Kommission der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung

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Die Kommission der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung (englisch Commission on Sustainable Development, CSD) war das wichtigste Organ diesen Bereich betreffend innerhalb des UN-Systems. Sie war eine Plattform für Fachwissen und Zugpferd für die Nachhaltige Entwicklung. Sie hatte ihren Sitz in New York.

Gründung[Bearbeiten]

Die CSD wurde 1992 von der Resolution A/RES/47/191[1] der UN-Generalversammlung gegründet. Die Gründung der CSD erfolgte im Anschluss an die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die CSD hatte die Aufgabe, die Fortschritte der in der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung (1992) und der Agenda 21 festgesetzten Ziele zu verfolgen. Später erhielt die CSD die Aufgabe die Erfüllung des Johannesburg-Aktionsplans (engl. Plan of Implementation; 2002) auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene anzuleiten. Außerdem führte die Kommission eine Vielzahl von innovativen Aktivitäten durch. (Partnerships Fair, Learning Centre, Roundtables, etc.). Ein weiteres Ziel der CSD war die Förderung des Dialogs zwischen Ministerien und den sogenannten Major Groups (von der UN festgelegte Verbände wichtiger Interessenvertretungen und NGOs für neun wichtige Themengebiete, z. B. Frauen, Gewerkschaften und indigene Völker).

Struktur und Organisation[Bearbeiten]

Die Kommission war eine funktionelle Kommission des UN-Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC). Sie bestand aus 53 Vertretern der Mitgliedstaaten. Ein Drittel der Mitglieder wurde jedes Jahr neu gewählt. Eine Sitzungsperiode der Kommission dauerte zwei Jahre. Während der jährlichen Treffen wurden Themenkomplexe besprochen. Ein Themenkomplex umfasste mehrere fächerübergreifende Schwerpunktthemen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Resolution A/RES/47/191