Komotini

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Gemeinde Komotini
Δήμος Κομοτηνής (Κομοτηνή)
Komotini (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Ostmakedonien und Thrakien
Regionalbezirk: Rodopi
Geographische Koordinaten: 41° 7′ N, 25° 24′ O41.11722222222225.401111111111Koordinaten: 41° 7′ N, 25° 24′ O
Fläche: 644,66 km²
Einwohner: 66.919 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 103,8 Ew./km²
Gemeindelogo:
Gemeindelogo von Gemeinde Komotini
Sitz: Komotini
LAU-1-Code-Nr.: 730100
Gemeindebezirke: 3 Gemeindebezirke
Lokale Selbstverwaltung: f121 Stadtbezirk
25 Ortsgemeinschaften
Website: www.komotini.gr
Lage in der Region Ostmakedonien und Thrakien
Bild:2011 Dimos Komotinis.svg

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Komotini (griechisch Κομοτηνή [kɔmɔtiˈni] (f. sg.), türkisch Gümülcine, bulgarisch Гюмюрджина/Gjumjurdschina) ist die Hauptstadt der griechischen Region Ostmakedonien und Thrakien. Sie liegt am Südrand der Rhodopen. Sie ist Sitz eines orthodoxen Bischofs und seit 1973 der Demokrit-Universität Thrakien.

In der Nähe der Stadt befinden sich die Ruinen der mittelalterliche Festung Mosinopol, in der sich die Via Egnatia und eine Abzweigung Richtung Norden zur Festung Stanimaka und Via Militaris kreuzten.

Der lokale Verein Panthrakikos spielt in der ersten griechischen Fußballliga. Komotini ist mit der türkischen Stadt Yalova befreundet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bulgarische Flüchtlinge aus Komotini

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Komotini griechisch. In der Folge wurde die bulgarische Bevölkerung vertrieben (→ Thrakische Bulgaren). Ein Teil der Vertriebenen ließ sich in Sosopol und anderen Orten in der Region von Burgas nieder.[2]

Ungefähr die Hälfte der Einwohner Komotinis sind ethnische Türken und Pomaken mit griechischer Staatsangehörigkeit[3] (vgl. auch Türken in Westthrakien). Sie wurden in dem Vertrag von Lausanne vereinbarten Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei 1923 ausgenommen, ebenso wie Griechen von Istanbul, von Gökçeada (griech. Imbros) und Bozcaada (griech. Tenedos). Im Gegensatz zu den Griechen in der Türkei, ist ihre Zahl seit 1923 konstant geblieben, oder gewachsen.

Komotini ist auch von Studenten geprägt, da die hiesige Universität ein beliebter Studienstandort ist.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Reginald Byron (Hrsg.), Ullrich Kockel: Negotiating Culture: Moving, Mixing and Memory in Contemporary Europe, In. Band 5 European Studies in Culture and Policy, LIT Verlag Münster, 2006, S. 9.1
  3. Gesellschaft für bedrohte Völker, An den Rand gedrängt - Türkische Minderheit in Westthrakien - Demnach sind es 105.000 Moslems mit griechischer Staatsbürgerschaft, darunter 48 Prozent Minderheitstürken. Etwa die Hälfte der Einwohner Komotinis – türkisch Gümülcine - sind Türken.

Siehe auch[Bearbeiten]