Koagulopathie

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Klassifikation nach ICD-10
D65-D69 Koagulopathien, Purpura und sonstige hämorrhagische Diathesen
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Als Koagulopathie (von lateinisch coagulatio „das Gerinnen“ und von griechisch und πάθος, páthos „Leiden(schaft), Sucht, Pathos“) wird in der Medizin eine Störung der Blutgerinnung (Hämostase) bezeichnet, die zu einer erhöhten Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) führt. Koagulopathien werden definitionsgemäß durch einen Mangel an Gerinnungsfaktoren verursacht. Die Schleimhautblutungszeit ist im Gegensatz zu Thrombozytopathien nicht verlängert.

Es können angeborene von erworbenen Ursachen sowie quantitative (Fehlen oder Verminderung von Gerinnungsfaktoren) und qualitative (Defekte der Gerinnungsfaktoren) Koagulopathien unterschieden werden.

Angeborene Koagulopathien stellen beispielsweise die Hämophilien und das von-Willebrand-Jürgens-Syndrom dar.

Erworbene Koagulopathien kommen beispielsweise vor bei Verbrauchskoagulopathien, Erkrankungen der Leber (verminderte Synthese von Gerinnungsfaktoren, zum Beispiel Prothrombin-Komplex-Mangel), Mangel an Vitamin K (verminderte Synthese von Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren) und der Hemmkörperhämophilie.

Literatur[Bearbeiten]

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