Kontaktbereichsbeamter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Funktion des Kontaktbereichsbeamten (KOB, seltener auch KOBB) oder des Beamten des besonderen Bezirksdienstes wird von Polizeivollzugsbeamten ausgeübt. Sie gehören zur Schutzpolizei und leisten, meist uniformierten, Streifendienst zu Fuß oder mit einem Streifenwagen und allein im Tagesdienst. Jeder KOB ist für ein bestimmtes Gebiet zuständig, das er in der Regel über Jahre hinweg betreut und gut kennt.

Der KOB-Dienst wurde erstmals in den 1970er Jahren bei der Berliner Polizei eingeführt.

Die Aufgabe des Kontaktbereichsbeamten besteht vor allem darin, Ansprechpartner für Bürger bei Problemen zu sein. Ein KOB ist weiterhin Polizeivollzugsbeamter und unterliegt der Strafverfolgungspflicht nach § 163 StPO und ist somit Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft. Dies bedeutet, dass er bei Kenntnisnahme einer Straftat ein Strafverfahren etwa durch eine Strafanzeige einzuleiten hat, genauso, wie alle anderen Polizeivollzugsbeamten.

Bei der Bremer Polizei lautet die Bezeichnung Kontaktpolizist (KOP), in Brandenburg Revierpolizist (RePo), in Nordrhein-Westfalen Bezirksbeamter. Die Hamburger Polizei benutzt den Begriff Bürgernaher Beamter (Bünabe), während in Hessen auch noch der Begriff Schutzmann vor Ort (SvO) benutzt wird.

In der DDR entsprach dem KOB im weitesten Sinne der Abschnittsbevollmächtigte (ABV).