Knox Automobile

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Knox Dreiradfahrzeug (1901)
Knox Runabout (1901) im Tallahassee Automobile Museum. Dieses Modell hatte einen luftgekühlten Einzylindermotor mit 5 bhp (3,7 kW)
Knox von 1903
Knox Modell 45 (1914)
Knox Zugmaschine (1915) in Salt Lake City

Die Knox Automobile Company war ein US-amerikanischer Automobilhersteller in Springfield (Massachusetts), 1900 bis 1914. Knox baute auch LKW und stellte bis 1924 Traktoren her.

Ab 1900 wurde zunächst ein dreirädriger Runabout mit zwei Sitzen und luftgekühltem Einzylindermotor hergestellt. Eines der ersten Exemplare erwarb der Journalist Charles Yale Knight, der später durch die Erfindung des Hülsenschiebermotors bekannt wurde.

Der Knox von 1904 war ebenfalls ein Runabout. Der liegend montierte luftgekühlte Einzylindermotor war in der Mitte des Wagens eingebaut und leistete 8 bhp (5,9 kW). In der Werbung wurde der Wagen als Waterless Knox (dt.: Wasserloser Knox) angepriesen, erhielt aber auch den Spitznamen Old Porcupine (dt.: Altes Stachelschwein), weil sein Zylinder mit 50 mm langen Nadeln zur Kühlung ausgestattet war. An den Motor angeschlossen war ein Zweigang-Planetengetriebe. Der Wagen war auf einem Rahmen aus Winkelstahl aufgebaut, wog 839 kg, hatte seitlich stehende Blattfedern und zwei Sitze. Er kostete 1350,– US$.

Im Vergleich dazu kostete der Ford Modell F 2000,– US$, der F.A.L. 1750,– US$, der Cole 30 und der Colt Runabout je 1500,– US$, der Oakland 40 1.600,– US$ und der Enger 40 2000,– US$, während das Großserienmodell Oldsmobile Curved Dash für nur 650 US$, der Western Gale Modell A für 500,– US$ und der Brush Runabout für 485,– US$ verkauft wurden.

Ein größeres Knox-Tonneau-Modell mit Reihenzweizylindermotor, der 16 bhp (11,8 kW) leistete, wurde ebenfalls hergestellt und für 2000,– US$ verkauft. Ab 1910 entstanden auch Sechszylindermodelle.

Ende 1912 wurde das Vergleichsverfahren über die Firma eröffnet und im Mai 1914 der Automobilbau eingestellt. 1919 kam der Zusammenschluss mit der Militor Corporation, einem ebenfalls in Springfield ansässigen Motorradhersteller. Pläne zur Neuauflage eines PKWs scheiterten, aber bis 1924 wurden noch Traktoren hergestellt. Dann musste die Firma infolge der schlechten Wirtschaftslage endgültig geschlossen werden.

PKW-Modelle[Bearbeiten]

Modell Bauzeitraum Zylinder Leistung Radstand
A 1900–1902 1 5 bhp (3,7 kW)
B 1902 1 8 bhp (5,9 kW) 1753 mm
Two Cylinder 1902 2 Reihe 8 bhp (5,9 kW)
C 1903 1 8 bhp (5,9 kW) 1829 mm
One Cylinder 1904 1 10 bhp (7,4 kW) 1829 mm
Two Cylinder 1904 2 Reihe 18 bhp (13,2 kW) 2134 mm
E 1905 1 10 bhp (7,4 kW) 1829 mm
F 1905–1906 2 Reihe 16 bhp (11,8 kW) 2286 mm
F-1 1905–1906 2 Reihe 16 bhp (11,8 kW) 2057 mm
F-3 1905–1906 2 Reihe 16 bhp (11,8 kW) 2210 mm
F-4 1906–1907 2 Reihe 16 bhp (11,8 kW) 2057 mm
G 1906–1908 4 Reihe 40 bhp (29 kW) 2845 mm
H 1907–1909 4 Reihe 30 bhp (22 kW) 2591 mm
L 1908 4 Reihe 30 bhp (22 kW) 2591 mm
O 1909 4 Reihe 38 bhp (28 kW) 2591–2896 mm
M 1909–1910 4 Reihe 48 bhp (35 kW) 3226 mm
R 1910–1912 4 Reihe 40 bhp (29 kW) 2642–3099 mm
S 1910–1912 6 Reihe 60 bhp (44 kW) 2692–3404 mm
R-45 1912 4 Reihe 40 bhp (29 kW) 3200 mm
44 1913–1914 4 Reihe 40 bhp (29 kW) 2972–3099 mm
45 1913–1914 4 Reihe 40 bhp (29 kW) 3200 mm
46 1913–1914 6 Reihe 46 bhp (34 kW) 3302–3404 mm
66 1913 6 Reihe 60 bhp (44 kW) 3404 mm

erhaltene Fahrzeuge[Bearbeiten]

Knox Type R während der Classic Days 2011 auf Schloss Dyck

Ein 1911 gebauter Knox Type R hat 2007 an der Oldtimer-Fernfahrt Peking–Paris teilgenommen. Der Wagen befindet sich in niederländischem Besitz.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Knox – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  • Clymer, Floyd. Treasury of Early American Automobiles, 1877–1925, Bonanza Books, New York (1950)
  • Frank Leslie's Popular Monthly (Januar 1904)
  • Kimes, Beverly Ray & Clark jr,. Henry Austin: Standard Catalog of American Cars 1805–1942, Krause Publications, Iola WI (1985), ISBN 0-87341-045-9