Kolab
| Kolab Groupware-Server | |
|---|---|
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|
| Maintainer | Kolab Systems AG (vor 2010: Kolab-Konsortium) |
| Entwickler | Die Kolab Gemeinschaft |
| Aktuelle Version | 3.0 (15. Januar 2013[1]) |
| Aktuelle Vorabversion | 3.0 beta (27. November 2012[2]) |
| Betriebssystem | GNU/Linux oder Unix-Derivate |
| Kategorie | Kollaborationssoftware |
| Lizenz | GNU GPL und andere Freie-Software-Lizenzen |
| Deutschsprachig | Ja, und weitere Sprachen (multilingual) |
| www.kolab.org | |
Kolab ist eine freie Groupware-Lösung.
Sie besteht aus dem Kolab-Server und den dazugehörigen Schnittstellenimplementationen in einer ganzen Reihe verfügbarer Kolab-Clients.
Dabei baut Kolab auf der Software und den Konzepten auf, die durch den Kroupware Contract und das Kolab Format festgelegt wurden.
Kolab wurde in den Jahren 2002-2004 als Auftragsarbeit für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik entwickelt und wird dort in einer heterogenen Umgebung eingesetzt.[3]
Inhaltsverzeichnis |
Grundlegende Konzepte [Bearbeiten]
Die besondere Kolab zugrundeliegende Idee ist, einen IMAP-Server nicht nur für E-Mail, sondern auch für Adressbuch- (Kontakte) und Kalendereinträge (Termine) zu verwenden. Diese Einträge werden in besonderen IMAP-Verzeichnissen gespeichert; der IMAP-Server verwaltet Zugriffsrechte (ACLs), sowie die Client-Synchronisation, auch von gemeinsam und gleichzeitig durch mehrere Clients und Benutzer verwendeten IMAP-Verzeichnissen. Die Konfiguration und Verwaltung eines Kolab Servers erfolgt dabei weitgehend unter Verwendung von LDAP.
Kolab-Clients und -Server verwenden gut etablierte Standards: u. a. vCard, iCal, XML, sowie wie bereits erwähnt, IMAP und LDAP. Dieser Satz von Standards für Protokolle und Formate, der im offenen Kolab Format spezifiziert ist, erlaubt es (vollständig oder auch nur in Teilen implementiert) verschiedenen PIM-Anwendungen zum Austausch von Groupware-/PIM-Daten zu dienen.
Die Konzepte, auf denen Kolab beruht, sind für Kolab 2 festgehalten in der Kolab Format Specification und dem Architecture Paper, sowie für Kolab 1 im Kroupware Contract, Architecture Paper und der Technical Description.
Haupteigenschaften [Bearbeiten]
- OpenLDAP zur Benutzerverwaltung [4]
- Cyrus als Server für IMAP und POP [4]
- SASL zur Authentisierung
- Postfix als Mail Transfer Agent [4]
- OpenSSL für Transport Layer Security [4]
- Apache u. a. zur web-basierten Serververwaltung [4]
- Aufgrund des offenen Kolab-Formats kann jeder PIM-Client ("Personal Information Management"-Anwendungsprogramm) zum vollwertigen Kolab-Client erweitert werden
- Volle Offline-Fähigkeit, daher auch gute Benutzbarkeit ohne permanente Verbindung zum Kolab-Server (z. B. bei mobilen Clients) und Ausfallsicherheit der Clients bei Netzwerkproblemen oder Server-Ausfall
- Gleichzeitiger Zugriff mit unterschiedlichen Plattformen, z. B. Outlook (Windows), Kontact (Linux), Web Browser (jede Plattform)
- Unterstützung von clientseitiger OpenPGP und S/MIME E-Mail Verschlüsselung
- Integrierter Spam- und Virenfilter mittels Amavis-new; Spamassassin und ClamAV werden mitgeliefert, andere sind einfach integrierbar
- Standard Backupmethoden (dateibasiert; kein Datenbank-Backup) von Benutzerdaten und Gruppendaten, da jede E-Mail, Termin, Kontakt, Aufgabe, Notiz eine einzelne Datei ist
- Konfigurationsdaten befinden sich in einem LDAP-Verzeichnis
- Globales Adressbuch per LDAP
- Gruppenkontaktordner mit IMAP ACLs
- Persönliche Kontakte / Adressen mit Freigabemöglichkeit
- Gruppenkalender mit IMAP ACLs
- Persönlicher Kalender mit Freigabemöglichkeit
- Serverseitige Ressourcenverwaltung (Besprechungsräume, Autos etc.)
- Unterstützung von Vertreterregelungen und Abwesenheitsbenachrichtigungen
- Frei-/Belegt-Listen und erweiterte Frei-/Belegt-Listen
- Mehrfachstandorte (Slave-Server) mit schmalbandiger Anbindung möglich
- Clusterfähig mit OpenLDAP-Proxy und verteilten Mailboxen
Kolab-Clients [Bearbeiten]
- Referenz-Client ist Kontact aus dem K Desktop Environment.
- Unterstützung für Microsoft Outlook mit proprietären Plugins:
- Unterstützung für Microsoft Outlook mit quelloffenen Plugin:
- Kolab Sync for Outlook: kolab-outlook [4]
- Unterstützung für Mozilla Thunderbird / SeaMonkey und Mozilla Lightning mit SyncKolab ([5], [6], [7])
- evolution-kolab [8] erweitert GNOMEs Evolution und EDS (Evolution-Data-Server) zum vollwertigen Kolab-Client (integriert in GNOME / Evolution seit v3.4.0, siehe [9], [10]).
- Webfrontend auf der Basis von RoundCube (integriert in Kolab ab v3.0.0)[5]
- Unterstützung von SyncML-fähigen Geräten (z. B. Mobiltelefonen):
- Das in Kolab v2.2.x und v2.3.x integrierte Horde stellt auch eine SyncML-Schnittstelle zum Austausch von PIM-Daten zur Verfügung [11].
- Syncphony [12] (ursprünglich "kolab-sync") arbeitet als Konnektor zwischen Kolab und einem Funambol Sync-Server, und erlaubt so allen von Funambol unterstützten Geräten mit einem Kolab-Server PIM-Daten auszutauschen.
- Kolab-WS [13] bietet die Kolab-Funktionalität als Web-Service an. Kolab-WS war ursprünglich Bestandteil von Syncphony, das diesen Web-Service verwendet.
- Z-Push [14] erlaubt ActiveSync-fähigen Geräten mit einem Kolab-Server E-Mail und PIM-Daten zu synchronisieren (integriert in Kolab v2.3.x).
- Kolab-Android [15], [16] ist ein weiterer Weg, Kalender und Kontakte von Android-basierten Geräten (z. B. Smartphones, Tablets) mit einem Kolab-Server zu synchronisieren.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ On the Kolab Server 2.4 Release. In: kolab.org. 8. Mai 2012, abgerufen am 18. September 2012 (englisch).
- ↑ Kolab 3 Beta released - Debian packages ready. In: kolab.org. 27. November 2012, abgerufen am 2. Dezember 2012 (deutsch).
- ↑ http://www-old.kolab.org
- ↑ a b c d e About Kolab Server. Abgerufen am 31. Januar 2012.
- ↑ a b Kolab Clients. In: kolab.org. Abgerufen am 18. September 2012 (englisch).
