Empfängnisverhütung

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Als Empfängnisverhütung, Kontrazeption oder Antikonzeption, werden Methoden bezeichnet, die die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis und Schwangerschaft trotz des Ausübens von Geschlechtsverkehr verringern. Besonders verbreitet sind heute die Antibabypille und das Kondom.

Schon im Altertum wurde auf vielfältige Weise versucht, die Chance einer Empfängnis zu mindern, aber erst seit dem 20. Jahrhundert stehen sichere und verlässliche Methoden zur Verfügung.

Methoden

Empfängnisverhütung beruht auf einem der folgenden Ansätze oder einer Kombination dieser Ansätze:

  • Verhinderung des Eisprungs, also der Entstehung einer befruchtungsfähigen Eizelle (Ovulationshemmung)
  • Verhinderung der Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut (Nidationshemmung)
  • Verhinderung des Zusammentreffens der weiblichen Eizelle mit fruchtbaren Spermien

Der Eisprung kann derzeit nur durch hormonelle Methoden und die Nidation durch Intrauterinpessare (Spirale, Gynefix) verhindert werden. Die meisten Methoden verhindern das Zusammentreffen von Eizelle und Spermien auf unterschiedlichste Art.

Pearl-Index

Zur Beurteilung der Sicherheit der verschiedenen Methoden dient der Pearl-Index, der angibt, wie viele von 100 Frauen im statistischen Mittel schwanger werden, wenn sie über ein Jahr hinweg mit der angegebenen Methode verhüten und regelmäßig Geschlechtsverkehr vollziehen. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die Methode.

Bei regelmäßigem Geschlechtsverkehr ohne jegliche Form der Empfängnisverhütung beträgt der Pearl-Index altersabhängig etwa 85 bei 20-jährigen Frauen, 50 bei 35-jährigen Frauen und nur noch 30 bei 40-jährigen Frauen. Er sinkt etwa im Alter von 50 mit der Menopause auf 0 ab.

Die Sicherheit der meisten Methoden hängt ganz entscheidend von der richtigen Anwendung ab. Ursache des Versagens von Verhütungsmethoden sind meist Anwendungsfehler. Daher sind Methodensicherheit, also das Versagen trotz optimaler Anwendung, und Anwendungssicherheit, also die praxisnahe Berücksichtigung von Anwendungsfehlern, bei den meisten Methoden deutlich verschieden.

Natürliche Methoden

Bei den sogenannten natürlichen Methoden der Empfängnisregelung, auch natürliche Familienplanung oder natürliche Empfängnisregelung genannt, werden die fruchtbaren Tage im Menstruationszyklus der Frau bestimmt, um während der unfruchtbaren Tage Geschlechtsverkehr ohne weitere Maßnahmen ausüben zu können. Während der fruchtbaren Tage wird Enthaltsamkeit (Abstinenz) geübt oder andere Verhütungsmethoden angewendet, deren Sicherheit dann separat zu betrachten ist.

Die natürlichen Methoden müssen sich am Menstruationszyklus der Frau orientieren, da ein gesunder, zeugungsfähiger Mann prinzipiell immer fruchtbar ist. Die einzige natürliche Methode, die ein Mann aktiv ausüben kann, ist der Coitus interruptus, der jedoch in Bezug auf die Verhütung einer Empfängnis als extrem unsicher gilt.

Die Hormonmessung, Temperaturmethode, Billings-Methode und die kombinierte symptothermale Methode können durch Verhütungscomputer in der Anwendung und Interpretation der Ergebnisse unterstützt werden. Es gibt auch Programme und Online-Angebote, die eine Erfassung und automatische Auswertung der Messwerte auf Computern ermöglichen.

Methode Beschreibung Pearl-Index
Hormon-Messung Messung der am Zyklus beteiligten Hormone mittels Teststreifen im morgendlichen Urin der Frau zur Bestimmung des Eisprungs 5–6[1]
Temperatur-Methode Beobachtung der morgendlichen Basaltemperatur zwecks Bestimmung der Ovulation 0,8–3[2]
Billings-Methode Beobachtung der Beschaffenheit des Zervikalschleims zur Bestimmung des Ovulationszeitpunktes 5–15[2]
Symptothermale Methode Kombinierte Auswertung von Temperatur und Schleim nach den Regeln der Arbeitsgruppe NFP 0,26–2,2[2]
Knaus-Ogino

Geburtenkontrollkette

Kalendermethode, die die typischerweise fruchtbaren Tage aus dem Zyklus abschätzt; wird in der Dritten Welt in Form der Geburtenkontrollkette verwendet 9–40[2]
Coitus interruptus Der Samenerguss des Mannes findet außerhalb der Scheide statt. Eine Unsicherheit der Methode besteht darin, dass bereits vor dem Erguss Spermien austreten können, oder dass sich der Mann zu spät zurückzieht. 4–18[2]
LAM (Stillinfertilität) Bei der Lactational Amenorrhea Method (LAM) während der Stillzeit (1 bis 6 Monate nach der Geburt) wirkt das Hormon Prolaktin als Ovulationshemmer 2[3][4]

Mechanische Methoden

Die mechanischen Methoden beruhen darauf, dass das Eintreten von Spermien in die Gebärmutter verhindert wird und somit keine Spermien die befruchtungsfähige Eizelle erreichen.

Methode Beschreibung Pearl-Index
Für den Mann:
Kondom Hülle, meist aus Latex, die über den erigierten Penis abgerollt wird 2–12[2]
7–14[5]
Für die Frau:
Femidom "Kondom für die Frau" 5–25
Diaphragma
(Scheidenpessar)
Barriere im Scheidengewölbe; Schutz sehr erfahrungsabhängig, höhere Sicherheit in Kombination mit Spermiziden 1–20[2]
Portiokappe aus Latex oder Silikon, Verschluss des Gebärmutterhalses, höhere Sicherheit in Kombination mit Spermiziden 6[2]
Verhütungsschwamm kleiner Schwamm aus Polyurethanschaum, der mit einem Spermizid getränkt ist; wird vor dem Verkehr in die Scheide eingeführt und vor dem Muttermund platziert 5–10[6]
LEA contraceptivum Barriereverhütungsmittel, sicherer in Kombination mit Spermizid (Sicherheit wird durch Hersteller als wesentlich besser angegeben als durch FDA) 2–3[1] (Herst.)
>15[7] (FDA)

Kondom und Femidom sind derzeit die einzigen Verhütungsmittel, die auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie zum Beispiel HIV-Infektionen (AIDS), Gonorrhoe oder Syphilis schützen und deshalb unabhängig von anderen Verhütungsmitteln zusätzlich verwendet werden sollten, wenn diesbezüglich ein Schutzbedürfnis besteht.

Hormonelle Methoden

Für die hormonelle Kontrazeption bei der Frau werden Östrogene und Gestagene eingesetzt, und zwar jeweils die synthetischen Analoga der natürlichen Hormone, da diese in deutlich geringerer Dosis und mit weniger Nebenwirkungen die kontrazeptive Wirkung erreichen.

Kombinationspillen enthalten ein Östrogen und ein Gestagen. Bei der heute überwiegend eingesetzten Mikropille wird bei fast allen auf dem Markt verfügbaren Präparaten Ethinylestradiol als Östrogen verwendet. Je nach verwendetem Gestagen unterscheidet man bei Mikropillen zwischen der als veraltet geltenden 1. Generation mit Norethisteron oder Lynestrenol, der auch heute noch weit verbreiteten 2. Generation mit Levonorgestrel, der 3. Generation mit Desogestrel, Gestoden oder Norgestimat und der 4. Generation z.B. mit Dienogest, Drospirenon, Chlormadinonacetat oder Cyproteronacetat. Das primäre Wirkprinzip aller Mikropillen ist die Verhinderung des Eisprungs (Ovulationshemmung). Zudem verändern sie die Konsistenz des Schleimpfropfes des Muttermunds (Zervixschleim), so dass die Passage von Spermien erschwert wird.

Im Gegensatz zu Kombinationspillen enthält die Minipille als Monopräparat nur ein Gestagen. Herkömmliche Minipillen enthalten als Wirkstoff Levonorgestrel und wirken nur auf die Gebärmutterschleimhaut und den Zervixschleim, wodurch der Pearl-Index signifikant höher als bei der Mikropille ist. Die sogenannte Neue Minipille enthält den Wirkstoff Desogestrel und verhindert überdies auch zuverlässig den Eisprung, wodurch ein Pearl-Index vergleichbar der Mikropille erreicht wird.

Die Pille danach ist zur Notfall-Kontrazeption geeignet, falls ungeschützter Geschlechtsverkehr vollzogen wurde, aber eine Empfängnis unerwünscht ist. Die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis wird umso wirkungsvoller gesenkt, je früher sie nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen wird. Primäres Wirkprinzip der Pille danach ist die Ovulationshemmung, eventuell besteht zusätzlich auch ein nidationshemmender Effekt. Vor allem Notfall-Kontrazeptionen mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sind bei adipösen Frauen weniger gut wirksam, bis zu viermal häufiger kommt es trotz Pille danach zu einer Schwangerschaft. Auch Kontrazeptionen mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat zeigen bei adipösen Frauen eine verminderte Wirksamkeit[8]. Eine wirkungsvollere Alternative für Patientinnen mit einem BMI über 25 könnte die nachträgliche Implantation eines Kupfer-Intrauterinpessares darstellen.

Methode Beschreibung Pearl-Index
Antibabypille, Mikropille Östrogen und Gestagen, primär Ovulationshemmung, zudem Veränderung des Zervixschleims und der Gebärmutterschleimhaut 0,1–0,9[2]
Minipille Levonorgestrel als Gestagen (28 mini, Microlut, Mikro-30 Wyeth)
Veränderung des Zervixschleims und der Gebärmutterschleimhaut
4.1[9][10]
Neue Minipille Desogestrel als Gestagen (Cerazette)
Ovulationshemmung, Veränderung des Zervixschleims und der Gebärmutterschleimhaut
0,4[11]
Dreimonatsspritze Medroxyprogesteron (Depo-Clinovir)

Norethisteron (Noristerat)

0,3[12]

1,4[13]

Vaginalring Ethinylestradiol und Etonogestrel (NuvaRing, Circlet);
allmähliche Abgabe über die Vaginalschleimhaut; der Ring wird jeweils 21 Tage in der Vagina getragen gefolgt von sieben Tagen Pause
0,25[14], 1,18[15]
0,96[16]
Hormonpflaster Ethinylestradiol und Norelgestromin (Evra)
transdermale Wirkstoffabgabe; drei Wochen lang jeweils ein neues Pflaster, dann eine Woche Pause
0,72–0,9[2][17]
Verhütungsstäbchen subkutanes Implantat mit Etonogestrel (Implanon NXT)
Kunststoffstäbchen wird unter die Oberarmhaut eingesetzt, wirkt bis zu drei Jahre lang, kann auf Wunsch jederzeit entfernt werden
0–0,08[2]
Hormonspirale Intrauterinpessar mit Levonorgestrel (Mirena)
T-förmiger Kunststoffkörper gibt das Hormon direkt in der Gebärmutter ab, wirkt bis zu fünf Jahre, kann auf Wunsch jederzeit entfernt werden; Veränderung des Zervixschleims und Nidationshemmung durch Veränderung der Gebärmutterschleimhaut
0,16[2], 0,7[18]
Pille danach Levonorgestrel (PiDaNa)
Ulipristalacetat (EllaOne)
postkoitale Notfall-Kontrazeption
2[2]

Zur Pharmakoepidemiologie der Anwendung von Kontrazeptiva gibt es für die Bundesrepublik Deutschland bevölkerungsrepräsentative Studien. Diese geben zuverlässige Daten zur Soziodemographie, Multimedikation, Morbidität, und vielen physiologischen Daten wie z. B. Blutdruck, Lipidstatus, Blutzucker u.a. für Anwenderinnen von hormonellen Kontrazeptiva.[19][20][21] Obwohl hormonelle Kontrazeptiva zu den am häufigsten angewendeten Arzneimitteln weltweit gehören, gibt es bisher meist nur pharmakoepidemiologische Studien, die Sekundärdaten aus kommerziellen Datensammlungen oder Daten aus Kohortenstudien zur Beantwortung wichtiger Fragen der sicheren Anwendung der verschiedenen Präparate heranziehen.[22][23]

Pille für den Mann

Ein hormonelles Verhütungsmittel für den Mann, die sogenannte "Pille für den Mann", gibt es nicht. Eine australische Forschungsgruppe arbeitet derzeit jedoch an einer Kombination des Alpha-Rezeptorblockers Tamsulosin und einem P2X1-Purinoceptor-Inhibitors, wodurch eine sichere Kontrazeption beim Mann gewährleistet werden könnte[24]. Die doppelte Tagesdosis Tamsulosin (0,8mg/Tag) alleine führt zwar zu einer Senkung des Ejakulatvolumens um fast 90% und in 35% der Fälle zu einer "trockenen" Ejakulation[25], für die Verhütung reicht das aber nicht aus.

Chemische Methoden

Spermizide gibt es in Form von Salben, Gelen, Zäpfchen, Schaum oder Sprays. Die meisten Präparate basieren auf dem Wirkstoff Nonoxynol-9, seltener aber auch auf Milchsäure-, Borsäure- oder Salicylsäure. Spermizide werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Scheide eingeführt und wirken, indem sie Spermien abtöten oder ihre Beweglichkeit stark verringern, so dass sie nicht mehr in der Lage sind, eine Eizelle zu erreichen.

Die ausschließliche Verwendung von Spermiziden ist vergleichsweise unsicher, aber in Kombination mit mechanischen Verhütungsmitteln wie Kondomen, Pessaren oder Portiokappen steigern sie deren Wirksamkeit beträchtlich.

Unangenehme Schleimhautreizungen können eine Nebenwirkung von spermiziden Präparaten sein.

Methode Beschreibung Pearl-Index
Spermizide in Form von Salben, Gelen, Zäpfchen, Schaum oder Sprays angewandt in der Vagina der Frau 3–21[2]

Chirurgische Methoden

Methode Beschreibung Pearl-Index
Sterilisation des Mannes (Vasektomie) Chirurgischer Eingriff, bei dem die Samenleiter im Hodensack des Mannes durchtrennt werden. Versagen 1/400[2]
Sterilisation der Frau Chirurgischer Eingriff, bei dem die Eileiter abgebunden oder durchtrennt werden. Versagen 1/1000 bis 1/10.000[2]

In Österreich ist die Sterilisation oder Vasektomie ohne evidente medizinische Indikation an Personen, die das fünfundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, strafbar (§90 StGB).[26]

Intrauterinpessare

Intrauterinpessare (IUP) sind Objekte, die in die Gebärmutter der Frau eingelegt werden und durch mechanischen Reiz der Gebärmutterschleimhaut die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindern. Kupferhaltige „Spiralen“ sollen zusätzlich durch Absonderung kleinster Mengen Kupfer Spermien abtöten oder deaktivieren. IUP gelten als sehr sichere und langfristige Verhütungsmethoden.

