Kościan

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Kościan
Wappen von Kościan
Kościan (Polen)
Kościan
Kościan
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Kościan
Fläche: 8,80 km²
Geographische Lage: 52° 5′ N, 16° 39′ O52.08333333333316.65Koordinaten: 52° 5′ 0″ N, 16° 39′ 0″ O
Höhe: 75 m n.p.m
Einwohner: 24.011
(31. Dez. 2013)[1]
Postleitzahl: 64-000 bis 64-009
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PKS
Wirtschaft und Verkehr
Straße: PosenBreslau
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Fläche: 8,80 km²
Einwohner: 24.011
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2729 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3011011
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Michał Jurga
Adresse: al. Kościuszki 22
64-000 Kościan
Webpräsenz: www.koscian.pl

Kościan [ˈkɔɕʨan] (deutsch: Kosten) ist eine Stadt in Polen in der Wojewodschaft Großpolen etwa 45 km südlich von Posen.

Geologie[Bearbeiten]

Während der Kreidezeit bedeckt ein Meer die Fläche des Ortes. Im Tertiär befanden sich viele Seen in der Gegend. Dadurch entstanden die heutigen Braunkohleflöze.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Erwähnungen des Ortes stammen aus dem 12. Jahrhundert. Im 13. Jahrhundert war die Siedlung ein Marktflecken. Das Stadtrecht erhielt der Ort vermutlich in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Dies wurde 1400 von König Władysław II. Jagiełło bestätigt. Während dieser Zeit war der Ort eine wichtige Stadt in Polen und nach Posen die zweite Stadt in Großpolen. Im 14. Jahrhundert wurde die Stadt Sitz eines großen Landkreises, der 24 Städte, u.a. Babimost, Wolsztyn und Książ, sowie 574 Dörfer und 118 Pfarreien umfasste. Der Ort war auch ein wichtiges Zentrum des Handwerks.

Ein schwerer Schlag für die Entwicklung des Ortes war der zweite Schwedisch-Polnische Krieg. 1655 bis 1656 wurde der Ort von den Schweden zerstört und niedergebrannt. Auch in nachfolgenden Kriegen wurde der Ort mehrfach zerstört. Nach der zweiten polnischen Teilung wurde der Ort 1794 Teil Preußens. 1807 wurde die Stadt Teil des neu gegründeten Großherzogtums Warschau, fiel 1815 aber wieder an Preußen zurück und wurde Sitz des Kreises Kosten.

1856 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz mit Verbindungen nach Breslau und Posen. Wirtschaftlich von Bedeutung waren für die Stadt in der Zeit die Tabak- und Zuckerrübenverarbeitung.

1920 wurde die Stadt Teil Polens. In der Zwischenkriegszeit erstarkte die Wirtschaft wieder, fand aber ihr jähes Ende mit dem deutschen Polenfeldzug. Während der Besetzung durch die Nationalsozialisten kam es in der Stadt zu Hinrichtungen, Vertreibungen und Deportationen in Konzentrationslager. Im Januar 1945 erreichte die Rote Armee die Stadt und vertrieb die Deutschen.

1975 verlor die Stadt ihren Sitz als Hauptstadt eines Powiat und wurde Teil der neu geschaffenen Woiwodschaft Leszno. Bei einer erneuten Verwaltungsreform 1999 wurde die Woiwodschaft aufgelöst und die Stadt wurde wieder Sitz des Powiat Kościański.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
1950 10.800
2000 24.425
2004 24.085
Herr-Jesu-Kirche


Landgemeinde[Bearbeiten]

Zur umliegenden Landgemeinde Kościan, zu der die Stadt Kościan selbst nicht gehört, gehören die folgenden kleineren Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name (1939–45)
Bonikowo Bonikowo 1939–43 Borkau
1943–45 Bonikau
Choryń Choryn Horndorf
Czarkowo Czarkow Deutsch Nesslau
Darnowo Darnowo Dorngraß
Granecznik Granietschnik Grenzvorwerk
Gryżyna Gryzyn Grünau
Gryżynka Gryzynko Justushof
Gurostwo Gurostwo  ?
Ignacewo Ignacewo Nutzlau
Januszewo Januszewo Hausen
Katarzynin Katarzynowo Katharinenhof
Kawczyn Kawczyn
1905–18 Weidenau
Weidenau
Kiełczewo Kielczewo Langendorf
Kobylniki Kobelnik Roßdorf
Kokorzyn Kokorzyn Hildingen
Krzan Krzan Rettig
Kurowo Kurowo Kurhofen
Kurza Góra Kurzagora  ?
Łagiewniki Lagiewnik Hohensand
Mała Wyskoć Birkvorwerk Birkenhof
Mikoszki Mikoszki Glimmen
Nacław Naclaw 1939–43 Nassel
1943–45 Nasselgrund
Nielęgowo Nielengowo Wiesenberg
Nowe Oborzyska Neu Oborzysk Kuhnern
Nowy Dębiec Neu Dembiec Eichfeld
Nowy Lubosz Neu Lubosch Neu Lobendau
Osiek Osiek Axen
Pelikan Pelikan Pelikan
Pianowo Pianowo Johannishof
Ponin Ponin Niedergrund
Racot Racot 1939–43 Radungen
1943–45 Razot
Sepienko Siepenko Hardtbruch
Sierakowo Sierakowo Weizendorf
Spytkówki Spitkowki Spitzen
Stare Oborzyska Alt Oborzysk Petzelshof
Stary Lubosz Alt Lubosch Alt Lobendau
Szczodrowo Szczodrowo Inselfeld
Tamborowo Tamborowo Tannenhof
Turew Turew 1939–43 Auern
1943–45 Auerweide
Widziszewo Widziszewo Hahlberg
Witkówki Witkowki Schwarzaue
Wławie Wlawie Anberg
Wronowo Wronowo Krähenhorst
Wyskoć Wyskoc
1905–18 Wyskotsch
Birkendorf

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kościan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2014.