Kolumbien-Kreischeule

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Kolumbien-Kreischeule
Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
Gattung: Kreischeulen (Megascops)
Art: Kolumbien-Kreischeule
Wissenschaftlicher Name
Megascops columbianus
Traylor, 1952

Die Kolumbien-Kreischeule (Megascops columbianus) ist eine Eulenart aus der Gattung der Kreischeulen. Sie ist in Kolumbien und Ecuador heimisch. Das Taxon wurde 1952 von Melvin Alvah Traylor junior als Unterart Otus ingens columbianus beschrieben und 2003 auf Vorschlag des South American Classification Committee in die Gattung Megascops transferiert.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Kolumbien-Kreischeule wird 26 bis 28 Zentimeter lang. Die Männchen erreichen ein Gewicht von 150 bis 156 Gramm, die Weibchen sind mit einem Gewicht von ungefähr 210 Gramm etwas schwerer. Es gibt eine graubraune und eine rostbraune Morphe. Die Kolumbien-Kreischeule ähnelt der Salvin-Kreischeule (Megascops ingens). Sie hat jedoch einen längeren unbefiederten Lauf. Die Schulterstreifen sind häufig weniger auffällig und mehr beigebraun. Die Arm- und Handschwingen sowie die Unterseite weisen keine weiße Gefiederzeichnung auf.

Vorkommen und Lebensraum[Bearbeiten]

Die Kolumbien-Kreischeule bewohnt Bergnebelwälder mit dichten Unterholz an den Westhängen der Anden vom westlichen Zentralkolumbien bis ins nordwestliche Ecuador.

Lebensweise[Bearbeiten]

Über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt. Sie ist nachtaktiv und ernährt sich von großen Insekten und kleinen Wirbeltieren.

Status[Bearbeiten]

Über ihren Populationsstatus ist bisher nur wenig bekannt. Sie lebt in einem eingeschränkten Verbreitungsgebiet, das durch Waldrodungen gefährdet ist.

Literatur[Bearbeiten]

  • Del Hoyo, J.; Elliot, A. & Sargatal, J. (Hrsg.) (1999): Handbook of the Birds of the World. Volume 5: Barn-Owls to Hummingbirds. Lynx Edicions. ISBN 84-87334-25-3

Weblinks[Bearbeiten]

  • Megascops colombianus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am 30. Januar 2009