Konfederatka

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Polnischer Adliger mit Konfederatka 1781

Die Konfederatka (im Deutschen auch Konföderatka, „Bundesmütze“, im Polnischen auch rogatywka, „Eckenmütze“, genannt) ist eine traditionelle Mütze der polnischen Ulanen, die mit dem Einsatz polnischer Legionen durch Napoleon Bonaparte während der Koalitionskriege in ganz Europa zum Vorbild für die Tschapka wurde.

Entstanden ist sie vermutlich aus der traditionellen Kopfbedeckung der Bauern aus der Gegend um Krakau, die unter dem Namen krakuska bekannt ist und eine geringere Höhe hat.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Konfederatka ist meist sehr hoch und hat oben typischerweise einen viereckigen Deckel. Unten ist sie oft mit Pelz verbrämt oder weist einen besonders hohen Mützensteg auf, der bei militärischen Verwendungen zum Anbringen von verschiedenen Abzeichen verwendet wird.

Moderne Fassungen haben einen schwarzen Lederschirm, über dem ein hochgeklappter Kinnriemen verläuft.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Mütze wurde in verschiedenen Phasen der Geschichte als Ausdruck des polnischen Nationalgefühls verwendet. So zum Beispiel während des Aufstandes 1830 gegen Russland (Novemberaufstand) und während der revolutionären Zeiten um 1848.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Mütze als Uniformbestandteil von den Kommunisten abgeschafft, von General Jaruzelski in den 1980er Jahren aber wieder eingeführt. 1961 wurde die sogenannte Feldeckenmütze eingeführt die aus dem gleichen Material wie die Felduniform, hergestellt wurde. Diese Mütze war außer beim Militär auch bei der Milicja Obywatelska und der Feuerwehr in Gebrauch. In den 1990ern wurde diese aber beim Militär durch das Barett ersetzt.

In den Jahren während und nach den napoleonischen Kriegen bis etwa 1820 wurde die Konfederatka auch als Bestandteil der studentischen Tracht in Deutschland getragen. In Königsberg war sie bis in die 1850er Jahre als Studentenmütze verbreitet.

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

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