Hormonabgebende Intrauterinpessare werden im Abschnitt Hormonelle Verhütung behandelt und sind hier nicht noch einmal mit aufgeführt.

Methode Beschreibung Pearl-Index
Kupferspirale Kunststoffobjekte mit Kupfer in der Gebärmutter, nidationshemmend 0,9–3[2]
Kupferkette
(GyneFix)
Alternative zur herkömmlichen Kupferspirale. GyneFix besteht aus an einem Faden aufgereihten Kupferzylindern und wird an der Gebärmutterwand fixiert, so dass ein Verrutschen oder Ausstoßen wesentlich unwahrscheinlicher wird. 0,1–0,5[27]

Stillzeit

In der Stillzeit können Barriere-Methoden wie Kondom, Diaphragma oder Portiokappe angewendet werden, wobei jedoch ein Diaphragma und eine Portiokappe zuvor in der Größe neu angepasst werden muss. Bei hormonellen Verhütungsmitteln ist nach Art des Hormons zu unterscheiden: Estrogenhaltige Verhütungsmittel sind für die Stillzeit ungeeignet, da sie die Milchbildung beeinflussen können und zudem Estrogen in die Muttermilch übergehen kann; rein auf Gestagen basierende Hormonpräparate wie die Minipille, die Dreimonatsspritze, das Verhütungsstäbchen oder die Hormonspirale sind dagegen möglich. Natürliche Verhütungsmethoden sind in der Stillzeit vergleichsweise unzuverlässig, zumal die Aussagekraft der morgendlichen Aufwachtemperatur gering ist, wenn der Schlafrhythmus gestört ist. Nur bei der sympto-thermalen Methode nach Rötzer gibt es in der Stillzeit eine zuverlässige Regel.[28]

Das Stillen selbst unterdrückt unter Umständen einen Eisprung, die Wirkung ist aber nicht sicher und bietet nur unter besonderen, sehr streng vorgegebenen Bedingungen einen Schutz vor einer erneuten Schwangerschaft,[28]siehe: Stillen und Verhütung und Lactational Amenorrhea Method.

Statistik

Laut Statistik der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verhüten in Deutschland 53 % der erwachsenen Paare mit der Pille (darunter 37 % nur mit der Pille), mehr als ein Drittel mit Kondomen (37 %, darunter 20 % ausschließlich mit Kondomen). 10 % verhüten mit der Spirale und 5 % sowohl der Frauen als auch der Männer durch Sterilisation. Weniger als 10 % wählen andere Methoden.[29] Jugendliche verhalten sich ähnlich, auch hier sind mit Abstand Pille (70 %) und Kondom (52 %) die wichtigsten Verhütungsmittel.[30]

Laut einem repräsentativen Mikrozensus des Schweizer Bundesamts für Statistik verhüten Schweizer Frauen (20–49-jährig) zu 34,1 % mit der Pille, zu 14,2 % mit dem Kondom, zu 22 % durch Sterilisation (Mann oder Frau), 6 % mit der Spirale, 2,3 % mit natürlichen Methoden, 2,1 % durch Coitus interruptus, 0,3 % mit der Dreimonatsspritze, 0,9 % mit Diaphragma/Spermizid und 6,1 % verzichteten auf Verhütung aufgrund von Schwangerschaft, Infertilität oder sexueller Inaktivität.[31]

Geschichte

Methoden zur Empfängnisverhütung sind keineswegs erst in der Neuzeit entwickelt worden. Schon im Altertum versuchten Frauen, sich mit diversen Mitteln und Praktiken vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen, wie alte Aufzeichnungen beweisen. Ein ägyptisches Rezept aus der Zeit um 1525 vor Christus lautete: "Man gebe zerriebene Akazienblätter mit Honig vermischt auf eine Mullbinde, die man sich in die Vagina einführe." Diese Art von Tampon könnte durchaus eine Wirkung gehabt haben, da der Saft der Akazien Milchsäure enthält, die ein wirksames Spermizid ist.

