Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen

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Die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen oder auch Weltumweltkonferenz, kurz UNCHE (engl. United Nations Conference on the Human Environment), fand vom 5. bis 16. Juni 1972 in Stockholm statt und war die erste Konferenz der Vereinten Nationen zum Thema Umwelt und gilt als Beginn der internationalen (globalen) Umweltpolitik.

Zur Erarbeitung einer „Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen“ trafen sich mehr als 1200 Vertreter aus 113 Staaten. Die verabschiedete Deklaration beinhaltet 26 Prinzipien für Umwelt und Entwicklung. Darüber hinaus wurde ein Aktionsplan mit 109 Empfehlungen verfasst, der Maßnahmen des internationalen Umweltmanagements expliziter ausführt.

Mit ihrer Verabschiedung bekennen sich die Staaten zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Umwelt- und Naturschutzfragen. In der Folge wurde im selben Jahr das Umweltprogramm der Vereinten Nationen gegründet, welches weitere Konferenzen vorbereitete. Zahlreiche Umweltabkommen resultierten direkt oder indirekt aus der UNCHE, so z. B.

Die nachfolgende Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro (auch als Weltgipfel bezeichnet) wird meist als Höhepunkt der UN-Konferenzen wahrgenommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann J. Schulte: Nur eine Erde. Umwelt (VDI Düsseldorf) 2(3), S. 20–23 (1972), ISSN 0041-6355
  • Hermann J. Schulte: 106 Empfehlungen und eine Deklaration. Umwelt (VDI Düsseldorf) 2(4), S. 20–24 (1972), ISSN 0041-6355
  • Lutz Franke: Konsensus ohne Verbindlichkeit. Umwelt (VDI Düsseldorf) 2(4), S. 24–26 (1972), ISSN 0041-6355
  • Schulz-Walden, Thorsten (2013): Anfänge globaler Umweltpolitik. Umweltsicherheit in der internationalen Politik (1969–1975), Oldenbourg Verlag, München, ISBN 978-3-486-72362-5.

Weblinks[Bearbeiten]