Konflikt (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Konflikt
Originaltitel Conflict
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1945
Länge 86 Minuten
Stab
Regie Curtis Bernhardt
Drehbuch Romanvorlage:
Alfred Neumann
Robert Siodmak
Drehbuch:
Arthur T. Horman
Dwight Taylor
Produktion William Jacobs
Musik Frederick Hollander
Kamera Merritt B. Gerstad
Besetzung

Konflikt (Originaltitel: Conflict, Alternativtitel: Tatort Springfield) ist ein US-amerikanischer Schwarz-Weiß-Thriller und Film noir aus dem Jahr 1945.

Der von Warner Bros. produzierte Film entstand nach einer Vorlage von Alfred Neumann und Robert Siodmak. Regie führte Curtis Bernhardt, Produzent war William Jacobs, Koproduzent Jack L. Warner. In den Hauptrollen spielten Humphrey Bogart, Alexis Smith und Sydney Greenstreet.

Handlung[Bearbeiten]

Richard, ein wohlhabender Architekt, der nach einem Verkehrsunfall vorgibt, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, und Kathryn Mason scheinen ein glücklich verheiratetes Paar zu sein. In Wahrheit jedoch liebt Richard heimlich Kathryns jüngere Schwester Evelyn. An ihrem fünften Hochzeitstag, kurz bevor sie zu einer Feier zu Freunden aufbrechen wollen, stellt seine Frau ihn zur Rede und empfiehlt ihm, sich ihrer Schwester nicht zu offenbaren, da sie ihn auslachen würde. Außerdem werde sie einer Scheidung niemals zustimmen, er könne davon ausgehen, dass er sie „nie los werde.“

Richard plant daraufhin kühl berechnend, seine Frau während einer Autofahrt zu einem Bergkurort, wo er therapiert werden soll, zu ermorden. Im letzten Moment bleibt Richard zu Hause, angeblich um ein Projekt abzuschließen, und Kathryn fährt alleine. Auf der einsamen Bergstraße passt er sie ab und lässt den Wagen mit seiner Frau in einen Abgrund stürzen. Anschließend kehrt er heim und setzt sich wieder in seinen Rollstuhl, was ihm als Alibi dient. Auch seine Angestellten haben ihn ja zu Hause in seinem Rollstuhl gesehen.

Als Kathryn als vermisst gemeldet wird, wird Richard von dem Psychiater und Freund der Familie Dr. Mark Hamilton eines Verbrechens verdächtigt, da Mason bei seiner Befragung durch Polizeikommissare erwähnt hat, dass seine Frau eine Rose am Knopfloch trug. Diese Rose hatte Kathryn von Hamilton erhalten, nachdem sie sich von ihrem Mann verabschiedet hatte, er konnte also nicht wissen, dass sie sie trug. Dr. Hamilton arbeitet in der Folge mit der Polizei zusammen, um Hinweise für Richard zu platzieren, die ihn zu dem Glauben verleiten, seine Frau sei noch am Leben. Richard Mason fängt an, seinem eigenen Urteil zu misstrauen. Aufgeregt erscheint er bei Dr. Hamilton, um die für ihn unerklärlichen Dinge mit ihm zu besprechen. Der Psychiater meint, dass er ihm nicht helfen könne, nur er selbst könne sich jetzt noch helfen. Richard kehrt daraufhin an den Ort des Geschehens zurück. Mühsam steigt er den Abhang hinunter, wo er den zerbeulten Wagen mit einer Taschenlampe ableuchtet. Seine Frau ist nicht im Auto. Unvermittelt erklingt die Stimme des Psychiaters, der ihm mit der Polizei gefolgt ist. Dr. Hamilton hält ihm seine Angabe in Bezug auf die Rose vor. Schon bei seiner ersten Aussage, habe er gewusst, dass Richard lüge. Darum habe man ihm Fallen gestellt. „Hat Evelyn davon gewusst“, nur das will Richard noch wissen. Als Dr. Hamilton das verneint, ist er erleichtert und meint: „Na gut, es ist vorbei“ und lässt sich abführen.

Kritiken[Bearbeiten]

Die Filmhistoriker Alain Silver und Elizabeth Ward bemerkten, dass der Film dafür nennenswert sei, wie das Lied „Tango of Love“ als Leitmotiv benutzt wird, um das wiederholte, scheinbare Wiederauftreten von Kathryn anzudeuten; wobei die Streicherarrangements für den Duft von Parfüm stehen sollen. [1]

„Atmosphärisch dichte Spannungsgeschichte mit kraftvoller Bildsprache. In der intensiven Darstellung von Humphrey Bogart erscheinen Tatmotiv und Entlarvung mehr als tragischer Konflikt, eine fast entschuldigende Sichtweise, die für den Mörder einnimmt.“

Lexikon des internationalen Films
Cinema
Kein "großer", aber ein raffinierter, spannender Bogart-Krimi, auch bekannt unter dem Titel "Tatort Springfield" Fazit: Hinterhältig und bestens gespielt.[2]

Quellen[Bearbeiten]

  1.  Alain Silver, Elizabeth Ward, The Overlook Press (Hrsg.): Film Noir An Encyclopedic Reference to the American Style. 1992, ISBN 0-87951-479-5.
  2. Konflikt bei Cinema.de

Weblinks[Bearbeiten]