Konrad I. (Luxemburg)

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Konrad I. (* um 1040; † 8. August 1086) war von 1059 bis 1086 Graf von Luxemburg. Er war der Erstgeborene des Giselbert von Luxemburg und verheiratet mit Clémence von Poitiers[1] (PDF; 3,4 MB), einer Tochter des Guillaume l'Aigret, Herzog von Aquitanien, aus der Familie der Ramnulfiden. Kinder aus dieser und möglicherweise einer weiteren Ehe waren:

  • Heinrich († 1096), als Heinrich III. Nachfolger seines Vaters als Graf von Luxemburg
  • Wilhelm († 1129), Nachfolger seines Bruders Heinrich nach dessen Tod
  • Ermesinde († 1141)

Als weitere Kinder werden in der Literatur [2] genannt: Mathilde, Rudolf, Konrad und Adalbert.

Konrad I. bestieg den Thron 1059 nach dem Tode seines Vaters. Eine seiner ersten (bekannten) Taten war, dass er den Erzbischof Eberhard von Trier gefangen genommen und ihn auf die Luxemburg gebracht haben soll. Daraufhin wurde er von Papst Nikolaus II. mit dem Kirchenbann belegt.

Am 6. Juli 1083 gründete Graf Konrad die Benediktinerabtei Altmünster („Almënster“). Er schenkte dem Kloster fünf Bauernhöfe (Meierhöfe), das Fischereirecht an der Péitruss und an der Uelzecht, und für die Mühle an der Urecht Bau- an Brennholz aus dem Grengewald.

1085 zog er mit seinen Brüdern, der eine war Bischof von Toul und der andere Bischof von Metz ins Heilige Land. Er starb 1086 während der Rückreise in Italien. Sein Leichnam wurde 1090 auf die Luxemburg verbracht und in der Krypta der Altmünsterabtei beigesetzt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln Band I.2 (1999) Tafel 203
  • Renn, Heinz Das erste Luxemburger Grafenhaus (963- 1136). (= Rheinisches Archiv 39), Bonn 1941, S. 136
Vorgänger Amt Nachfolger
Giselbert Graf von Luxemburg
10591086
Heinrich III.