Konrad Wallenrod

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Gedicht Konrad Wallenrod. Zum Hochmeister des Deutschen Ordens siehe Konrad von Wallenrode.

Konrad Wallenrod ist ein Gedicht aus dem Jahre 1828 von Adam Mickiewicz, das im Litauen des 14. Jahrhunderts spielt. Mickiewicz schrieb das Gedicht, das den polnisch-litauischen Patriotismus anfachen sollte, vor dem Hintergrund polnischer Aufstände gegen russische Herrschaft.

Mickiewicz nutzte die bekannte starke historische Persönlichkeit Konrad von Wallenrode, Hochmeister des Deutschen Ordens im 14. Jahrhundert, aus, indem er ihn zur Hauptfigur seines polnisch-litauisch patriotischen Gedichtes umformt. So wird in Mickiewicz's Gedicht Konrad Wallenrod als ein vom Deutschen Orden aufgezogener Litauer dargestellt. Er wird Hochmeister und führt Ordensritter absichtlich ins Verderben, als er sich seiner wirklichen Herkunft bewusst wird.

Konrad Wallenrod wurde zweimal zu einer Oper vertont, als I Lituani (Die Litauer) von Amilcare Ponchielli (1874); und als Konrad Wallenrod von Władysław Żeleński (1885).

Der „Wallenrodismus“ ging ins polnische Nationalbewusstsein ein und wurde in den polnischen Aufständen des 19. und 20. Jahrhunderts zitiert.