Kokopo

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Kokopo
Staat: Papua-Neuguinea Papua-Neuguinea
Provinz: Flag of East New Britain.svg East New Britain
Koordinaten: 4° 21′ S, 152° 16′ O-4.341944152.268056Koordinaten: 4° 21′ S, 152° 16′ O
 
Einwohner: 20.262 (2005)
Zeitzone: AEST (UTC+10)
 
Bürgermeister: Albert Buanga
Kokopo (Papua-Neuguinea)
Kokopo
Kokopo
Blick auf die Landungsbrücke von Herbertshöhe (vor 1910); im Hintergrund die Vulkane

Kokopo (bis 1914 Herbertshöhe[1]) ist die siebtgrößte Stadt von Papua-Neuguinea und Hauptstadt der Provinz East New Britain auf der Insel Neubritannien.

Geographie[Bearbeiten]

Kokopo liegt 30 km von der ehemaligen Provinzhauptstadt Rabaul entfernt, ist erreichbar auf dem Kokopo-Highway und besitzt einen Flughafen.

Der Ort hatte im Jahr 2000 mit 20.262 Einwohnern fast zehnmal so viele wie 1980, als er nur 2.200 Bewohner zählte. Nach dem verheerenden Ausbruch des Vulkans Tavurvur am 19. September 1994 flohen die meisten Einwohner Rabauls hierher und siedelten hier auf Dauer. In der Folge wurde Kokopo Provinzhauptstadt, da der Ort auf Grund seiner geschützten Lage mehr Sicherheit bot und bereits über eine städtische Infrastruktur verfügte.[2]

Zu Kokopo wird auch der Nachbarort Vunamami gerechnet, da beide Orte durch die Flüchtlinge aus Rabaul zusammengewachsen sind. Auch Vunapope gehört heute zu Kokopo.

Geschichte[Bearbeiten]

Kokopo hieß zur Zeit der Kolonie Deutsch-Neuguinea Herbertshöhe und war von 1899 bis 1910 Hauptstadt der ganzen Kolonie und Sitz des Gouverneurs.[1]

Emma Forsayth-Coe (Königin Emma des Südpazifiks) hatte ein Haus in Kokopo, das jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.[2][3]

Trivia[Bearbeiten]

An diesem Ort und auf der nahe gelegenen Insel Kabakon spielt die Geschichte um den Aussteiger August Engelhardt, die von den Autoren Marc Buhl im Roman Das Paradies des August Engelhardt (2011) und Christian Kracht im Roman Imperium (2012) literarisch verarbeitet wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Lexikoneintrag: Herbertshöhe. In: Heinrich Schnee (Hrsg.): Deutsches Kolonial-Lexikon, Band II, Quelle und Meyer, Leipzig 1920, S. 57:
    Zitat: „Herbertshöhe, Europäeransiedlung mit großen Kokospalmpflanzungen an der äußeren Blanchebucht (Gazellehalbinsel auf Neupommern im Bismarckarchipel, Deutsch-Neuguinea) an Stelle des Eingeborenendorfes Kokopo und von den Eingeborenen noch immer Kokopo benannt, 1890-1899 Sitz der Verwaltungsbehörden des Bismarckarchipels, von 1899-1909 auch des Gouvernements von Deutsch-Neuguinea.“
  2. a b Isimel Puipui: Kokopo Urban Local Level Government. In: Local Government Managers Australia. South Melbourne, Australia [ohne Datum], abgerufen am 30. Juli 2013 (PDF; 1 MB; 7 Seiten mit Karten, englisch).
  3. Unbekannter Autor: Sights: Architectural, cultural – Queen Emma's House. In: Lonly Planet. [ohne Datum], abgerufen am 30. Juli 2013 (englisch).