Kollmar

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kollmar (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kollmar führt kein Wappen
Kollmar
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kollmar hervorgehoben
53.7333333333339.49638888888890Koordinaten: 53° 44′ N, 9° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Steinburg
Amt: Horst-Herzhorn
Höhe: 0 m ü. NHN
Fläche: 32,82 km²
Einwohner: 1697 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25377
Vorwahlen: 04124, 04128
Kfz-Kennzeichen: IZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 61 118
Adresse der Amtsverwaltung: Elmshorner Straße 27
25358 Horst
Webpräsenz: www.amt-horst-herzhorn.de
Bürgermeister: Klaus Kruse (SPD)
Lage der Gemeinde Kollmar im Kreis Steinburg
Karte

Kollmar ist eine Gemeinde im Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein.

Die Dorfkirche von Kollmar

Geographie und Verkehr[Bearbeiten]

Kollmar liegt etwa 8 km westlich von Elmshorn direkt an der Elbe in der Kremper Marsch. Nordöstlich verläuft die Bundesstraße 431 von Elmshorn nach Glückstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Kollmar wurde 1377 erstmals als Pfarrei zum Kirchspiel Asvlet urkundlich genannt. Asvlet lag von Kollmar aus elbwärts und ging in den Fluten der Elbe unter. Das Kirchspiel wurde 1393 letztmals erwähnt.

Hans von Ahlefeldt erwarb 1494 die Haseldorfer Marsch, zu der damals auch Seestermühe und Kollmar zählten. Die Ahlefeldts blieben bis 1626 im Besitz von Kollmar. Sie ließen im Jahr 1586 das Schloss Oevelgönne errichten. Baumeister war der Italiener Franz de Rocha. 1815 wurde das baufällige Schloss abgerissen.

1657/58 wurde der Ort durch schwedische Söldner fast vollständig zerstört.

Die Güter Klein-Kollmar und Groß-Kollmar entstanden 1716 und 1820 übernahm Graf von Kielmannsegge – Besitzer von Klein-Kollmar – auch das Gut Groß-Kollmar. 1862 verkaufte er den Gutsbesitz an eingesessene Bauern.

Die heutige Gemeinde entstand am 1. September 1974 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Groß Kollmar und Klein Kollmar.[2]

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2008 sechs Sitze, die CDU hat vier und die Wählergemeinschaft WG drei Sitze.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Kollmar ist ein Kirchspieldorf und noch hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt. Auch der Tourismus (Naherholung) spielt eine Rolle. Außerdem ist der Ort Wohnort vieler Pendler, die im nahe gelegenen Elmshorn, Glückstadt oder Hamburg arbeiten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kollmar wird gerne von Ausflüglern der umgebenden Orte besucht, die am Elbufer die vorbeifahrende Schiffe betrachten. Im Unterschied zur Seestermüher Marsch und Teilen der Haseldorfer Marsch liegt die Fahrrinne nah am Ufer und wird von keiner Elbinsel verdeckt.

Sehenswert ist auch die Kirche zu Kollmar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, ein einschiffiger Backsteinbau mit dreiseitigem Ostschluss.

Im Jahr 2003 brannte die Erdwallholländermühle von 1815 zusammen mit dem historischen Nebengebäude vollständig nieder.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Trede: Kollmar, Ein Marschendorf am Ufer der Elbe, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum, 2002, ISBN 3-89876-079-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kollmar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 186.