Kolabäume

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Kolabäume
Cola acuminata, Illustration mit Frucht

Cola acuminata, Illustration mit Frucht

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Malvengewächse (Malvaceae)
Unterfamilie: Sterkuliengewächse (Sterculioideae)
Gattung: Kolabäume
Wissenschaftlicher Name
Cola
Schott & Endl.
Illustration mit Blüten von Cola acuminata.
Blütenstand von Cola acuminata mit weiblichen und männlichen Blüten.
Laubblätter und unreife Früchte von Cola cordifolia.
Reife offene Frucht mit Samen Cola cordifolia.

Die Kolabäume (Cola) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Stinkbaumgewächse (Sterculioideae) innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie ist in Afrika südlich der Sahara beheimatet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Cola-Arten wachsen als meist verzweigte Bäume. Die Blüten sind meist funktional eingeschlechtig. Es ist nur ein Hüllblattkreis vorhanden, die Kronblätter fehlen. Es sind drei bis sieben kronblattähnliche Kelchblätter vorhanden. Es sind fünf bis zwanzig Staubblätter vorhanden. Die Fruchtblätter sind frei.

Vorkommen[Bearbeiten]

Alle Cola-Arten stammen aus Afrika südlich der Sahara (Subsahara) und erreichen Madagaskar nicht.[1] Wenige Arten werden heute in den ganzen Tropen kultiviert; bedeutendste Anbauländer sind dabei Brasilien, Nigeria und die Westindischen Inseln.

Das Zentrum der Artenvielfalt der Gattung Cola liegt in den „Guinea-Congolian“ Regenwäldern West- und Zentralafrikas. Aber es gibt auch Arten in den sie umgebenden tropischen laubwerfenden Wäldern. Und es gibt ein zweites Zentrum der Artenvielfalt entlang der Ostafrikanischen Küste.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Cola wurde 1832 durch Heinrich Wilhelm Schott und Stephan Ladislaus Endlicher in Meletemata Botanica, S. 33 aufgestellt. Typusart ist Cola acuminata (P.Beauv.) Schott & Endl.[2] Synonyme von Cola Schott & Endl. sind: Bichea Stokes, Chlamydocola (K.Schum.) Bodard, Colaria Rafin., Courtenia R.Br., Edwardia Rafin., Ingonia Pierre ex Bodard, Lunanea DC., Lunanaea Endl. orthographische Variante von Lunanea DC., Siphoniopsis Karst.[1]

Die Zahl der Arten in der Gattung Cola wird kontrovers diskutiert: weniger als 100 bis etwa 125 Arten. In African Flowering Plant Database gelten 103 als gültig und weitere sechs Arten, deren Status unklar ist. Manchmal wird eine Gattung Chlamydocola mit zwei Arten ausgegliedert. Von einigen Arten ist nur wenig bekannt, beispielsweise kennt man Cola buesgenii nur von der Typusaufsammlung.[1]

Die Gattung Cola kann in eine Untergattung Cola (Syn.: Eucola oder Autocola, Schizocola, Chlamydocola, Haplocola, Cheirocola, Protocola, Anomocola) aufgeteilt werden und die Untergattung Cola gliedert man in zwei Sektionen.[1]

Als gesicherte gültige Arten gelten:[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Zwei Arten der Sektion Cola, Cola nitida und Cola acuminata werden extensiv angebaut um ihre Coffein- und Theobromin-haltigen Früchte, die sogenannten Kolanüsse, zu ernten.[1] Nähere Erläuterungen zur Verwendung und den Inhaltsstoffen der Nüsse befinden sich im Artikel Kolanuss.

In Westafrika werden die Kolanüsse gekaut. Früher dienten die Kolanüsse als Geschmacksgeber für Cola-Getränke; dies ist heutzutage jedoch unüblich. Kolanüsse wurden also ursprünglich auch zur Herstellung von Coca-Cola verwendet. Von den Früchten der anderen Arten der Sektion Cola: Cola ballayi, Cola verticillata und Cola sphaerocarpa wird behauptet, sie seien essbar.[1]

Quellen[Bearbeiten]

  • H. Wild: Sterculiaceae in der Flora Zambesiaca, Volume 1, 1961: Cola - Online.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Stewart Robert Hinsley: Eintrag bei der Malvaceae-Website, 2010.
  2. Cola bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kolabäume (Cola) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Kolabaum – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen