Konstantin II. (Gegenpapst)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Konstantin II. (* Nepi, Latium; † nach 769 in Kloster Cella Nova) wurde als Laie durch seinen Bruder, den Herzog Toto von Nepi, kurz nach dem Tod Papsts Pauls I. gewaltsam, wahrscheinlich am 5. Juli 767, eingesetzt. Er wird immer als Gegenpapst (pseudopapa, antipapa) bezeichnet. Dies trifft bei Konstantin II. aber nicht zu, nur bei Philipp, der 768 von den Langobarden als Gegenpapst eingesetzt wurde und sich nur kurz halten konnte. Denn als Gegenpapst wird ein Papst bezeichnet, wenn er zu Lebzeiten eines bereits kanonisch gewählten und nicht zurückgetretenen Papstes aufgestellt wurde. Er war der Sohn von Tiberius. Mit langobardischer Hilfe wurde er Mitte 768 abgesetzt, nach der Wahl Papst Stephan III. geblendet und zu Klosterhaft verurteilt. Die vorwiegend von fränkischen Bischöfen besuchte Lateransynode (769) bestätigte seine Absetzung. Die Anhänger Konstantins II. wurden blutig verfolgt.

Literatur[Bearbeiten]