Knochenzünglerähnliche

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Knochenzünglerähnliche
Mondauge (Hiodon tergisus)

Mondauge (Hiodon tergisus)

Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Knochenfische (Osteichthyes)
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Kohorte: Knochenzünglerähnliche
Wissenschaftlicher Name
Osteoglossomorpha
Greenwood, Rosen, Weitzman & Myers, 1966

Die Knochenzünglerähnlichen (Osteoglossomorpha) sind eine Kohorte der Echten Knochenfische (Teleostei). Die Fische leben in Flüssen und Seen in Nordamerika, im tropischen Südamerika, Afrika, Südostasien und Australien. Ausgestorbene Osteoglossomorpha lebten auch im Meer, wie der bis zu vier Meter lange Raubfisch Xiphactinus audax.

Merkmale[Bearbeiten]

Zu den Osteoglossomorpha gehören die Hiodontiformes und die Osteoglossiformes. Über die gemeinsamen charakteristischen Merkmale gehen wegen unterschiedlicher Berücksichtigung fossiler Formen (wie Lycoptera) die Meinungen aber auseinander. Unter Einbeziehung von Merkmalen je verschiedener Fossilien (nach Verfügbarkeit!) kann man daher zu unterschiedlichen Listen der definierenden Merkmale gelangen (Wiley und Johnson 2010).

Laut Hilton (2003): 1. Epipleuralia (Gräten) fehlen. 2. 16 verzweigte Caudalis-Hauptstrahlen (rezent aber nur bei Arapaima! Sonst bei Osteoglossiformes jetzt weniger). 3. Ein Epurale vorhanden (außer bei Osteoglossiformes). 4. Erster Praeuralwirbel (PU 1) mit gut entwickeltem Neuraldorn.

Zhang (2008) gibt diese Synapomorphienliste: 1. Supraorbitale (Circumorbitalknochen dorsal vom Auge) fehlt. 2. Hinterster Porus des Mandibular-(Seitenlinien)kanals auf dem Angulare. 3. „Scher-Biss“ zwischen Zahnplatte auf dem Basihyale und Pterygialzähnen. 4. Neuraldorn des PU 2 kürzer als der des PU 3.

Wilson und Murray (2008) diagnostizieren die Osteoglossomorpha durch zwei Synapomorphien: 1. Ein Epurale vorhanden. 2. Infraorbitale (= Suborbitale = Circumorbitale ventral vom Auge) 2 kleiner als Infr. 3, drei- oder rechteckig.

Systematik[Bearbeiten]

Neben zwei heutigen Ordnungen gehören noch einige ausgestorbenen Taxa zu den Osteoglossomorpha.

Quellen[Bearbeiten]

  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World, John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Kurt Fiedler: Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische, Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6
  • E. O. Wiley & G. David Johnson: A teleost classification based on monophyletic groups. in: Joseph S. Nelson, Hans-Peter Schultze & Mark V. H. Wilson: Origin and Phylogenetic Interrelationships of Teleosts. 2010, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München. ISBN 978-3-89937-107-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Osteoglossomorpha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien