Konklave 1724

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Wappen des Kardinalkämmerers während der Sedisvakanz

Das Konklave von 1724 trat nach dem Tod von Papst Innozenz XIII. (7. März 1724) zusammen und tagte vom 20. März 1724 bis zum 29. Mai 1724. Es dauerte 71 Tage und wählte Papst Benedikt XIII. zum Papst.

Kardinalskollegium[Bearbeiten]

Papst Innozenz XIII.
Papst Benedikt XIII.

Als Papst Innozenz XIII. verstarb, zählte das Kardinalskollegium 65 Kardinäle. Die 53 am Konklave teilnehmenden Kardinäle wurden ernannt in den Pontifikaten der Päpste

Konklave[Bearbeiten]

Als das Konklave am 20. März 1724 zusammentrat, zählte es 31 Teilnehmer, deren Zahl jedoch bald auf 53 anstieg. Lediglich 12 Kardinäle haben an der Wahl nicht teilgenommen. Der Tagungsort des Konklaves war der Vatikan.

Wahlbeobachter und Sprecher waren im Konklave

Bereits zu Beginn versuchte die Partei der Zelanti den Kardinal Imperiali durchzusetzen, der jedoch von Franzosen und Spaniern abgelehnt wurde. Auch Kardinal Paolucci scheiterte als Kandidat. Nun schlug Kardinal Annibale Albani die sechs Kardinäle Corsini, Spada, Piazza, Barbarigo, Bussi und Olivieri als Kandidaten vor. Von ihnen bevorzugte er Bussi und Olivieri.

Als am 12. April Kardinal Rohan eintraf, ging sogleich das Gerücht um, er solle die Wahl Olivieris durchsetzen. Zudem kam es zu Gerüchten, dass Olivieri dem König von Frankreich zugesagt habe, er werde nach seiner Wahl die Bulle Unigenitus abschaffen und verschiedene italienische Gebiete an Spanien abtreten.

Am 25. April trafen dann Kardinal Polignac und der kaiserliche Gesandte Graf Kaunitz ein. Dieser teilte Kardinal Alvaro Cienfuegos mit, dass dem Kaiser die Wahl der Kardinäle Pamfili, Vallemani, Spada, Piazza, Corradini, Caracciolo, Tanara, Gozzadini, Orsini, Ruffo, Colonna, Davia, Boncompagni, Pico und Pignatelli angenehm sei.

Kardinal Cienfuegos bemühte sich nun, unterstützt durch die Franzosen, Kardinal Piazza zum Papst wählen zu lassen. Er hatte hierfür einen Block von 32 Kardinälen, so dass ihm lediglich noch vier Stimmen fehlten. Doch Kardinal Albani versuchte alles, um diese Wahl zu verhindern. Hierfür setzte er sogar das Gerücht in Umlauf, dass Piazza ein Jansenist sei. Die Chancen Piazzas sanken mit jedem Tag.

Bei der Wahl am 23. Mai fielen dann auf Kardinal Orsini 26 Stimmen und bei der Wahl am 24. Mai 27 Stimmen.

Am Abend des 28. Mai teilte Kardinal Belluga Orsini seine bevorstehende Wahl mit, gegen die sich der Kandidat jedoch sträubte. Schließlich gelang es den Kardinälen Albani, Tolomei und Corradini am Morgen des 29. Mai, Orsinis Bedenken zu zerstreuen.

Als es anschließend in der Sixtinischen Kapelle zur Wahl kam, vereinte Kardinal Orsini alle Stimmen auf sich.

Quellen[Bearbeiten]