Knotenblütiger Sellerie

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Knotenblütiger Sellerie
Knotenblütiger Sellerie

Knotenblütiger Sellerie

Systematik
Ordnung: Doldenblütlerartige (Apiales)
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Unterfamilie: Apioideae
Tribus: Apieae
Gattung: Sellerie (Apium)
Art: Knotenblütiger Sellerie
Wissenschaftlicher Name
Apium nodiflorum
(L.) Lag.

Der Knotenblütige Sellerie (Apium nodiflorum) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist in Eurasien und Nordafrika weitverbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Der Knotenblütige Sellerie wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 30 bis 60 (10 bis 100) Zentimeter. Der niederliegende oder bogig aufsteigende Stängel kann an seiner Basis Wurzeln bilden, ist kahl und riecht beim Zerreiben aromatisch. Die einfach gefiederten Laubblätter sind im Umriss eiförmig bis lanzettlich mit gleichmäßig gekerbten Blattabschnitten.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Blattgegenständig befinden sich sitzende bis kurz gestielte doppeldoldige Blütenstände, die viele Blüten enthalten. Der Blütenstand besitzt 3 bis 15 Doldenstrahlen. Es sind keine bis zwei Hüllblätter vorhanden. Die vier bis sechs Hüllchen besitzen eine weißem Hautrand. Die Blüten sind fünfzählig. Die Spaltfrucht ist bei einer Länge von 1,5 bis 2,5 Millimeter länger als breit.

Ökologie[Bearbeiten]

Der Knotenblütige Sellerie ist ein Hydrophyt und Hemikryptophyt.

Es kommt Insektenbestäubung und Selbstbestäubung vor.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Knotenblütigen Selleries umfasst Nordafrika, den Mittelmeerraum, Europa und den westlichen Teil Asiens.

Er wächst in Deutschland zerstreut in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Auch in Nordrhein-Westfalen kommt er, wenn auch selten, vor. In der Vergangenheit gab es auch eine Population in Bienitz bei Leipzig in Sachsen.

Der Knotenblütige Sellerie bevorzugt nasse, nährstoffreiche häufig salzhaltige Gräben sowie Röhrichtsäume von Bächen.

Gefährdung[Bearbeiten]

In Deutschland gilt der Knotenblütige Sellerie als gefährdet.

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Sium nodiflorum durch Carl von Linné in Species Plantarum.[1] Die Neukombination zu Apium nodiflorum (L.) Lag. wurde durch Mariano Lagasca y Segura veröffentlicht. Ein weiteres Synonym für Apium nodiflorum (L.) Lag. ist Helosciadium nodiflorum (L.) W.D.J.Koch.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für diese Pflanzenart gibt bzw. gab es, zum Teil nur regional, auch die Trivialnamen Bachhopfen (Henneberg), Resepastinak, Scheibering, Sumpfschirm (Westfalen), Kleine Wassermerk und Wassermorellen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rudolf Schubert, Klaus Werner, Hermann Meusel (Hrsg.): Exkursionsflora für die Gebiete der DDR und der BRD. Begründet von Werner Rothmaler. 14. Auflage. Band 2: Gefäßpflanzen, Volk und Wissen, Berlin 1988, ISBN 3-06-012539-2, S. 343–344.
  • Knotenblütiger Sellerie. In: FloraWeb.de. (Abschnitte Beschreibung und Ökologie)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 251 (Digitalisat).
  2. Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 36, online.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Knotenblütige Sellerie (Apium nodiflorum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien