Klosterlechfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Klosterlechfeld
Klosterlechfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Klosterlechfeld hervorgehoben
48.15888888888910.830555555556561Koordinaten: 48° 10′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Lechfeld
Höhe: 561 m ü. NHN
Fläche: 2,8 km²
Einwohner: 2755 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 984 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86836
Vorwahl: 08232
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 162
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Bayernstraße 1
86836 Klosterlechfeld
Webpräsenz: www.klosterlechfeld.de
Bürgermeister: Rudolf Schneider
Lage der Gemeinde Klosterlechfeld im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild

Klosterlechfeld ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld mit Sitz in Untermeitingen. Die Gemeinde liegt im Lechfeld südlich von Augsburg und nördlich von Landsberg am Lech.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige Ortschaft Klosterlechfeld entstand ab dem 17. Jahrhundert rund um die Wallfahrtskirche „Unserer Lieben Frauen Hilf auf dem Lechfeld“ und ein Franziskanerkloster. Die Wallfahrt geht auf eine 1602 von Regina von Imhof, einer im benachbarten Untermeitingen lebenden Gutsherrin, nach Plänen des Augsburger Stadtbaumeisters Elias Holl erbauten kleinen Kapelle zurück.

Das Franziskanerkloster, ab 1624 Hospiz, ab 1668 Konvent, gehörte zunächst zur Straßburger Ordensprovinz, ab dem 19. Jahrhundert zur Bayerischen Ordensprovinz und beherbergte bis zu 30 Franziskanerbrüder. Die Wallfahrtskirche wurde im 17. Jahrhundert schrittweise ausgebaut und vergrößert und im Wesentlichen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neu ausgestaltet. Sie zählt heute noch zu den schönsten Rokokokirchen der Region. Während der Säkularisation fiel der Klosterbesitz zunächst an den Deutschen Orden, 1806 dann an das Königreich Bayern. Das Franziskanerkloster blieb jedoch ununterbrochen bestehen, während der Säkularisationszeit als Aussterbekloster, ab 1830 dann wieder als vollwertiger Konvent. 1993 verließen die letzten Franziskaner das Kloster, das Klostergebäude wurde vom Freistaat an die Diözese Augsburg verkauft und beherbergt heute Räume der seit 1952 selbständigen Pfarrgemeinde „Maria Hilf“ Klosterlechfeld.

Rund um die Wallfahrtskirche und das Kloster siedelten sich im Laufe der Zeit vor allem Händler, Krämer und Gastwirte an, um die Bedürfnisse der Wallfahrer zu bedienen. Hieraus entstanden vier jährliche Märkte während des Sommers, die überregionale Bedeutung erlangten. Der kleine Weiler gehörte zur Grundherrschaft der in Untermeitingen begüterten Augsburger Patrizierfamilie von Imhof, später dann zur Ruralgemeinde Untermeitingen. Am 16. April 1928 wurde die Gemeinde Lechfeld als selbständige politische Gemeinde amtlich – zur Unterscheidung vom benachbarten Lagerlechfeld – in Klosterlechfeld umbenannt.[2] Seit der Gemeindegebietsreform 1972 ist die Gemeinde wieder mit der Nachbargemeinde Untermeitingen in einer Verwaltungsgemeinschaft verbunden.

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung im 14-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2008):

  • CSU: 7 Sitze
  • Unabhängige Klosterlechfelder Wählergemeinschaft: 3 Sitze
  • Freie Wähler Vereinigung: 2 Sitze
  • SPD: 2 Sitze

Seit 2014 ist Rudolf Schneider Bürgermeister von Klosterlechfeld. Sein Vorgänger war Peter Schweiger (CSU) (1998 - 2014).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Rot und Silber, darauf ein gespaltenes Antoniuskreuz in verwechselten Farben, beseitet von zwei sechsstrahligen Sternen in gleichen Farben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kalvarienberg Klosterlechfeld: Auf Anregegung von Pater Sebastian Höß wurde auf dem Platz gegenüber der Wallfahrtskirche (seit 1980 Franziskanerplatz) ein Kalvarienberg errichtet. Erbauer der Anlage (Einweihung 1719) war August v. Voit.
  • Naturdenkmal "Alte Schachtel" südlich der Tennis- und Fussballplätze. Bereits im Mai 1980 wurde diese seltene Heidefläche zum Naturdenkmal erklärt. Rund herum angelegte Fusswege erschließen die "Alte Schachtel" für Spaziergänger.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Klosterlechfeld

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 569.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klosterlechfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien