Knöterich-Laichkraut

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Knöterich-Laichkraut
Knöterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolius)

Knöterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolius)

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae)
Gattung: Laichkräuter (Potamogeton)
Art: Knöterich-Laichkraut
Wissenschaftlicher Name
Potamogeton polygonifolius
Pourr.

Das Knöterich-Laichkraut (Potamogeton polygonifolius) ist ein ausdauernder Vertreter der Familie der Laichkrautgewächse (Potamogetonaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Knöterich-Laichkraut erreicht eine Höhe von 0,10 bis 0,60 m. Der Stängel ist nur wenig verzweigt.

Die Schwimmblätter sind bis 9 cm lang und bis 4 cm breit, eiförmig bis lanzettlich, am Grunde verschmälert oder schwach herzförmig, bisweilen mit leichter Falte. Der Blattstiel ist verbreitert, ohne biegsames Gelenk. Mittelnerv an der Unterseite der Spreite dick, schwammig. Die Tauchblätter sind zur Blütezeit noch vorhanden, lanzettlich, stumpf, dünn und in einen langen Stiel verschmälert. Mittelstreifennetz ist deutlich zu erkennen. Die rötlichenStolonen sind bis etwa 10 cm lang, kurz gegliedert und im Boden kriechend und sind mit 2 mm etwa so dick wie der Stängel.

Das Knöterich-Laickraut blüht in den Monaten Mai bis Oktober. Die Blütenähre besitzt einen lockeren und schmalen Aufbau, der Ährenstiel ist dünn. Die Früchtchen sind 1,5–2,5 mm lange Nüsse, welche auf dem Rücken stumpf gekielt sind.

Allgemeine Verbreitung[Bearbeiten]

Europa, in Nordafrika selten in den nördlichen Küstenregionen. In Europa reicht das geschlossene Verbreitungsgebiet nordwärts bis ca. 60° nördlicher Breite, isolierte Vorkommen finden sich in Norwegen bis 68° nördlicher Breite, ostwärts reichen die Vorkommen bis ca. 20° östlicher Länge, wobei die Pflanze im östlichen Mitteleuropa sehr selten ist.

Standorte[Bearbeiten]

Das Knöterich-Laichkraut bevorzugt kalkarme, mäßig saure Torfböden und kommt daher ausschließlich in Moorentwässerungsgräben, Torfstichen, Moortümpeln und tieferen Schlenken vor, in denen dem Untergrund etwas Sand beigemischt sein sollte. Es erträgt zeitweilige Trockenzeiten und bildet dann Landformen aus.

Das Knöterich-Laichkraut bildet die eigene Pflanzengesellschaft Hyperico-Potametum oblongi oder wächst in Strandlings-Gesellschaften, aber auch in ärmeren Seerosen-Beständen und in Beständen des Kleinen Wasserschlauchs.

Im nordwestlichen Mitteleuropa ist es selten, sonst tritt es nur vereinzelt auf. In Deutschland ist es vor allem im nordwestlichen Flachland sowie entlang der Ostseeküste verbreitet. Ansonsten findet man nur im Rheingebiet (südlich bis zur Pfalz) und im unteren Maingebieteinige zerstreute Vorkommen.

Die Art ist stark gefährdet und vielerorts im Rückgang begriffen.

Literatur[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Potamogeton polygonifolius – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien