Kompanie Linge

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Martin Linge, 1941.

Die Kompanie Linge (offiziell: Norwegian Independent Company No. 1, NOR.I.C.1, in Norwegen umgangssprachlich später auch: Linge-Folk, „die Linge-Leute“) wurde im März 1941 in Großbritannien gebildet, nachdem die norwegische Regierung und die loyale militärische Führung sowie ein Teil der Streitkräfte nach der Besetzung Norwegens durch Nazideutschland seit 1940 dort im Exil lebten. Bekannter, oder sogar berühmt, ist die unter Norwegern gängige Bezeichnung nach dem Gründer und erstem Leiter, Hauptmann Martin Linge, der bereits am 27. Dezember 1941 im Einsatz fiel.

NOR.I.C.1 bestand zunächst aus nach England entkommenen Teilen der norwegischen Streitkräfte, wurde aber bald durch freiwillige (beispielsweise bei Kriegsbeginn in Drittstaaten befindliche) Norweger ergänzt und war in das britische Special Operations Executive (SOE) eingegliedert.

Aufgabe war, die Alliierten im Kampf gegen Hitlerdeutschland durch nachrichtendienstlich benötigte Informationen und Sabotageakte zu unterstützen, Einsätze die sich im Wesentlichen auf das Staatsgebiet Norwegens beschränkten. Die Einheit arbeitete dafür mit norwegischen Widerstandsorganisationen wie der Milorg zusammen,[1] die zwar ebenfalls seit 1941 dem Norwegischen Oberkommando im Exil unterstand, aber bis 1942 mit der SOE konkurrierte.

Agenten der Kompanie Linge waren beispielsweise maßgeblich an den Vorbereitungen zur Zerstörung des Schlachtschiffes Tirpitz und des Kraftwerks von Norsk Hydro in Vemork beteiligt („Norwegische Schwerwasser-Sabotage“).

Das neutrale Schweden duldete immerhin an seiner Grenze zu Norwegen stillschweigend, was man offiziell Norwegische Polizei nannte, erlaubte norwegischen Maschinen, schwedische Flugplätze zu nutzen um beispielsweise Agenten an ihren Bestimmungsorten abzusetzen, und ermöglichte die Ausreise flüchtiger Norweger und Juden auf dem Luft- oder Seeweg.

Mitglieder (Auswahl)[Bearbeiten]

Von rund 530 namentlich bekannten Mitgliedern der Einheit starben 57 im Einsatz.[2]

siehe ggf. ergänzend

Anmerkungen und Quellen[Bearbeiten]

  1. Daneben gab es Sivorg („Zivile Organisation“, no:Sivorg, zusammengefasst unter „Heimatfront“, no:Hjemmefronten), weiters die kommunistische Komorg und Splittergruppen.
  2. enWP

Weblinks[Bearbeiten]