Klosterwasser

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Klosterwasser
obersorbisch Klóšterska woda
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Mündung des Klosterwassers (links) in die Schwarze Elster

Mündung des Klosterwassers (links) in die Schwarze Elster

Daten
Gewässerkennzahl DE: 53812
Lage Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Schwarze Elster → Elbe → Nordsee
Quelle Burkau
51° 10′ 18″ N, 14° 8′ 30″ O51.1717514.141630555556287
Quellhöhe 287 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Kotten51.35305555555614.243611111111128Koordinaten: 51° 21′ 11″ N, 14° 14′ 37″ O
51° 21′ 11″ N, 14° 14′ 37″ O51.35305555555614.243611111111128
Mündungshöhe 128 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 159 m
Länge 25 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 107 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss am Pegel Schönau[1]
AEo: 105 km²
Lage: 3,4 km oberhalb der Mündung
NNQ (12.08.1990)
MNQ 1976/2005
MQ 1976/2005
Mq 1976/2005
MHQ 1976/2005
HHQ (09.08.1978)
50 l/s
161 l/s
481 l/s
4,6 l/s km²
4,91 m³/s
13 m³/s
Rechte Nebenflüsse Satkula
Kleinstädte Wittichenau
Gemeinden Burkau, Panschwitz-Kuckau, Räckelwitz, Ralbitz-Rosenthal

Das Klosterwasser, obersorbisch Klóšterska woda, ist ein rechter Nebenfluss der Schwarzen Elster in Ostsachsen. Es durchquert den Kern des heutigen sorbischen Siedlungsgebietes im Landkreis Bautzen in der Oberlausitz. Der Fluss erhielt seinen Namen vom katholischen Kloster St. Marienstern und fließt hauptsächlich durch Gebiete, die früher in dessen Besitz waren.

Verlauf[Bearbeiten]

Das Flüsschen entspringt auf etwa 280 m ü. NN am westlichen Ortsende von Burkau bei Bischofswerda, fließt ostwärts und vereinigt sich in der Ortsmitte mit einem weiteren Quellarm, der am Nordwesthang des Butterberges entspringt. Es durchquert den Ort weiter von Westen nach Osten und wendet sich danach nordwärts. Vor Ostro, dem nächsten Ort am Bachlauf, bildet das tief eingeschnittene Tal des Klosterwassers die natürliche Basis für eine der besterhaltenen Befestigungsanlagen aus slawischer Siedelzeit, die „Ostroer Schanze“. Sie erhebt sich an der Ostseite des Flüsschens, während der Ort Ostro auf der Westseite liegt.

In Panschwitz-Kuckau umfließt das Klosterwasser südlich und westlich das namengebende Kloster St. Marienstern und passiert die „Kuckauer Schanze“, bei deren Anlage man ebenfalls den Fluss als natürliche Verteidigungslinie genutzt hat. Kurz hinter dem Ort wollte man eine Brücke für die 1912 begonnene Bahnstrecke RadiborKamenz (Sächsische Nordostbahn) errichten, deren Bau jedoch bereits in der Anfangsphase ins Stocken geriet und schließlich während des Ersten Weltkrieges gestoppt wurde.

Bei Räckelwitz verlässt das Flüsschen das sorbische „Oberland“ (Horjany) und tritt in das „Niederland“ (Delany) ein. Die hiesige Aue des Flüsschens wurde seit dem Mittelalter fast vollständig entwaldet. Zudem wurde das Klosterwasser zugunsten der Landwirtschaft nach 1945 begradigt und reguliert. Die sumpfigen Auen und Auwälder sind hier fast völlig verschwunden. Die einzige Ausnahme bildet das Naturschutzgebiet Lasker Auenwald. Hier findet sich auf etwa zwei Kilometern Länge der letzte naturbelassene Abschnitt der Aue.

Bis 1945 bildete das Flüsschen auf wenigen hundert Metern nördlich von Schönau die Landesgrenze zwischen den Königreichen Sachsen und Preußen.

Bei Kotten mündet das Klosterwasser auf etwa 130 m ü. NN in die Schwarze Elster.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der Verwaltungsverband Am Klosterwasser ist nach dem Flüsschen benannt. Er umfasst die fünf Kerngemeinden des heutigen sorbischen Siedlungsgebietes.

Bei einem Hochwasser am 3. August 1991 stand das Kloster St. Marienstern unter Wasser und die jahrhundertealte Klostergärtnerei wurde zerstört.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hydrologisches Handbuch. Teil 2 – Gebietskennzahlen. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 8, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF, 115 kB).
  • Alfons Frenzel, Matthias Bulang: Land am Klosterwasser: Blicke in eine Lausitzer Landschaft. Domowina Verlag, Bautzen/Budyšin 1993
  • Lausitzer Bergland um Pulsnitz und Bischofswerda (= Werte unserer Heimat. Band 40). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1983, S. 63-64.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hydrologisches Handbuch. Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 48, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF, 637 kB).