Konrad Buchwald

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Konrad Buchwald (* 16. Februar 1914 in Jena; † 9. März 2003 in Flensburg) war ein deutscher Botaniker, Naturschützer und Landschaftsplaner.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn des Pädagogen und Germanisten Reinhard Buchwald studierte von 1932 bis 1937 an der Universität Heidelberg Biologie, Botanik, Geografie, Geologie, Mineralogie, Chemie und Physik. 1949 promovierte er an der Universität Heidelberg mit seiner Arbeit Die nordwestdeutschen Heiden, ihre Erforschungsgeschichte, Pflanzengesellschaften und deren Lebensbedingungen zum Doktor der Naturwissenschaften. Nach dem Wehrdienst war er Leiter des Sachgebiets Ingenieurbiologie bei der Regierung Württemberg-Hohenzollern in Tübingen.

Buchwald habilitierte sich 1955 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen in Geobotanik. Anschließend war er von 1955 bis 1960 Direktor der Landesstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Baden-Württemberg sowie Privatdozent an der Universität Tübingen. Von 1960 bis zu seiner Pensionierung 1979 war er ordentlicher Professor für Landespflege und Direktor des Instituts für Landschaftspflege und Naturschutz an der Technischen Universität Hannover.

1971 hat Buchwald am ersten Entwurf für ein Bundesnaturschutzgesetz entscheidend mitgewirkt. Zudem widmete er sich dem Schutz von Seen und Meeren, wobei das Wattenmeer und die Ostfriesischen Inseln Schwerpunkt seines Interesses waren.

Buchwald war einer der 16 Unterzeichner der Grünen Charta von der Mainau. Mitte der 1990er Jahre steuerte Buchwald der BUND-MISEREOR-Studie "Zukunftsfähiges Deutschland" Beiträge zu einer Politik der Nachhaltigkeit bei. 1997 erhielt er den Reinhold-Tüxen-Preis.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Heinz-Siegfried Strelow: Konrad Buchwald. Abschied, in: Naturkonservativ heute. Jahrbuch der Herbert-Gruhl-Gesellschaft 2004, Essen: Verlag Die Blaue Eule, 2004, S. 74-77; (online unter: www.naturkonservativ.de)

Weblinks[Bearbeiten]