Kobryn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kobryn | Kobryn
Кобрын |
(weißrus.) |
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Weißrussland Weißrussland
Woblasz: Bandera Oblast Brest.png Brest
Koordinaten: 52° 13′ N, 24° 21′ O52.21666666666724.35Koordinaten: 52° 13′ N, 24° 21′ O
 
Einwohner: 51.300 (2009)
Zeitzone: Kaliningrader Zeit (UTC+3)
Telefonvorwahl: (+375) 1642
Postleitzahl: BY - 225301, 225306, 225860
Kfz-Kennzeichen: 1
Kobryn (Weißrussland)
Kobryn
Kobryn
Das Gebäude des Klosters vor dem Kriege

Kobryn (weißrussisch Кобрын, russisch Кобрин, polnisch Kobryń) ist eine der ältesten Städte Weißrusslands mit ca. 50.000 Einwohnern in der Breszkaja Woblasz, Weißrussland. Die Stadt im Westen Weißrusslands liegt 50 km von Brest entfernt. Sie wurde im 11.-12. Jh. gegründet und zum ersten Mal im Jahre 1287 erwähnt. Sie liegt im Südwesten des Landes auf dem 52°13' Breiten- und dem 24°21' Längengrad. Kobryn stellt das Zentrum des Rajons Kobrin innerhalb der Breszkaja Woblasz dar. Es liegt an der Europastraße E30 sowie am Dneprowsko-Bugskij-Kanal.

Geschichte[Bearbeiten]

Kobryn ist als befestigte Inselsiedlung und Fischerdorf bei der Mündung des Flusses Kobrynka in den Muchawez entstanden. Hier wurde eine zweiteilige Zitadelle mit Ober- und Unterschloss errichtet. Zum ersten Mal wurde Kobryn im Jahre 1287 in der Hypatiuschronik als Stadt erwähnt. 1366 bildete sich nach dem Zerfall des Fürstentums Turow-Pinsk das Kobryner Fürstentum, das bis 1490 unter der Herrschaft des litauischen Großfürsten Gediminas und seiner Nachfolger stand, dann bis 1529 zu Polen gehörte.

1586 kam die Stadt unter die Herrschaft der polnischen Königin Anna Jagiellonka, Tochter von Bona Sforza und Sigismund I. 1589 erhielt die Stadt Magdeburger Stadtrecht verliehen. 1711 starb die Hälfte der Stadtbevölkerung an einer Seuche. 1766 wurde der Stadt das Magdeburger Recht durch den letzten polnischen König Stanislaw II. August Poniatowski entzogen. Am 18. September 1794 erhielt der russische Feldmarschall Suworow den Besitz über die Herrschaft Kobryn mit 700 dazugehörigen Bauern von Katharina der Großen geschenkt. 1882 Eröffnung der Eisenbahnlinie Pinsk - Schabinka. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs war Kobryn von deutschen Truppen besetzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Stadtpark
  • Denkmal den Gefallenen im Krieg gegen Napoleon
  • Suworow-Museum
  • Museum des Zweiten Weltkrieges
  • Baptistische Kirche

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Mit Kobryn verbunden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kobryn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien