaltene Chor weist einen kreuzrippengewölbten Umgang um das rechteckige Chorjoch mit sieben Kapellen vom Typ Clairvaux II (vgl. etwa Kloster Pontigny, Kloster Royaumont, Altenberger Dom, Kloster Heisterbach, Kloster Marienstatt) auf. Erhalten sind weiter die Mauern des 27 m breiten Querhauses, die Wände des nördlichen Seitenschiffs und Teile des dreischiffigen neunjochigen Langhauses. Von den nördlich (links) von der Kirche gelegenen Klausurgebäuden ist u.a. der Kapitelsaal erhalten (teilweise rekonstruiert).

Literatur[Bearbeiten]

  • Henrik Karge, Gotische Architektur in Kastilien und León, in: Spanische Kunstgeschichte – eine Einführung, hrsg. von Sylvaine Hensel und Henrik Karge, Bd. 1, Dietrich Reimer Verlag Berlin 1992, ISBN 3-496-01076-2, S. 113, 121, mit Grundriss der Kirche im Anhang;
  • Alonso M. de la Granja, El Monasterio de Moreruela: La primera fundación cisterciense en España, Cistercium 1998, vol. 50, Nr. 210, S. 313-333, ISSN 0210-3990;
  • M.-Anselme Dimier, L’Art cistercien hors de France, Zodiaque, La-Pierre-qui-Vire, 1971, ohne ISBN, S. 40 f;
  • Javier Sáinz Sáiz, El Románico en Zamora, León: Ediciones Lancia, 2003, S. 82 f., ISBN 84-8177-041-8.

Weblinks[Bearbeiten]