Knut Haugland

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Knut Magne Haugland (* 23. September 1917 in Rjukan; † 25. Dezember 2009 in Oslo) war ein norwegischer Entdecker. Haugland wurde bekannt als Teilnehmer der „Kon-Tiki-Expedition“.

Leben[Bearbeiten]

Den Expeditionsleiter Thor Heyerdahl lernte er im Zweiten Weltkrieg in Kanada in einer Funkerschule kennen. Dort nahmen beide an Lehrgängen für Agenten- und Sabotageeinsätze im damals deutsch besetzten Norwegen teil. Bei dieser Gelegenheit erfuhr Haugland von Heyerdahls Plänen, mit einem Floß den Pazifik zu überqueren.

Haugland war mit zehn anderen norwegischen Widerstandskämpfern 1943 am Angriff auf die „Norsk Hydro“-Fabrik in Rjukan beteiligt, wo Schweres Wasser für die deutschen Atomwaffenpläne hergestellt wurde. Haugland wurde dafür mit dem höchsten norwegischen Orden, dem Kriegskreuz mit Schwert, ausgezeichnet; außerdem erhielt er die britischen Auszeichnungen Distinguished Service Order (DSO) und Military Cross (MC).

Nach Ende des Krieges, 1947, wurde er von Heyerdahl als Funker auf der mit sechs Mann besetzten Kon-Tiki angeheuert. In Zusammenarbeit mit amerikanischen Funkamateuren sorgte Haugland für den Radiokontakt der Kon-Tiki-Expedition und übermittelte die für die Navigation unabdingbaren meteorologischen und hydrographischen Daten. Als funkerische Glanzleistung wurde ein Telegramm an König Håkon von Norwegen mit Hilfe eines kleinen Senders übermittelt, dessen Leistung nur der einer Taschenlampenbirne entsprach.

Die Expedition, die eigentlich ein Experiment war, endete mit einem Erfolg, der auch die archäologische Fachwelt beeindruckte. Ihr Gelingen basiert nicht unwesentlich auf Hauglands Beitrag.

In späteren Jahren war Haugland lange Zeit Leiter des Kon-Tiki-Museums in Oslo.

Weblinks[Bearbeiten]