Kniepsand
Der Kniepsand (Öömrang: a Kniip[1]) ist eine extrem langsam wandernde Sandbank in der Nordsee. Sie liegt westlich der schleswig-holsteinischen Insel Amrum und nimmt eine Fläche von rund 10 km²[2] ein. Da das Gebiet gewöhnlich nicht überflutet wird, handelt es sich um einen Hochsand.
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[Bearbeiten] Name
Der Name geht auf das Öömrang-Wort kniap für „kneifen“ zurück.
[Bearbeiten] Geographie
1585 wurde der Kniepsand auf einer Seekarte als Ameren bor, deutsch: „Amrumer Barriere“, erwähnt. Sie lag damals annähernd im rechten Winkel zur Insel Amrum.[3] Bis Mitte der 1960er Jahre war der Kniepsand durch einen Priel von der Insel getrennt. Bis etwa 1940 befand sich dort nördlich von Norddorf der Kniephafen, von dem Passagierschiffe nach Hörnum auf Sylt fuhren. Er wurde wegen Versandung des Priels mehrmals nach Norden verlegt und schließlich aufgegeben.
Derzeit bildet der Kniepsand einen scheinbar zu Amrum gehörenden, 15 Kilometer langen und bis zu 1,5 Kilometer breiten Sandstrand, der der gesamten Westküste der Insel vorgelagert ist und unmittelbar in die tatsächlich zu Amrum gehörenden Sanddünen übergeht. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wird ein Weiterwandern des Kniepsandes um die Nordspitze Amrums, die Amrumer Odde, herum erwartet. Der Kniepsand fungiert als natürlicher Inselschutz bei Sturmfluten und liefert reichlich Sand für den Aufbau des sich anschließenden Dünengürtels.
Im Winter wird der Kniepsand regelmäßig von hohen Sturmfluten überspült. Dabei werden häufig die im Sommerhalbjahr entstandenen Primärdünen abgetragen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Abzweig der Amrumer Inselbahn von Wittdün durch die Dünen bis über den Kniepsand gebaut, doch die Schienen und Badegebäude wurden gleich von der ersten Sturmflut im Winter vernichtet. Die Strecke wurde mehrfach wieder aufgebaut und schließlich aufgegeben.
[Bearbeiten] Tourismus
Der Kniepsand fungiert als Strand der Insel Amrum. Es gibt mehrere bewachte Badestrände und FKK-Abschnitte. In einigen Bereichen errichten Urlauber aus Strandgut fantasievolle Holzbauten, die mit den Sturmfluten im Herbst wieder abgetragen werden.
[Bearbeiten] Naturschutz
Obwohl der Kniepsand nicht Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist, gibt es einige für Menschen gesperrte Areale. Dazu zählen – bis auf den Flutsaum – das Naturschutzgebiet Amrum-Odde, der Kniepsand westlich des Norddorfer Leuchtturms sowie die Südspitze des Kniepsandes bei Wittdün. Diese Gebiete dienen als Rückzugs- bzw. Brutgebiete zahlreicher Vogelarten.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Zeitungsartikel auf Öömrang, abgerufen am 14. November 2009
- ↑ http://www.zeeinzicht.nl/vleet/index-dui.php?item=wattenmeer&pageid=amrum.htm&use_template=ecomare.html
- ↑ Georg Quedens: Amrum. Breklumer Verlag, Breklum 1971
54.6516666666678.3363888888889Koordinaten: 54° 39′ N, 8° 20′ O
Dänemark: Langli | Fanø | Mandø | Rømø | Jordsand | Koresand
Deutschland: Sylt | Uthörn | Föhr | Amrum | Pellworm
Halligen: Oland | Langeneß | Gröde | Habel | Hamburger Hallig | Hooge | Nordstrandischmoor | Norderoog | Süderoog | Südfall
Hochsände: Norderoogsand | Süderoogsand | Japsand | Kniepsand | Jungnamensand
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