Knetzgau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Knetzgau
Knetzgau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Knetzgau hervorgehoben
49.98333333333310.55238Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 238 m ü. NN
Fläche: 43,98 km²
Einwohner:

6346 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97478
Vorwahlen: 09527 (Zell: 09529; Wohnau: 09528)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HAS
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 163
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 2
97478 Knetzgau
Webpräsenz: www.knetzgau.de
Bürgermeister: Stefan Paulus (SPD / CWG)
Lage der Gemeinde Knetzgau im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Knetzgau ist eine Gemeinde im Landkreis Haßberge im Osten des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken. Sie liegt am Main, etwa fünf Kilometer südöstlich von Haßfurt am Rande der Haßberge.

Inhaltsverzeichnis

Geografie [Bearbeiten]

Geografische Lage [Bearbeiten]

Knetzgau liegt am nördlichen Rand des Naturparks Steigerwald.

Gliederung [Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Knetzgau hat neun amtlich benannte Ortsteile[2]:

Das Zentrum von Knetzgau mit dem Nachbau eines Schelchs (ehemaliges Fischerboot)

Gemeindeteile mit Einwohnerzahlen [Bearbeiten]

Gemeindeteil Einwohnerzahl 31. Dezember 2008 Einwohnerzahl 31. Dezember 2006
Knetzgau 3520 3568
Eschenau 180 193
Hainert 338 337
Oberschwappach 542 543
Unterschwappach 163 172
Westheim 869 885
Wohnau 99 98
Zell am Ebersberg 765 786
Gesamt 6476 6582

Nachbargemeinden [Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Haßfurt, Zeil am Main, Sand am Main,Oberaurach, Donnersdorf und Wonfurt.

Geschichte [Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte um das Jahr 780 in der Ilbicschen Schenkungsurkunde, worin der Ort unter dem Namen Knetzcegewe genannt wird. Knetzgau war Teil des Amtes Zeil des Hochstiftes Bamberg und fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern. Im Zuge von Grenzbereinigungen kam es 1810 mit dem Amt Zeil zum Großherzogtum Würzburg und mit diesem 1814 endgültig zu Bayern.

Eingemeindungen [Bearbeiten]

Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wohnau eingegliedert. Am 1. Juli 1974 kamen Eschenau, Westheim bei Haßfurt und Zell bei Ebersberg hinzu. Größere Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hainert folgten am 1. Januar 1976.[3]

Politik [Bearbeiten]

Bürgermeister [Bearbeiten]

  • 1972–1990 Franz Hofmann (CSU)
  • 1990–2008 Werner Schneider (CSU)
  • Seit 2008 Stefan Paulus (SPD/CWG). Er setzte sich mit 52,17 % der Stimmen in einer Stichwahl gegen Mark Zehe (CSU) durch. Zweiter Bürgermeister ist Willi Fuß (CSU) und dritter Bürgermeister Bernhard Jilke (FDP).

Gemeinderat [Bearbeiten]

CSU SPD Christliche WG Junge Liste WG InteressierteR Mündige Bürger FDP WIR Gesamt
2008 6 3 5 2 - 2 2 - 20 Sitze
CSU SPD Christliche WG Junge Liste WG InteressierteR Mündige Bürger FDP WIR Gesamt
2002 8 3 4 2 1 2 - - 20 Sitze
CSU SPD Christliche WG Junge Liste WG InteressierteR Mündige Bürger FDP WIR Gesamt
1996 7 3 5 2 - 1 - 1 20 Sitze

Kirchliches Leben [Bearbeiten]

Die ca. 3400 Katholiken der Gemeinde Knetzgau mit ihren sieben Ortschaften gehören zur Pfarreiengemeinschaft Knetzgau.

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden befinden sich in Eschenau und Westheim. Sitz der Pfarrei Westheim-Eschenau ist Westheim.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Baudenkmäler [Bearbeiten]

Impressionen [Bearbeiten]

Besondere Ereignisse [Bearbeiten]

  • 2009 fand in Knetzgau das Bayern-3-Dorffest statt.
  • Der Ortsteil Eschenau war Schauplatz einer schweren Kindesmissbrauchsaffäre, thematisiert in zahlreichen Medienberichten und einem autobiographischen Buch.[4]

Verkehrsverbindungen [Bearbeiten]

  • Knetzgau liegt südlich des schiffbaren Flusses Main.
  • Drei Kilometer sind es bis zur B 26.
  • Die Autobahn A 70 (Bayreuth–Schweinfurt) verläuft einen Kilometer entfernt (eigene Abfahrt).
  • Fünf Kilometer sind es bis zur Bahnstrecke Bamberg–Würzburg (Bahnhof Zeil); ebenso weit ist es zum Bahnhof Haßfurt, jedoch verkehrstechnisch günstiger.

Literatur [Bearbeiten]

  • Karls Bosl: Knetzgau im Widerspiel der herrschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte, vor allem in der frühen Neuzeit. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 1980.
  • Rainer Wailersbacher: 1200 Jahre Knezcegewe - Knetzgau. Haßfurt, 1980
  • Rainer Wailersbacher: Aus dem Inhalt der Turmkugel-Urkunden von 1817 Dr. Johann Heinrich Keßler und seine Zeit: „Kurze Beschreibung der wichtigsten Ereignisse, welche sich zur Zeit der Wiedererbauung des Knetzgauer Kirchenturmes zugetragen haben“. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 1980.
  • Rainer Wailersbacher: Siebenhundert Jahre Swapach - Eschenawe - Wunnawe Ober-, Unterschwappach, Eschenau, Wohnau. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 1986.
  • Rainer Wailersbacher: Schloß Oberschwappach. Zeil a. Main, Hausmüller, 1992
  • 750 Jahre Pfarrei St. Bartholomäus Knetzgau 1244 - 1994. Hrsg.: Kath. Pfarramt Knetzgau. Red.: William Thomas; Manfred Glass. Pfarrei Sankt Bartholomäus, Knetzgau, 1994.
  • Rainer Wailersbacher: Der Bauernkrieg im Knetzgau. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 2000.
  • Rainer Wailersbacher: Der Knetzgauer Friedhof und seine Kreuzweg-Stationen. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 2001.
  • Rainer Wailersbacher; Leo Maag: Die Knetzgauer Straßennamen - eine Heimatgeschichte. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 2002.
  • Rainer Wailersbacher: Die Knetzgauer Erstbeurkundung von 911. Knetzgau, Gemeinde Knetzgau, 2005.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/120239&attr=OBJ&val=1636
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 758 und 759.
  4. Marks H, Will S: Als der Mann kam und mich mitnahm. Fackelträger, 2008. ISBN 3771643686

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Knetzgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien