Konrad Kruis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Konrad Kruis am 17. Januar 1989

Konrad Kruis (* 11. Mai 1930 in München) war von 1987 bis 1998 Richter des Bundesverfassungsgerichts.

Seine juristische Laufbahn begann Kruis 1958 in der Verwaltung des Freistaats Bayern. 1960 wurde er in die Bayerische Staatskanzlei berufen, wo er zuletzt, ab 1978, als Ministerialdirigent tätig war.

Vom 16. November 1987 bis 28. September 1998 gehörte er aufgrund seiner Wahl durch den Bundestag als Nachfolger des Richters Engelbert Niebler dem Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts an. Zuständig war er im Verfassungsgericht unter anderem für Bund-Länder-Streitigkeiten und hat als Berichterstatter einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichtes zum Strafvollstreckungsrecht ausgeübt. Sein Nachfolger wurde der Richter Siegfried Broß.

1998 wurde Konrad Kruis durch den Bundespräsidenten mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Seit 1999 ist Konrad Kruis als Rechtsanwalt in München tätig.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Großfeld, Herbert Roth (Hrsg.): Verfassungsrichter. Rechtsfindung am U.S. Supreme Court und am Bundesverfassungsgericht; Münster-Hamburg 1995 (Münsteraner Studien zur Rechtsvergleichung, Band 5), S. 381–395.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Gassner Rechtsanwälte, München. www.gassner.de. Abgerufen am 7. Juni 2011.