Von den meisten indigenen Völkern auf der ganzen Welt sowie aus der europäischen Antike bis zum Zeitalter der Hexenverbrennung ist überliefert, dass Verhütungsmittel auf der Basis von Pflanzen verwendet wurden. Diese Art der Verhütung bekommt heutzutage auch in wissenschaftlichen Kreisen wieder Aufmerksamkeit.[32][33][34]

Der Philosoph Aristoteles berichtete, dass sich Frauen zur Verhütung den Teil der "Gebärmutter", der mit dem männlichen Samen in Kontakt kommt, mit Zedernöl, Bleisalbe[35] oder Weihrauch, vermischt mit Olivenöl einrieben. Die Bleisalbe war hochgiftig, das Öl vermindert aber tatsächlich die Beweglichkeit der Spermien, wie Marie Stopes in den 30er Jahren nach entsprechender Forschung bestätigte. Sie hatte 1921 in London eine Klinik zur Geburtenkontrolle eröffnet.

Rabbiner rieten um 300 n. Chr., einen Schwamm in die Vagina einzuführen, um so den Samen aufzusaugen. Auch diese Methode soll keineswegs unsinnig gewesen sein. Ein indisches Verhütungsrezept ist aus dem 8. Jahrhundert überliefert. Danach wurde die Vagina mit einer Mischung aus Honig und Ghee eingerieben oder durch mit Öl vermischtem Steinsalz "verschlossen". Der klebrige Honig sollte wohl die Beweglichkeit der Spermien vermindern, und Steinsalz gilt heute auch als Spermizid. Der iranische Autor Ibn Sina (980–1037), auch bekannt als Avicenna, führt in seiner medizinischen Enzyklopädie immerhin schon 20 verschiedene Verhütungsmittel auf.

Seit wann Kondome zur Empfängnisverhütung benutzt wurden, ist in der Forschung umstritten. Der erste sichere Beleg dafür ist der 1605 erschienene Traktat De iustitia et iure des niederländischen Moraltheologen Leonardus Lessius, SJ, der diese Praxis als unmoralisch verurteilte.[36]

In Deutschland war der Flensburger Arzt Wilhelm Mensinga (1836-1910) Wegbereiter der Empfängnisverhütung. Zwischen 1872 und 1882 entwickelte er das "Occlusiv-Pessar und erprobte ihn in Langzeitstudien an 12 Frauen, bis er 1882 schließlich mit seiner Schrift Über die facultative Sterilität vom prophylaktischen und hygienischen Standpunkt zunächst unter dem Pseudonym C. Hasse an die Öffentlichkeit ging. Sein Pessar war bis in die fünfziger Jahre insbesondere in den skandinavischen Ländern, den Niederlanden und den USA in Gebrauch.

Am 1. Juni 1961 wurde die erste Hormonpille zur Empfängnisverhütung in Deutschland auf den Markt gebracht.

Religion

Judentum

Empfängnisverhütung ist im Judentum grundsätzlich erlaubt. Das Paar soll es dennoch anstreben, das Gebot „Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde“ (Gen 1,28 EU) durch mindestens zwei Kinder (beide Geschlechter), zu erfüllen.[37]

Empfängnisverhütung ist erlaubt in Fällen, wenn eine Schwangerschaft ein Risiko für die Mutter oder für die Geburt weiterer Kinder darstellen könnte, zum Beispiel bei gesundheitlicher oder finanzieller Belastung, bei sehr jungen Frauen, in der Stillzeit. Verhütungsmethoden mit spermizider Wirkung oder mechanischer Barriereverhütung sind nicht erlaubt.[38][37] Hormonelle Mittel sind jedoch ein anerkanntes und erlaubtes Mittel zur Empfängnisverhütung nach jüdischem Recht (Halacha).[38][37]

Christentum

Römisch-katholische Kirche

Der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK)[39] unterscheidet terminologisch zwischen Empfängnisregelung und Empfängnisverhütung (vgl. KKK Nrn. 2368, 2370).

Zur Empfängnisregelung werden die zeitweise Enthaltsamkeit sowie die auf Selbstbeobachtung und der Wahl von unfruchtbaren Perioden (Eisprungrechner) beruhenden Methoden gerechnet, die von Eheleuten angewendet werden dürften, da sie den objektiven Kriterien der Moral entsprächen (KKK Nr. 2370). Dies wurde auch in der Enzyklika Humanae Vitae[40] Nr. 16 festgehalten. Empfängnisregelung wird dort bei Gründen, „die sich aus der körperlichen oder seelischen Situation der Gatten oder aus äußeren Verhältnissen ergeben“, erlaubt.

Die Empfängsverhütung wird hingegen als objektiv widersprüchliche Gebärde der Eheleute, als ein „Sich-nicht-ganz-Schenken“ angesehen. Darunter wird jede Handlung verstanden, „die entweder in Voraussicht oder während des Vollzuges des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel.“ (KKK Nr. 2370, Enzyklika Humanae Vitae Nr. 14)

Der naturrechtlich begründete Unterschied zwischen den Verhaltensweisen bei Empfängnisregelung und bei Empfängsverhütung wird dabei folgendermaßen definiert: „Bei der ersten machen die Eheleute von einer naturgegebenen Möglichkeit rechtmäßig Gebrauch; bei der anderen dagegen hindern sie den Zeugungsvorgang bei seinem natürlichen Ablauf.“ (Humanae Vitae Nr. 16)

Papst Johannes Paul II. schrieb in dem apostolischen Schreiben Familiaris consortio[41] der pastoralen Führung der Kirche die Aufgabe zu, die Voraussetzung für eine normative Anerkennung vor allem der Enzyklika Humanae vitae zu schaffen.

Ausnahmen in der Ablehnung empfängnisverhütender Mittel macht die Kirche allerdings, wenn schwerwiegende Gründe wie im Falle einer Vergewaltigung vorliegen oder wenn die Gefahr einer solchen besteht. Als im kongolesischen Bürgerkrieg Anfang der 1960er Jahre insbesondere Ordensfrauen von Aufständischen vergewaltigt wurden, erlaubte die Kirche die präventive Einnahme von Verhütungsmitteln, mit der Begründung, es handele sich hier um die Vorbeugung gegen die Folgen eines Gewaltakts.[42] Seitdem wurden auch in katholischen Krankenhäusern empfängnisverhütende Mittel verabreicht.[43][44] Die Erlaubnis galt später auch im Bosnienkrieg, als Vergewaltigungen insbesondere von katholischen Ordensschwestern als gezieltes Mittel der Kriegsführung eingesetzt wurden.[45]

Anfang 2013 wurde berichtet, dass eine vergewaltigte Frau von zwei katholischen Krankenhäusern in Köln nicht behandelt worden sei, weil sich die Ärzte nicht zur Verschreibung der sogenannten „Pille danach“ in der Lage sahen. Im Februar 2013 führte daher die Deutsche Bischofskonferenz aus, dass Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind, in katholischen Krankenhäusern auch die sogenannte „Pille danach“ verabreicht werden könne, insofern sie eine verhütende und nicht eine abortive Wirkung habe.[46] Zuvor hatte Kardinal Meisner bezüglich der Beurteilung der zentralen Wirkprinzipien solcher Präparate äußern lassen: „Die Kirche kann dazu nur die moralischen Prinzipien erklären. Der einzelne Arzt einer katholischen Einrichtung muss sich dann unter Voraussetzung dieser Prinzipien gewissenhaft kundig machen und so zu einer verantwortungsvollen Entscheidung kommen.“ Zur kirchlichen Position ließ er ausführen: „Es geht beim Thema Vergewaltigung nicht um die Ganzheitlichkeit eines liebenden Aktes, sondern um die Verhinderung einer verbrecherischen Befruchtung.“[47] Der Präsident der zuständigen Päpstlichen Akademie für das Leben hat diese Linie der deutschen Bischöfe mit dem Hinweis auf die entsprechende 50-jährige Praxis an katholischen Krankenhäusern sowie auf die Enzykliken Casti connubii[48] und Humanae vitae öffentlich unterstützt.[49][50]

Orthodoxe Kirche

In der orthodoxen Kirche gibt es unterschiedliche Meinungen zum Thema. In der Vergangenheit, als die verwendeten Methoden unsicher und oft gesundheitsschädlich waren, wurde die Empfängnisverhütung strikt abgelehnt. Heute wird sie, allerdings nur innerhalb der Ehe, von den meisten Theologen und Beichtvätern akzeptiert; die Partner sollen nach eigenem Gewissen über ihre gewünschte Kinderzahl und die Geburtsabstände entscheiden. Der Gebrauch von nidationshemmeden Verhütungsmitteln wie das Intrauterinpessar und die „Pille danach“ wird abgelehnt, da ihr Gebrauch als Abtreibung in einem sehr frühen Stadium betrachtet wird.[51]

Anglikanische Kirche

Die Vollversammlung der Bischöfe der anglikanischen Gemeinschaft erklärte die Empfängnisverhütung 1930 unter bestimmen Voraussetzungen für zulässig. Während die Bischöfe bei der Lambeth-Konferenz von 1908 noch ihre tiefe Besorgnis über jegliche Art der Empfängnisverhütung zum Ausdruck brachte, erklärte die Konferenz von 1930, dass zwar da, wo die Eheleute eine moralische Verpflichtung verspürten, die Zahl ihrer Kinder zu begrenzen oder eine Empfängnis überhaupt zu vermeiden, völlige Enthaltsamkeit die erste und offensichtliche Methode dazu sei. Wenn jedoch moralisch einwandfreie Gründe gegen die Enthaltsamkeit sprächen, könnten auch andere Methoden verwendet werden, vorausgesetzt, dass diese „im Licht christlicher Grundsätze“ zum Einsatz kämen. Die Konferenz von 1958 führte aus, dass die Verantwortung für die Zahl und Abfolge der Kinder eine Frage des Gewissens der Eheleute sei „dergestalt wie es für Ehemann und Ehefrau annehmbar“ sei.[52]

Protestantische Kirchen

Weitere protestantische Kirchen haben in Entscheidungen von 1951 und 1958 Empfängnisverhütung erlaubt.[53]

Islam

Die Empfängnisverhütung im Islam ist unter folgenden Bedingungen erlaubt:

  1. Beiderseitiges Einverständnis von Ehemann und Ehefrau.
  2. Sie verursacht keinen (gesundheitlichen) Schaden (bei einem der beiden Ehepartner).
  3. Sie wird nicht dauerhaft praktiziert, sondern vielmehr für einen vorübergehenden Zeitraum (daher sind Sterilisationen nicht erlaubt).

