Kolontár

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Kolontár
Wappen von Kolontár
Kolontár (Ungarn)
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Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Mitteltransdanubien
Komitat: Veszprém
Koordinaten: 47° 5′ N, 17° 28′ O47.08428888888917.474963888889Koordinaten: 47° 5′ 3″ N, 17° 28′ 30″ O
Fläche: 21,72 km²
Einwohner: 746 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 88
Postleitzahl: 8468
KSH kódja: 30182
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Károly Tili
Postanschrift: Kossuth utca 24
8468 Kolontár
Webpräsenz:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Kolontár (deutsch Korntal) ist eine Gemeinde im Kleingebiet Devecser innerhalb des Komitats Veszprém im Westen von Ungarn.

Der Ort wurde 1210 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, während der Mongoleneinfälle stark entvölkert und durch deutsche Kolonisten wieder aufgebaut.

Am 4. Oktober 2010 ereignete sich im in der Stadt Ajka angesiedelten Aluminiumwerk der MAL AG (Magyar Aluminium) ein schwerer Industrieunfall, der so genannte Kolontár-Dammbruch. Aus dem ca. 1 km von Kolontár entfernten Deponiebecken traten 600.000 bis 700.000 Kubikmeter[1] ätzender, schwermetallhaltiger Rotschlamm aus und überflutete ca. 800 Hektar Land,[2] darunter den Großteil des Ortes Kolontár zum Teil hüfthoch. Zehn Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, 150 wurden verletzt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kolontár – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Laut neuen Schätzungen von Freitag ... 600.000 bis 700.000 Kubikmeter (Der Standard, Online-Ausgabe vom 9. Okt. 2010)
  2. Offizielle Website der Ungarischen Regierung zum Kolontar-Dammbruch
  3. ... Traurige Zwischenbilanz: Acht Tote (Der Standard, Online-Ausgabe vom 12. Okt. 2010)