Kobe-Rind

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Kobe-Rindfleisch
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Das Kobe-Rind (jap. 神戸牛, Kōbe-gyū, dt. „Kōbe-Rindfleisch“) bezeichnet Rinder aus der Region um Kōbe. Es ist keine eigene Hausrindrasse, sondern lediglich eine Herkunftsbezeichnung für die Rasse der Tajima-Rinder.

Die Rinder werden außerhalb Japans häufig auch als Wagyu bezeichnet, was jedoch eine Sammelbezeichnung ist, unter die außer den Tajima-Rindern auch andere japanische Rinderrassen fallen.

Der Import von Koberindfleisch in die EU ist erst seit Mitte Juli 2014 möglich[1].

Das Fleisch der Rinder hat eine besonders mürbe Struktur und eine exzellente Marmorierung mit feinen Fettäderchen. Das Rindfleisch ist das am stärksten marmorierte Fleisch aller Rinderrassen. Außerdem hat das Fleisch den geringsten Anteil gesättigter Fettsäuren.

Um das Koberind ranken sich alle möglichen Mythen und Geschichten. Tatsache ist, dass Rinder aus Kobe im Schnitt dreimal so viel Zeit wie ein herkömmliches Rind erhalten, bis sie schlachtreif sind. Bis dahin werden in der Regel keine künstlichen Wachstumshormone oder Antibiotika usw. verwendet. Auch sind die Rinder in der Regel kleiner bzw. leichter als normale Fleischrinder. Das allein macht die Haltung aufwändig und teuer.

Kobe-Rindfleisch ist das teuerste Rindfleisch der Welt. Ein Kilo echtes Kobe-Rindfleisch kostet 400 bis 600 Euro, manchmal sogar noch mehr. Neben der sehr aufwändigen Zucht bestimmen auch die restriktiven Qualitätsmerkmale für echtes Kobe-Rind den Preis. Man sagt, dass jährlich nur etwa 4.000 Rinder diese hohen Qualitätsmerkmale erfüllen und als echtes Kobe-Rind innerhalb Japans verkauft werden dürfen.

Die Population außerhalb Japans entstand aus Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken Mitte der 1990er Jahre in die USA exportiert wurden. Aufgrund zunehmend steigender Nachfrage nach dem Fleisch entscheiden sich weltweit immer mehr Züchter, teilweise oder sogar komplett ihre Haltung auf das „Kobe-Rind“ umzustellen.

Speziell in den USA und Australien verbreitet sich die Kobe-Zucht wie ein Lauffeuer. In Deutschland kamen 2006 die ersten derartigen Tiere zur Welt. Die Vermarktung von in Deutschland auf diese Weise erzeugtem Fleisch, lebenden Rindern, Embryonen oder Samen wird vom Wagyu-Züchterverband koordiniert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kobe beef – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Wagner: Rezept für Yakiniku vom Wagyu-Entrecôte mit Shirataki-Nudelsalat (DE, HTML) In: SPIEGEL Online. 26. Juli 2014. Abgerufen am 26. Juli 2014: „Seit Mitte Juli wird nun also auch Europa beliefert, zunächst zwei Importeure in Deutschland und je einer in Dänemark und Monaco“