Kombiinstrument

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Kombiinstrument im Fiat Punto 176 mit Kontrollleuchten

Als Kombi-Instrument (Abkürzung für Kombinationsinstrument, englisch Instrument Cluster) bezeichnet man den Instrumentenblock von Kraftfahrzeugen (PKW, LKW, Motorräder usw.), der aus dem Zusammenfügen von Tachometer, Kilometerzähler, Drehzahlmesser, Tankanzeige, Kühlmitteltemperaturanzeige, Kontrollleuchten und Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker) besteht.

Während dieses früher mechanische Anzeigen waren und später elektrische Anzeigen, handelt es sich heute meistens um Kleincomputer. Mit der Einführung von Mikroprozessoren und Mikrocontrollern wurden (grafikfähige) LC-Displays möglich. Als neueste Anzeigeoption ist das Head-Up-Display hinzugekommen, das um 1980 erstmals im Cockpit von Flugzeugen auftauchte. Zur besseren Ablesbarkeit gibt es meist weiterhin Zeigerinstrumente, diese werden jedoch von prozessorgesteuerten Schrittmotoren angetrieben. Als Steuergerät ist das Kombi-Instrument am CAN-Bus des Fahrzeugs angebunden (ein historischer, heute bedeutungsloser Vorläufer war der U22C-Bus[1], auch die K-Leitung findet Verwendung). Dieses erfolgt, um die notwendigen Informationen zur Anzeige von den angeschlossenen Steuergeräten wie z. B. Motorsteuerung, Antiblockiersystem (ABS) und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) einzusammeln.

Weitere Zusatzfunktionen, die oft vom Kombiinstrument übernommen werden, sind Anzeige der Uhrzeit – auch mit DCF77-Synchronisation, Anzeige der Außentemperatur – oft verbunden mit Eiswarnung, Abstandswarnung mit grafischer Anzeige, Bordcomputer-Funktionalität, beim Tachometer Ansteuerung des Fahrtenschreibers, Ölstandsanzeige, Teilnahme an der Implementierung der Wegfahrsperre sowie Auswertung der Informationen zu Motorbelastung und Fahrstrecke (in einfacheren Ausführungen nur letzterer), um den Fahrer auf eine fällige Inspektion hinzuweisen. Neben Display und Kontrollleuchten gibt es meist auch akustische Ausgabemöglichkeiten, beispielsweise für Warntöne oder als hörbare Rückmeldung der Blinkerfunktion. Diese Optionen variieren sehr von einem Kfz-Hersteller zum nächsten sowie über die Ausstattungsvarianten innerhalb einer Modellreihe von einfacher Grund- bis zur Komfortversion.

In letzter Zeit wurden die Kombi-Instrumente durch Fahrzeugnavigation, Multimedia-Anwendungen und Notruf-Möglichkeiten erweitert. Die Entwicklung des Kombi-Instrumentes ist in Deutschland eng mit den Firmen VDO und Robert Bosch verknüpft, in Frankreich mit der Firma Jaeger, in Großbritannien mit der Firma Lucas, sowie mit der US-Firma Delphi Corporation, die auch über deutsche Niederlassungen verfügt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Elektronik: „Nur lenken muß man noch selbst“. Nr. 22, 31. Oktober 1985.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Heinz Dietsche, Thomas Jäger, Robert Bosch GmbH: Kraftfahrtechnisches Taschenbuch. 25. Auflage, Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, Wiesbaden, 2003, ISBN 3-528-23876-3
 Commons: Kombiinstrumente – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien