Konversionsrate

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Als Konversionsrate bezeichnet man in der Kerntechnik das Zahlenverhältnis der in einem Kernreaktor entstehenden neuen spaltbaren Atomkerne zu den gleichzeitig durch Spaltung verbrauchten Kernen.

In Leichtwasserreaktoren werden Konversionsraten bis etwa 0,7 erreicht. Brutreaktoren sind dafür konstruiert, Konversionsraten über 1,0 zu erreichen, also mehr Brennstoff zu erzeugen, als sie verbrauchen. Bei ihnen wird die Konversionsrate meist als Brutrate bezeichnet.

Kernfusionsreaktoren werden im großtechnischen Betrieb ebenfalls einen Teil ihres Brennstoffs, das Tritium, selbst aus Lithium erzeugen müssen. Auch hier bezeichnet Brutrate das Verhältnis der neu erzeugten zu den verbrauchten Tritiumkernen.

(Eine korrektere, aber seltenere Bezeichnung ist Konversionsverhältnis oder Brutverhältnis. Unter "Rate" wird sonst allgemein eine auf die Zeiteinheit bezogene Größe verstanden, also z.B. Atomkerne pro Sekunde, und dies ist hier nicht gemeint.)

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