Knäuel-Hornkraut

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Knäuel-Hornkraut
Knäuel-Hornkraut  (Cerastium glomeratum)

Knäuel-Hornkraut (Cerastium glomeratum)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Alsinoideae
Gattung: Hornkräuter (Cerastium)
Art: Knäuel-Hornkraut
Wissenschaftlicher Name
Cerastium glomeratum
Thuill.

Das Knäuel-Hornkraut (Cerastium glomeratum), auch Knäuelblütiges Hornkraut genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration aus Flora Batava, Volume 17.

Das Knäuel-Hornkraut wächst als ein- bis zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 2 bis 25 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind von blass- oder fast gelbgrüner Farbe. Sie besitzt abstehende, bis 2 mm lange Trichome, oben auch mit Drüsenhaaren (Indument).

Die gegenständigen Laubblätter sind meist rundlich-eiförmig, seltener länglich, die unteren in den Blattstiel verschmälert.

Die Blütezeit reicht von März bis September. Der Blütenstand wirkt dicht zusammengedrängt und fast geknäuelt. Alle Deckblätter sind krautig und ohne Hautrand mit bärtig behaartem oberen Ende. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kronblätter sind weiß, im vorderen Drittel ausgerandet, kahl und etwa so lang wie diefünf Kelchblätter. Die Staubblätter sind kahl.

Die Fruchtstiele sind meist kürzer als der Kelch. Die länglich-walzenförmige Kapselfrucht springt mit zehn Zähnen auf.

Vorkommen[Bearbeiten]

Cerastium glomeratum kommt heutzutage weltweit vor. In den Alpen steigt es bis in Höhenlagen von 1600 m NN.

In der Schweiz ist es verbreitet, in Österreich zerstreut bis selten zu finden. In Deutschland ist das Knäuel-Hornkraut fast überall verbreitet und meist häufig zu finden. Lediglich in Norddeutschland kommt es zerstreut vor.

Das Knäuel-Hornkraut wächst in Ackerunkrautfluren, auch an Wegen und Schuttplätzen. Es bevorzugt mäßig frischen bis feuchten, nährstoffreichen, kalkarmen Lehm- und Tonböden. Häufig in gehackten Äckern zu finden.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3364-4.
  •  Wolfgang Adler, Karl Oswald, Raimund Fischer, Manfred A. Fischer (Hrsg.): Exkursionsflora von Österreich. Eugen Ulmer, Stuttgart/Wien 1994, ISBN 3-8001-3461-6.
  •  Christian Heitz: Schul- und Exkursionsflora für die Schweiz. Mit Berücksichtigung der Grenzgebiete. Bestimmungsbuch für die wildwachsenden Gefässpflanzen. Begründet von August Binz. 18. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Schwabe & Co., Basel 1986, ISBN 3-7965-0832-4.
  •  Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. Unter Mitarbeit von Theo Müller. 6., überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1990, ISBN 3-8001-3454-3.
  •  Konrad von Weihe (Hrsg.): Illustrierte Flora. Deutschland und angrenzende Gebiete. Gefäßkryptogamen und Blütenpflanzen. Begründet von August Garcke. 23. Auflage. Paul Parey, Berlin/Hamburg 1972, ISBN 3-489-68034-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Knäuel-Hornkraut (Cerastium glomeratum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien