Kloster Rüeggisberg

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Nordquerhaus
Innenansicht der Ruine

Das Kloster Rüeggisberg ist ein ehemaliges Cluniazenserpriorat in der Gemeinde Rüeggisberg, Kanton Bern, Schweiz.

Nach einer Stiftung Lütolds von Rümligen (1015-1048) errichteten die Mönche Cono und Ulrich um 1072 die ersten Zellen. Vor 1075 stimmte Rudolf von Rheinfelden, Herzog von Schwaben, der Gründung des Klosters zu.[1] Bald nach 1100 begann man mit dem um 1175 abgeschlossenen Bau der romanischen Kirche, von der noch das nördliche Querhaus und Teile der Vierung erhalten sind.

Das Priorat gehörte im Mittelalter zu den bedeutendsten Klosterbauten der Schweiz und war eine wichtige Station auf dem Jakobsweg. Im Spätmittelalter verfiel es jedoch und wurde 1484 dem neu errichteten Chorherrenstift des Berner Münsters einverleibt. Endgültig geschlossen wurde die Klosterkirche 1541 nach der Einführung der Reformation. Das Kloster diente daraufhin als Steinbruch und teilweise als Scheune.

Von 1938 bis 1947 wurden bei einer archäologischen Grabung die alten Fundamente wieder freigelegt. Darüber informiert heute ein kleines Museum neben dem Pfarrhaus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Samuel Friedrich Studer: Das Kloster Rüeggisberg, in: Berner Taschenbuch auf das Jahr 1880, S. 83-161. online
  • Kathrin Utz Tremp: Die Cluniazenser in der Schweiz. Rüeggisberg BE, in: Helvetia Sacra, Bd. III/2 (1991), S. 643-687.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kloster Rüeggisberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Maria Wittmer-Butsch: Rudolf von Schwaben im Historischen Lexikon der Schweiz

46.8197222222227.4372222222222Koordinaten: 46° 49′ 11″ N, 7° 26′ 14″ O; CH1903: 599892 / 185397