Eine der beiden Hauptquellen ist der Hadith, Buharyy 5207, in dem von einem Gabir berichtet wurde: „Wir haben gewöhnlich von dem 'Azl [gemeint ist der Coitus interruptus] zur Zeit[54] des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, Gebrauch gemacht.“

Ásatrú

Im Ásatrú ist Empfängnisverhütung nicht untersagt. Allerdings sind viele Ásatrú-Gemeinschaften gegen ein kinderloses Leben.

Bahai

Bei den Bahai ist Verhütung zur Familienplanung prinzipiell erlaubt (Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe hingegen wird nicht gutgeheißen). Lediglich die präventive Sterilisation kinderloser Menschen mit dem Ziel, keine Kinder haben zu wollen, wird nur dann empfohlen, wenn ein (weiteres) Kind der Mutter oder Familie schaden würde, da der Hauptzweck der Ehe das Aufziehen von Kindern sei. Ansonsten bleibt die Verhütung und Familienplanung den Gläubigen selbst überlassen. Letztlich darf und soll jeder Baha'i in persönlicher Zwiesprache mit Gott über Fragen der Familienplanung und Verhütung selbst entscheiden.[55]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b pro familia: Pearl Index
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), 2004, (derzeit in Überarbeitung)
  3. Labbock u. a., 1997.
  4. G. Freundl, P. Frank-Herrmann, U. Sottong In: Frauenarzt. (1994) 35, S. 1198–1204.
  5. Pfleidere, Breckwoldt, Martius: Gynäkologie und Geburtshilfe. 3. Auflage. 2001.
  6. http://www.medhost.de/sexualitaet-partnerschaft/verhuetung /verhuetungsschwamm.html
  7. Summary of safety and effectiveness data. (PDF; 925 kB) auf: accessdata.fda.gov, S. 16.
  8. Anna Glasier, Sharon T. Cameron, Diana Blithe, Bruno Scherrer, Henri Mathe, Delphine Levy, Erin Gainer, Andre Ulmann: Can we identify women at risk of pregnancy despite using emergency contraception? Data from randomized trials of ulipristal acetate and levonorgestrel. In: Contraception. 84, 2011, S. 363–367, doi:10.1016/j.contraception.2011.02.009.
  9. Fachinformation des Herstellers Jenapharm zur 28 mini, Stand März 2011
  10. Fachinformation des Herstellers Bayer zur Microlut, Stand Juli 2007
  11. Fachinformation des Herstellers Essex-Pharma der Cerazette, Stand Juni 2009
  12. Fachinformation des Herstellers Pfizer zu Depo-Clinovir Injektionssuspension, Stand November 2011
  13. Fachinformation des Herstellers Bayer zu Noristerat Injektionslösung, Stand Oktober 2012
  14. H. J. Ahrendt, I. Nisand, C. Bastianelli u. a.: Efficacy, acceptability and tolerability of the combined contraceptive ring, NuvaRing, compared with an oral contraceptive containing 30 microg of ethinyl estradiol and 3 mg of drospirenone. In: Contraception. 2006 Dec;74(6), S. 451–457. PMID 17157101
  15. NN Sarkar: The combined contraceptive vaginal device (NuvaRing): a comprehensive review. In: Eur J Contracept Reprod Health Care. 2005 Jun;10(2), S. 73–78. PMID 16147810
  16. Fachinformation des Herstellers Pfizer von Circlet, Stand Juli 2013, berücksichtigt Methoden- und Anwendungsfehler
  17. Fachinformation des Herstellers Janssen-Cilag des transdermalen Pflasters Evra, Stand Dezember 2009
  18. Fachinformation des Herstellers Bayer des Intrauterinpessars Mirena, Stand Juli 2010
  19. H.-U. Melchert, H. Knopf: Daten der Nationalen Untersuchungs-Surveys zum Verbrauch oraler Kontrazeptiva (OC) in West- und Ostdeutschland. In: Die Gesundheit der Deutschen. Band 2, Robert Koch-Institut, RKI-Hefte 15/1996, ISBN 3-89606-016-3.
  20. Y. Du: Use of steroid hormones for contraception and for estrogen replacement therapy in Germany. Dissertation, Freie Universität Berlin
  21. Yong Du, H. U. Melchert, M. Schäfer-Korting: Use of oral contraceptives in Germany: prevalence, determinants and use-associated health correlates. Results of National Health Surveys from 1984 to 1999. In: Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2007 Sep;134(1), S. 57–66. PMID 17320266
  22. A. L. Nightingale, R. A. Lawrenson, E. L. Simpson, T. J. Williams, K. D. MacRae, R. D. Farmer: The effects of age, body mass index, smoking and general health on the risk of venous thromboembolism in users of combined oral contraceptives. In: Eur J Contracept Reprod Health Care. 2000 Dec;5(4), S. 265–274. PMID 11245554
