Knonau

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Dieser Artikel behandelt die Schweizer Gemeinde im Kanton Zürich. Zum Schweizer Historiker siehe Gerold Meyer von Knonau (Historiker), zum Schweizer Archivar und Geographen siehe Gerold Meyer von Knonau (Archivar)
Knonau
Wappen von Knonau
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Affolternw
BFS-Nr.: 0007i1f3f4
Postleitzahl: 8934
UN/LOCODE: CH KNA
Koordinaten: 677480 / 23095747.2249968.461663431Koordinaten: 47° 13′ 30″ N, 8° 27′ 42″ O; CH1903: 677480 / 230957
Höhe: 431 m ü. M.
Fläche: 6.47 km²
Einwohner: 1982 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 263 Einw. pro km²
Website: www.knonau.ch
Karte
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Knonau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Affoltern des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Knonau
Blasonierung:

„In Rot ein silberner Meierhut mit Kordel.“

Beschreibung:

Das Wappen stimmt mit dem Schilde überein, den die Meyer von Knonau mindestens seit 1375 führen. Es zeigt den Meyerhut, das Abzeichen ihres Amtes, das in der Verwaltung des dem Kloster Schänis gehörenden Hofes zu Knonau bestand.

Geographie[Bearbeiten]

Hinteruttenberg

Knonau liegt im Südwesten des Kanton Zürich und ist mit 6,48 km² vor Wettswil am Albis, Maschwanden und Ottenbach die flächenmässig viertkleinste Gemeinde im Bezirk Affoltern. Der grösste Anteil des Gemeindegebiets wird von Landwirtschaftsflächen eingenommen, die 64,8 Prozent umfassen. Weitere 17,6 Prozent sind Wald, 10,2 Prozent Siedlungsfläche und 5,6 Prozent Verkehrsfläche[2]. Das Gemeindegebiet wird durch den Haselbach zur Lorze hin entwässert.

Das Dorf Knonau liegt auf 431 m ü. M. und ist 23 Kilometer Luftdistanz von Zürich und 7 Kilometer Luftdistanz Zug gelegen. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Vorderuttenberg, Hinteruttenberg und Baaregg.

Im Westen grenzt Knonau an Maschwanden, im Norden und Osten liegt die Gemeinde Mettmenstetten und ebenfalls im Osten die höher gelegene Gemeinde Kappel am Albis. Im Süden grenzt Knonau die Gemeinden Steinhausen und Cham, die beide dem Kanton Zug angehören.

Knonau liegt an der Bahnlinie Zürich–Affoltern am Albis–Zug und wird durch die Linie S 9 der S-Bahn Zürich bedient. Das Teilstück der Autobahn A4 mit dem Rastplatz Eitenberg wurde auf Gemeindegebiet bereits 1970 gebaut, jedoch erst im November 2009 eröffnet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Reformierte Kirche Knonau
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1450 ca. 110
1634 226
1750 359
1850 594
1900 529
1950 649
2000 1445
2013 2003

Politik[Bearbeiten]

Wähleranteil Nationalratswahlen 2007 [2]
SVP SP FDP EVP GP CVP glp EDU
36,2 15,5 11,0 10,0 8,8 7,9 6,1 3,1

Die Gemeindeversammlung übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der fünfköpfige Gemeinderat. Gemeindepräsident ist Walter von Siebenthal (SVP) (Stand 2009).

Seit 1993 besteht eine Städtepartnerschaft mit Abaliget, Ungarn.

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Knonau im Regimentsbuch des Junkers Gerold Escher

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Knonau 1045 in einer Urkunde des Klosters Schänis, in der die Kirche Knonau und den dazugehörenden Meierhof als Besitztum des Klosters genannt werden. Als Verwalter dieses Hofes amteten die Meyer von Knonau. Sie liessen sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts in Zürich nieder, wo sie sich einbürgern liessen. Schon bald waren sie im Rat der Stadt vertreten und stellten gar den Bürgermeister. Dank ihrer Beziehungen konnten sie 1399 die Vogtei über das Dorf Knonau und weitere Dörfer erwerben.

1512 kaufte die Stadt Zürich die Vogtei Knonau samt einigen weiteren Rechten der Umgebung. Fortan residierte ein Landvogt auf dem Schloss Knonau, das die Stadt als Verwaltungssitz bauen liess.

Als 1830/31 im Kanton Zürich eine liberale Verfassung erlassen wurde, erhielten die Landgemeinden Gleichberechtigung mit der Stadt. Knonau wurde aus Tradition Hauptort des neu gegründeten Bezirks. Wegen der peripheren Lage wurde der Bezirkshauptort schon bald nach Affoltern am Albis verlegt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Knonau führt die 1864 von der Zürich-Zug-Luzern-Bahn eröffnete Bahnstrecke Zürich–Zug; sie wird von der Linie S 9 ZugAffoltern am AlbisZürich HBUster der S-Bahn Zürich bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinrich Häberling (1764–25. April 1804), Freiamtsweibel bis 1789, Anführer der Zürcher Landschaft im Bockenkrieg

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Schneider: Geschichte der Gemeinde Knonau. Primusverlag, Affoltern am Albis 1982

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Knonau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. a b Statistische Daten Gemeinde Knonau