Kolonialwaren
Als Kolonialwaren bezeichnete man früher, insbesondere zur Kolonialzeit, überseeische Lebens- und Genussmittel, insbesondere Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee. Kolonialwarenhändler handelten mit diesen Produkten, die in Kolonialwarenläden verkauft wurden.
Der Kolonialwarenhandel wurde statistisch vom Produktenhandel und vom Manufakturwarenhandel abgegrenzt.
Bis in die 1970er Jahre hatte sich der Begriff Kolonialwarenladen noch gehalten. Sie boten zwar keine Kolonialwaren mehr an, jedoch alle Grundnahrungsmittel, unabhängig vom Herkunftsland, daneben auch Seife, Waschmittel, Petroleum und anderen Haushaltsbedarf. Er entsprach damit dem Tante-Emma-Laden in Deutschland oder der Schweiz, während in Österreich der Begriff Greißler Verwendung fand. Der Kolonialwarenladen Wilhelm Holtorf in Bremen gilt als Deutschlands letzter Kolonialwarenladen.[1]
Die Bezeichnung ist noch im Namen des weit verbreiteten Einzelhandelsverbandes Edeka zu finden („Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin“ – kurz E. d. K.).
Bildergalerie [Bearbeiten]
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Bäckerei, Conditorei und Kolonialwaren in Roggwil TG, Schweiz