  23. Y. Li, L. Zhou, D. Coulter, E. Gao, Z. Sun, Y. Liu, X. Wang: Prospective cohort study of the association between use of low-dose oral contraceptives and stroke in Chinese women. In: Pharmacoepidemiol Drug Saf. 2006 Oct;15(10), S. 726–734. PMID 16761299.
  24. C. W. White, Y.-T. Choong, J. L. Short, B. .. Exintaris, D. T. Malone, A. M. Allen, R. J. Evans, S. .. Ventura: Male contraception via simultaneous knockout of  1A-adrenoceptors and P2X1-purinoceptors in mice. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. , S. , doi:10.1073/pnas.1318624110.
  25. Wayne J.G. Hellstrom, Suresh C. Sikka: Effects of Acute Treatment With Tamsulosin Versus Alfuzosin on Ejaculatory Function in Normal Volunteers. In: The Journal of Urology. 176, 2006, S. 1529–1533, doi:10.1016/j.juro.2006.06.004.
  26. RIS: §90 Strafgesetzbuch, BGBl. I Nr. 130/2001
  27. gynefix.de
  28. a b Stillen und Muttermilchernährung. Grundlagen, Erfahrungen und Empfehlungen. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln 2001, ISBN 3-933191-63-7. (PDF)
  29. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Verhütungsverhalten Erwachsener - Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2011. Köln 2011, ISBN 978-3-942816-03-8, S. 13 f. (PDF)
  30. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Jugendsexualität - Ergebnisse der aktuellen Repräsentativbefragung 2010. Köln 2010, ISBN 978-3-937707-79-2, S. 160 ff. (PDF)
  31. Schweizer Bundesamt für Statistik, Verhütungsmethoden
  32. Birgit Seyr: Mit Pflanzen verhüten. Über die Wiederentdeckung einer alten Tradition der selbstbestimmten Geburtenregelung. Ampass 2009, ISBN 978-3-200-01732-0.
  33. John Riddle: Eve's herbs: a history of contraception and abortion in the West. Harvard University Press, 1997, ISBN 0-674-27026-6.
  34. John Riddle: Contraception and Abortion from the Ancient World to the Renaissance. Harvard Univ. Press, Cambridge u.a. 1992, ISBN 0-674-16876-3.
  35. vgl. auch Juraj Körbler: Zur Behandlung der Krebskrankheit mit Bleisalben im XVIII. Jahrhundert. Centaurus 9 (1963), S. 212–215.
  36. Aine Collier: The Humble Little Condom. A History. Prometheus Books, Amherst, NY 2007, S. 56.
  37. a b c David Michael Feldmann: Birth Control in Jewish Law: Marital Relations, Contraception, and Abortion As Set Forth in the Classic Texts of Jewish Law, Jason Aronson, 1. September 1998.
  38. a b Judaism 101, Birth controll.
  39. Katechismus der Katholischen Kirche
  40. Humanae Vitae
  41. Familiaris consortio
  42. Katholisch.de: “Kongo-Pille” seit langem erlaubt, 3. Februar 2013
  43. Vatican Insider: German bishops’ decision on morning-after pill is an example to be followed, 22. Februar 2013
  44. Kath.net: Vatikan unterstützt deutsche Bischöfe bei Pille danach, 23. Februar 2013
  45. Katholisch.de: “Kongo-Pille” seit langem erlaubt, 3. Februar 2013
  46. Pressebericht des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, anlässlich der Pressekonferenz zum Abschluss der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Trier am 21. Februar 2013 (PDF; 55 kB)
  47. Erläuterung der Pressestelle des Erzbistums Köln vom 31. Januar 2013
  48. Casti connubii
  49. Vatican Insider: German bishops’ decision on morning-after pill is an example to be followed, 22. Februar 2013
  50. Kath.net: Vatikan unterstützt deutsche Bischöfe bei Pille danach, 23. Februar 2013
  51. Timothy Ware: The Orthodox Church. Penguin, ISBN 0-14-014656-3, S. 296.
  52. http://www.churchofengland.org/our-views/medical-ethics-health-social-care-policy/contraception.aspx
  53. Herder-Korrespondenz 21, 1967, 436
  54. Mit dieser Angabe will der Berichterstatter darauf hinweisen, dass weder von der Seite des Propheten Mohammed noch durch die Offenbarung des Koran ein Verbot erteilt wurde.
  55. David J. Krieger, Christian J. Jäggi: Natur als Kulturprodukt. Kulturökologie und Umweltethik. Birkhäuser Verlag, 1997, ISBN 3-7643-5488-7, S. 170.

Literatur

Weblinks

 Commons: Empfängnisverhütung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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