Knechtsand (Schiff)

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Knechtsand
Knechtsand (Schiff 1984) by-RaBoe.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp Ölbekämpfungsschiff
Rufzeichen DBCE
Heimathafen Cuxhaven
Eigner Freie Hansestadt Bremen, Senator für Umweltschutz und Stadtentwicklung
Bauwerft MWB Motorenwerke Bremerhaven
Baunummer 929
Kiellegung 16. Juni 1993
Stapellauf 16. Mai 1994
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
38,56 m (Lüa)
36,88 m (Lpp)
Breite 13,00 m
Tiefgang max. 2,42 m
Vermessung 462 BRZ / 138 NRZ
Maschine
Maschine Deutz MWM Motoren-Werke Mannheim (Typ: TBD 234 V 12)
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
860 kW (1.169 PS)
Geschwindigkeit max. 8 kn (15 km/h)
Propeller 2
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 475 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9086916

Die Knechtsand ist ein Öl- und Schadstoffbekämpfungsschiff. Eigner des Schiffes ist die Freie Hansestadt Bremen, vertreten durch den Senator für Umweltschutz und Stadtentwicklung. Bereedert wird das Schiff von der Bugsier-, Reederei- und Bergungs-GmbH & Co. KG (Niederlassung Bremerhaven).

Das Schiff wurde bei den MWB Motorenwerken in Bremerhaven gebaut. Die Kiellegung fand am 16. Juni 1993, der Stapellauf am 16. Mai 1994 statt. Die Fertigstellung erfolgte im September 1994.

Die „Knechtsand“ ist in als Katamaran gebaut. Angetrieben wird das Schiff von zwei Zwölfzylinder-Viertaktdieselmotoren des Herstellers Deutz MWM Motoren-Werke Mannheim mit einer Leistung von je 430 kW. Die beiden Motoren wirken auf je einen Propeller. Für die Stromversorgung befinden sich zwei Generatoren mit einer Scheinleistung von je 125 kVA an Bord.

Zur Öl- und Schadstoffbekämpfung verfügt das Schiff über einen Skimmer, der zwischen den beiden Rumpfteilen angebracht ist. Die Breite beträgt 10 m. Über den Skimmer können bis zu 800 m³ Öle oder Chemikalien pro Stunde von der Wasseroberfläche aufgenommen werden und in die bordeigenen Tanks gepumpt werden. Die Tanks verfügen über eine Gesamtkapazität von 400 m³, wovon 65 m³ für Chemikalien und 335 m³ für Öle vorgesehen sind.

Eingesetzt wird das Schiff, das für den Einsatz in küstennahen Gewässern zugelassen ist, vom Havariekommando in Cuxhaven. Im Rahmen von internationalen Übereinkommen wie dem Übereinkommen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Verschmutzung der Nordsee durch Öl und andere Schadstoffe (Bonn-Agreement) bzw. dem Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebietes (HELCOM) kann das Schiff bei Öl- oder Schadstoffunfällen auch von anderen Staaten angefordert werden.

Benannt ist das Schiff nach Sandbänken vor der Weser- und Elbemündung, die den Namen Knechtsand tragen.

Weblinks[Bearbeiten]