Kontenplan

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Ein Kontenplan ist

Kontenplan im Vergleich zum Kontenrahmen[Bearbeiten]

Aus einem passenden Kontenrahmen entwickelt jedes Unternehmen seinen eigenen Kontenplan. Je nach Wirtschaftszweig kann der Kontenplan weniger oder seltener auch mehr Konten enthalten als der zugrundeliegende Kontenrahmen. Ein Kontenplan ist demnach ein spezifisch auf ein Unternehmen zugeschnittener Kontenrahmen - die Kontenklassen und die Kontennummerierung werden vom ursprünglichen Kontenrahmen übernommen. Je umfangreicher dieser Kontenplan ausfällt, desto aussagekräftiger ist die Buchführung, da mehr Einzelpositionen unterschieden werden können. Sind allerdings zu viele Konten vertreten, wird die Buchführung unübersichtlich.

Mögliche Anpassungen[Bearbeiten]

  • Reduzierung der Anzahl der Konten: Eine Versicherung benötigt z.B. kein Konto "Rohstoffe".
  • Erhöhung der Anzahl der Konten durch Unterkonten
Beispiele:
  1. Das Konto Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird in Personenkonten nach Debitoren unterteilt.
  2. Zur besseren Kontrolle der Kfz-Kosten wird unter „laufende Kfz-Kosten“ für jedes Fahrzeug ein Konto eingerichtet und mit dem Kfz-Kennzeichen beschriftet.
Jedes dieser Konten bekommt eine Kontennummer. Diese Kontennummern sind in der Regel eine Stelle länger als die des Kontenrahmens (üblich ist fünfstellig statt vierstellig, bzw. sechsstellig statt fünfstellig).
  • Umbenennung einzelner Konten aus Vereinfachungsgründen. Die Nummer des Kontos darf bei Umbenennung nicht verändert werden. Beispielsweise erhält das Konto „Bank“ die Bezeichnung der Hausbank (Kreissparkasse, Volksbank etc.).

Ruhende Konten[Bearbeiten]

Konten, die zwar mit Wert der Eröffnungsbilanz angelegt, dann aber im Laufe des Wirtschaftsjahres nicht für Buchungen benutzt wurden, nennt man ruhende Konten.

Aufbewahrungsfrist[Bearbeiten]

Die Aufbewahrungsfrist beträgt nach § 257 Abs. 4 HGB und § 147 Abs. 3 AO 10 Jahre.

Literatur[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]